Halbjahresbericht 2017

Finanzielle Berichterstattung

per 30. Juni 2017

2017

2016

Die wichtigsten Kennzahlen, 1. Halbjahr

Marge

Veränderung zum Vorjahr

in CHF 1 000

in CHF 1 000

Nettoumsatz

6.6 %

296 805

278 508

Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA)

13.5 %

8.1 %

40 025

37 021

Betriebsergebnis (EBIT)

7.6 %

5.1 %

22 466

21 376

Konzernergebnis

4.7 %

0.9 %

14 012

13 889

Erwartete Abrufe Serienteilefertigung

7.6 %

238 614

221 758

Auftragseingang Dritte (Investitionsgüter)

24.8 %

39 170

31 383

Auftragsbestand Dritte per 30.06. (Investitionsgüter)

-13.8 %

27 723

32 164

Anzahl Mitarbeitende (ohne Lernende)

8.3 %

2 409

2 225

GESCHÄFTSTÄTIGKEIT

Allgemein

Dieser Halbjahresbericht gilt für die Feintool International Holding AG und all ihre Tochtergesellschaften. Er umfasst den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2017. Als Vergleichsperiode dient der gleiche Zeitraum des Vorjahres.

Am 13. April 2017 übernahm die Feintool International Holding AG, Lyss, die Schuler (Tianjin) Metal Forming Technology Center Co., Ltd. in Tianjin (China). Die Gesellschaft wurde anschliessend in Feintool Automotive System Parts (Tianjin) Co., Ltd. umbenannt. Der Umsatz dieses Unternehmens ist mit CHF 1.5 Mio. seit der Übernahme unbedeutend. Daher wird auf den gesonderten Ausweis des Akquisitionseffektes verzichtet.

Auftragseingang und Auftragsbestand, erwartete Abrufe

Das Teilegeschäft des Segments System Parts ist kurzfristig. Kunden können Abrufe, die sie bereits in die Bestellsysteme eingegeben haben, zeitlich verschieben oder sogar annullieren. Per 30. Juni 2017 erwarten Feintools Kunden für die nächsten sechs Monate Abrufe in Höhe von CHF 238.6 Mio. (Vorjahr CHF 221.8 Mio.). Gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitpunkt entspricht dies einer Zunahme von 7.6 %, währungsbereinigt von 8.6 %.

14.8%

erhöhter Auftragseingang

im Investitionsgütergeschäft

Der Auftragseingang im Segment Fineblanking Technology stieg im Berichtszeitraum um gute 14.8 % auf CHF 49.3 Mio. (Vorjahr CHF 43.0 Mio.). Der Auftragseingang aus internen Geschäften sank in der Berichtsperiode um 12.4 % auf CHF 10.1 Mio. (Vorjahr CHF 11.6 Mio.). Der Auftragseingang des Drittgeschäfts belief sich somit auf CHF 39.2 Mio. (Vorjahr CHF 31.4 Mio.) und stieg entsprechend um 24.8 %.

Per 30. Juni 2017 belief sich der Auftragsbestand des Segments Fineblanking Technology auf CHF 47.2 Mio., das entspricht einer Zunahme von 10.1 % gegenüber dem Vorjahr (CHF 42.9 Mio.); gegenüber dem 31. Dezember 2016 bedeutet dies eine markante Zunahme von 34.6 %. Dieser Auftragsbestand bedeutet einen Arbeitsvorrat von rund acht Monaten für das langfristige Pressen- und Werkzeuggeschäft. Der Auftragsbestand aus Drittgeschäften nahm um 13.8 % auf CHF 27.7 Mio. ab. Gegenüber dem 31. Dezember 2016 stieg der Wert allerdings um hohe 45.2 %.

Netto-Umsatzentwicklung

Der konsolidierte Gruppenumsatz stieg in der Berichtsperiode um 6.6 % auf CHF 296.8 Mio. (Vorjahr CHF 278.5 Mio.). Währungsverschiebungen beeinflussten den Umsatz mit CHF 2.4 Mio. negativ. In Lokalwährung verzeichnete Feintool somit ein Umsatzwachstum von 7.4 %, wobei in diesem Wert ein Umsatz von CHF 1.5 Mio. einer akquirierten Gesellschaft enthalten ist. Das Segment System Parts erwirtschaftete – ähnlich wie im Vorjahr – 89.6 % des Drittumsatzes. Fineblanking Technology steuerte demzufolge 10.4 % bei. Unter Einbezug des internen Umsatzes beträgt der Umsatzanteil des Teilegeschäfts 87.8 %.

Das Teilegeschäft des Segments System Parts wuchs im Berichtsjahr um 9.9 % auf CHF 266.0 Mio. (Vorjahr CHF 242.1 Mio.). Die negativen Währungseinflüsse beliefen sich auf CHF 2.4 Mio. In Lokalwährung erreichte das Wachstum somit 10.8 %. Das Feinschneidgeschäft in Europa erwirtschaftete einen Umsatz von CHF 95.1 Mio. Währungsbereinigt entspricht dies einem Wachstum von 17.7 % (in Berichtswährung + 16.2 %). Der Bereich Forming Europe profitierte von neuen Aufträgen und generierte Verkäufe in Höhe von CHF 55.3 Mio., was in Lokalwährung einem Wachstum von 23.5 % entspricht (in Berichtswährung + 21.3 %). Das Geschäft in den USA stabilisierte sich auf hohem Niveau und verzeichnete einen Umsatz von CHF 91.5 Mio. Das währungsbereinigte Wachstum betrug 1.3 % (in Berichtswährung + 1.6 %). Der Umsatz in Asien belief sich auf CHF 25.2 Mio., in Lokalwährung bedeutet dies eine Zunahme von 3.6 % (in Berichtswährung + 2.1 %). Das neue Umformwerk in Tianjin steuerte CHF 1.5 Mio. zu diesem Umsatz bei. Der Umsatzanteil der europäischen Standorte stieg stark auf 56.3 % (Vorjahr 52.6 %). Der Anteil der Standorte in den USA sank andererseits erneut auf jetzt 34.3 % (Vorjahr 37.2 %), der in Asien erzeugte Umsatz sank auf 9.4 % (Vorjahr 10.2 %). Das zugrunde liegende Geschäft entwickelte sich in allen Regionen positiv wenn auch in unterschiedlichem Ausmass. Die regionale Umsatzverteilung erfolgt aufgrund des Domizils des Kunden. Viele der von Feintool gefertigten Teile werden, nachdem diese in Baugruppen oder ganze Fahrzeuge eingebaut wurden, als Teil dieser Baugruppen bzw. Fahrzeuge in andere Länder/Kontinente exportiert. Dementsprechend dürften die von Feintool gefertigten Teile ungefähr gleichmässig in den drei Regionen Europa, Amerika und Asien genutzt werden.

10.8 %

Umsatzwachstum in Lokalwährung

im Teilegeschäfts des Segments

System Parts

Der Umsatz des Segments Fineblanking Technology sank – aufgrund geringer Pressenumsätze – um 16.4 % auf CHF 37.1 Mio. (Vorjahr CHF 44.4 Mio.). Während das Ersatzteil- und Servicegeschäft sich stabil entwickelte, konnte das Werkzeuggeschäft die vorhandenen Kapazitäten nicht immer vollständig auslasten. Da sich der Auftragseingang positiv entwickelte, wird sich der Umsatz in der zweiten Jahreshälfte deutlich erhöhen. Die internen Verkäufe sanken in der Berichtsperiode leicht, so dass die Drittverkäufe um 15.3 % auf CHF 30.8 Mio. abnahmen (Vorjahr CHF 36.4 Mio.).

Insgesamt erwirtschaftete die Feintool-Gruppe mit CHF 158.3 Mio. 53.3 % des Drittumsatzes in Europa (Vorjahr CHF 146.1 Mio. respektive 52.5 %). Europa gewann somit nochmals leicht an Bedeutung. Mit einem Umsatz von CHF 91.1 Mio., anteilig 30.7 % (Vorjahr CHF 88.2 Mio. respektive 31.7 %) verlor Nordamerika rund ein Prozentpunkt bei der geographischen Umsatzverteilung. Der Umsatz in Asien stieg auf CHF 47.4 Mio., der prozentuale Anteil stieg leicht auf 16.0 % (Vorjahr CHF 44.3 Mio. oder 15.8 %). Der Schweizer Markt ist mit einem Umsatz von CHF 3.6 Mio. oder 1.2 % (Vorjahr CHF 4.8 Mio. respektive 1.7 %) für Feintool nur von marginaler Bedeutung.

Bruttomargenentwicklung

Die Bruttomarge stieg gegenüber dem Vorjahr um 0.9 Prozentpunkte auf 40.2 %; der Bruttogewinn betrug somit in der Berichtsperiode CHF 119.2 Mio. Volumenbedingt nahm der Bruttogewinn um CHF 7.2 Mio. zu. Veränderungen im Produktemix, eine leicht höhere Wertschöpfung, eine erneut verbesserte Auslastung und verbesserte Kostenstrukturen in den wichtigsten Werken hatten einen positiven Effekt von CHF 2.4 Mio.

Im Segment Fineblanking Technology stieg die Bruttomarge – trotz Umsatzrückgang – auf 41.0 % (Vorjahr 39.9 %). Produktmixveränderungen und geographische Verschiebungen – mehr Pressenverkäufe im europäischen Raum – verursachten diese Steigerung.

Das Segment System Parts erreichte eine Bruttomarge von 39.5 %, die leicht über dem Vorjahresniveau von 38.9 % liegt. Leicht verbesserte Auslastung einzelner Werke, leicht höhere Wertschöpfung an gewissen Standorten und Kostenoptimierungen an allen Standorten resultierten in diesem positiven Effekt.

Wesentliche Aufwandpositionen

Die Materialkosten bilden mit CHF 133.7 Mio. die grösste Aufwandposition. Im Verhältnis zum Umsatz sanken die Materialkosten von 45.7 % auf 45.0 %, obwohl im Markt eine massive Preiserhöhung für Stahl erfolgte. Allerdings ist es Feintool gelungen, diese Preiserhöhungen zu einem Teil auf unsere Kunden zu übertragen. Erhöhte Wertschöpfung und ein veränderter Produktemix führte letztlich insgesamt zu dieser prozentualen Kostenreduktion. Der Personalaufwand stieg um CHF 4.8 Mio. auf CHF 88.1 Mio. und liegt jetzt bei 29.7 % vom Umsatz (Vorjahr 29.9 %). Bei Fineblanking Technology stieg der Personalkostenanteil auf 37.9 % (Vorjahr 32.5 %). Dies ist letztlich eine Folge nochmals gesteigerter Entwicklungsausgaben für neue Produkte und dem deutlichen Umsatzrückgang. Im Bereich System Parts sank der Anteil leicht auf 26.3 % (Vorjahr 26.8 %). Die höhere Kapazitätsauslastung konnte die Lohnsteigerungen in Deutschland, Zusatzaufwendungen für Produktverlagerungen in Europa sowie den Personalaufbau in den neuen Werken in Oelsnitz und Tianjin (China) kompensieren. Der übrige Netto-Betriebsaufwand stieg auf CHF 37.4 Mio., bezogen auf den Umsatz liegt die Quote unverändert bei 12.6 %.

13.5 %

EBITDA-Marge

der Feintool-Gruppe

Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA)

Das Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA) stieg in der Berichtsperiode um CHF 3.0 Mio. oder – währungsbereinigt – 9.2 % auf CHF 40.0 Mio. Die EBITDA-Marge liegt jetzt bei 13.5 % (Vorjahr 13.3 %). Im kapitalintensiven Teilegeschäft (System Parts) stieg die EBITDA-Marge auf 16.5 % (Vorjahr 15.4 %). Im Investitionsgütergeschäft (Fineblanking Technology) sank die Marge aufgrund ungenügender Auslastung von 6.7 % auf 1.2 %.

Abschreibungen

Aufgrund der hohen Investitionen im Bereich System Parts stiegen die Abschreibungen in der Berichtsperiode um CHF 1.9 Mio. auf CHF 17.6 Mio. Diese Tendenz wird sich auch in den kommenden Monaten fortsetzen, da die Investitionen mit CHF 30.5 Mio. auch im Berichtsjahr die Abschreibungen erneut massiv überstiegen. Zudem ergeben sich aus dem akquirierten Umformwerk in China zusätzliche Abschreibungen.

Betriebsergebnis (EBIT)

Feintool erwirtschaftete in der Berichtsperiode ein operatives Ergebnis (EBIT) von CHF 22.5 Mio. und eine EBIT-Marge von 7.6 % (Vorjahr 7.7 %). Dies entspricht einer Steigerung von 6.2 % in lokaler Währung. Verbesserte Kapazitätsauslastung in vielen Werken konnte den Gewinnrückgang im Investitionsgütergeschäft sowie die zusätzlichen Kosten für die Akquisition des chinesischen Umformwerks kompensieren. Ohne die Akquisition wäre die EBIT-Marge um 0.3 Prozentpunkte auf 7.9 % gestiegen.

Das Segment Fineblanking Technology musste aufgrund des Umsatzrückganges einen Betriebsverlust von CHF 0.5 Mio. (Vorjahr Gewinn CHF 2.1 Mio.) hinnehmen. Trotz der Umsatzabnahme und des absehbaren operativen Verlustes wurden die Ausgaben für Forschung- und Entwicklung – als Investition in die Zukunft – auf hohem Niveau beibehalten. Die sich abzeichnende Umsatzzunahme für die zweite Jahreshälfte weisen auf ein stark verbessertes zweites Semester hin.

Das operative Ergebnis des Segments System Parts stieg markant um CHF 4.4 Mio. oder 20.2 % (in Lokalwährung) auf CHF 27.1 Mio. (Vorjahr CHF 22.7 Mio.). Neue Produkte, die in der Berichtsperiode ihren Produktionsstart bzw. -hochlauf hatten, die konstant gute Automobilkonjunktur sowie eine erneut erhöhte Auslastung führten zu diesen Verbesserungen. Die EBIT-Marge stieg auf 10.2 % gegenüber 9.4 % im Vorjahr. Den grössten Anteil zum Ergebnis trugen die amerikanischen Standorte mit einem EBIT von CHF 9.8 Mio. (währungsbereinigt + 5.4 %) bei. Die europäischen Feinschneidstandorte verbesserten sich um CHF 1.5 Mio. oder 25.6 % (währungsbereinigt) auf CHF 8.1 Mio. Die guten Resultate aller anderen Standorte kompensieren die Verluste des neuen Werks in Oelsnitz, verursacht durch die vielen Neuanläufe. Der neue Fabrikationsstandort in Most (CZ) verursachte erst geringe Kosten. Der Bereich Forming Europe erwirtschaftete einen operativen Betriebsgewinn von CHF 7.8 Mio. (währungsbereinigt + 94.1 %). Asien erwirtschaftete einen EBIT von CHF 1.4 Mio. Ein Umsatzrückgang in Japan und Verluste des neuen Umformwerkes in China verursachten dieses Resultat.

Die Kosten der nicht direkt operativ tätigen Bereiche beliefen sich auf CHF 4.6 Mio. Leicht höhere Personalkosten – zur Unterstützung des starken Wachstums – begründen diese Entwicklung.

Finanzergebnis

Das Netto-Finanzergebnis in Höhe von CHF -2.1 Mio. (Vorjahr CHF -1.3 Mio.) verschlechterte sich deutlich. Der Netto-Zinsaufwand (inklusive Finanzierungskosten) sank auf CHF 1.4 Mio. (Vorjahr CHF 1.8 Mio.). Leicht tiefere Zinsen und tiefere Kosten für Währungsabsicherungen verursachten diese geringfügige Verbesserung. Andererseits verzeichnete Feintool in der Berichtsperiode Netto-Währungsverluste in Höhe von CHF 0.8 Mio. (Vorjahr: Währungsgewinne CHF 0.5 Mio.).

Steuern

Der Steueraufwand der Feintool-Gesellschaften summierte sich in der Berichtsperiode auf CHF 6.3 Mio. Das entspricht einer Steuerquote von 31.1 %. Feintool ist mehrheitlich in Ländern aktiv, welche eine relative hohe Steuerbelastung kennen. Da die Verlustvorträge der Krisenjahre weitgehend aufgebraucht sind, dürfte die Steuerbelastung in den kommenden Jahren weiter steigen.

Konzernergebnis

Das Konzernergebnis beträgt CHF 14.0 Mio. (Vorjahr CHF 13.9 Mio.), was einer Netto-Umsatz­rendite von 4.7 % entspricht. Höhere Finanzkosten verursachten die leicht tiefere Netto-Umsatzrendite.

KONSOLIDIERTE BILANZ

Das starke Wachstum im Bereich System Parts sowie die Akquisition des chinesischen Umformwerks beeinflussten einzelne Bilanzpositionen erheblich. Insgesamt stieg die Bilanzsumme um 4.9 % auf CHF 556.9 Mio. (31. Dezember 2016 CHF 530.7 Mio.).

Das Umlaufvermögen sank insgesamt um CHF 17.8 Mio. auf CHF 238.1 Mio. Die chinesische Akquisition wurde weitgehend aus dem bestehenden Schuldscheindarlehen finanziert. Dadurch reduzierten sich die liquiden Mittel um CHF 45.2 Mio. auf CHF 47.6 Mio. Die anderen Positionen des Umlaufvermögens nahmen – teilweise erheblich – zu. Die Forderungen stiegen um CHF 15.1 Mio. auf CHF 103.0 Mio. CHF 3.1 Mio. stammten aus der Akquisition. Der Bestand der im Rahmen der nicht bilanzierungspflichtigen Factoring-Programme verkauften Forderungen stieg auf CHF 11.1 Mio. (31. Dezember 2016 CHF 10.5 Mio.). Die Vorräte und Nettoguthaben aus Fertigungsaufträgen nahmen um CHF 9.4 Mio. auf CHF 81.6 Mio. zu, wobei mit CHF 8.2 Mio. der überwiegende Teil den Akquisitionseffekt darstellen. Die aktiven Abgrenzungen stiegen auf CHF 6.0 Mio.

Das operative Nettoumlaufvermögen stieg gegenüber dem 31. Dezember 2016 um CHF 19.9 Mio. auf CHF 80.6 Mio. und beträgt somit 13.6 % des hochgerechneten Jahresumsatzes (Vorjahr 11.0 %). Die stärksten negativen Auswirkungen verursachten die Zunahme der Forderungen um CHF 15.1 Mio. und der Vorräte um CHF 9.4 Mio. sowie die Abnahme der nicht-verzinslichen Verbindlichkeiten im Umfang von CHF 4.8 Mio. Steigende passive Abgrenzungen (+ CHF 7.4 Mio.) und erhöhte Rückstellungen (+ CHF 2.3 Mio.) wirkten sich positiv auf das Nettoumlaufvermögen aus. Das Nettoumlaufvermögen des Umformwerks in China betrug im Übernahmezeitpunkt CHF 4.0 Mio.

29.0 

Investitionen (in CHF Mio.)

in Sachanlagen

Das Anlagevermögen stieg um CHF 44.0 Mio. auf CHF 318.8 Mio. Die Sachanlagen nahmen um CHF 22.3 Mio. auf CHF 259.7 Mio. zu, wobei CHF 15.5 Mio. aus der Akquisition stammen. Die Investitionen in Sachanlagen lagen mit CHF 29.0 Mio. dabei wiederum deutlich über dem Vorjahreswert (CHF 24.6 Mio.). Die immateriellen Anlagen stiegen deutlich um CHF 22.9 Mio. auf CHF 41.2 Mio. wobei sich CHF 23.0 Mio. aus der Akquisition ergaben. Dabei teilt sich dieser Betrag hälftig auf Goodwill und andere Positionen, welche in den nächsten Jahren abzuschreiben sind. Die Position der Finanzanlagen stieg um CHF 0.6 Mio. Die latenten Steuerforderungen sanken auf CHF 15.6 Mio. (31. Dezember 2016: CHF 17.3 Mio.).

Auf der Passivseite stieg das Fremdkapital um CHF 26.1 Mio. auf CHF 326.9 Mio. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die übrigen Verbindlichkeiten sanken um CHF 3.8 Mio. und betragen noch CHF 71.9 Mio. Die passiven Rechnungsabgrenzungen, die kurz- und langfristigen Rückstellungen sowie die latenten Steuerverbindlichkeiten stiegen um CHF 10.2 Mio. auf CHF 63.4 Mio. Die passive Rechnungsabgrenzung ist dabei von dem höheren Bestand der per Stichtag noch ausstehenden Kreditorenrechnungen beinflusst. Die Verbindlichkeit für die Personalvorsorge (IAS 19) sank in der Berichtsperiode leicht auf CHF 60.3 Mio. und beträgt jetzt 34.7 % des langfristigen Fremdkapitals.

Das verzinsliche Fremdkapital stieg um CHF 22.4 Mio. auf CHF 131.3 Mio. CHF 99.5 Mio. der verzinslichen Verbindlichkeiten weisen langfristigen Charakter auf. Die Kaufpreiszahlung für das Umformwerk in China in Höhe von CHF 24.7 Mio. erfolgte weitgehend aus den liquiden Mitteln, anderseits übernahm Feintool auch Schulden in Höhe von CHF 12.7 Mio., welche das verzinsliche Fremdkapital negativ beeinflussten.

Am 13. Juni 2017 unterzeichnete Feintool mit sechs Banken einen Syndikatskreditvertrag in Höhe von CHF 90 Mio. Dieser Vertrag hat eine Laufzeit von fünf Jahren und enthält marktübliche Covenants. Alle Covenants sämtlicher Kreditverträge sind im Berichtszeitpunkt eingehalten.

Die Nettoverschuldung stieg in der Berichtsperiode aufgrund der Akquisition (CHF 37.5 Mio.), des gestiegenen Nettoumlaufvermögens und hoher Investitionen auf CHF 83.8 Mio. (31. Dezember 2016 CHF 16.2 Mio.). Feintool verfügt andererseits über CHF 136.5 Mio. an liquiden Mitteln und verfügbaren, unbenutzten Kreditlinien.

Das Eigenkapital betrug am 30. Juni 2017 CHF 230.0 Mio. (31. Dezember 2016 CHF 229.9 Mio.). Die Eigenkapitalquote sank von 43.3 % auf 41.3 %. Der Eigenkapitalnachweis zeigt, dass der Konzerngewinn das Eigenkapital um CHF 14.0 Mio. erhöhte. Die ausgeschüttete Dividende wiederum reduzierte das Eigenkapital um CHF 8.9 Mio. Ebenfalls einen negativen Effekt verursachten direkt im Eigenkapital verbuchte Umrechnungsdifferenzen in Höhe von insgesamt CHF 7.4 Mio. Aus der Personalvorsorge (IAS 19) ergaben sich versicherungstechnische Gewinne in Höhe von CHF 2.1 Mio. Die anderen Positionen hatten kaum Einfluss.

KONSOLIDIERTE GELDFLUSSRECHNUNG

Der Geldfluss aus Geschäftstätigkeit war mit CHF 32.8 Mio. ungefähr auf Vorjahresniveau. Die massive Erhöhung des Nettoumlaufvermögens um CHF 27.7 Mio. (Vorjahr CHF 11.2) verringerte dabei den positiven Einfluss. Der Geldfluss aus Investitionstätigkeit ist mit CHF 52.5 Mio. (Vorjahr CHF 21.2 Mio.) erneut stark negativ, auch beeinflusst durch die Akquisition, die allein Mittel in Höhe von CHF 24.7 Mio. bedurfte. Die Investitionen in Sachanlagen nahmen ebenfalls erneut zu und betrugen CHF 26.3 Mio. Insgesamt ergab sich somit ein betrieblicher Geldabfluss in Höhe von CHF 47.4 Mio. (Vorjahr: Zufluss von CHF 2.7 Mio.) Der Geldabfluss durch die Dividende betrug CHF 8.9 Mio. Die liquiden Mittel der Gruppe sanken um CHF 45.2 Mio. auf CHF 47.6 Mio. (31. Dezember 2016 CHF 92.8 Mio.).

MITARBEITENDE

Die Anzahl der Mitarbeitenden* (ohne Lernende) nahm seit dem 31. Dezember 2016 um 170 auf 2 409 zu. Zusätzlich befinden sich 59 (31. Dezember 2016 68) Jugendliche in unserem Unternehmen in Ausbildung. 52 Mitarbeitende kamen durch die Akquisition des chinesischen Umformwerkes zur Gruppe. Das Segment System Parts schuf seit dem 31. Dezember 2016 zudem aufgrund des hohen Wachstums 124 neue Stellen und beschäftigt nun 2 139 Mitarbeitende. In Europa stieg die Anzahl um 96 Personen auf 1 190. In Asien konnten 24 neue Stellen geschaffen werden. In Nordamerika blieb die Mitarbeiteranzahl beinahe unverändert. Das Segment Fineblanking Technology beschäftigte 234 Mitarbeitende (-8): 36 Mitarbeitende sind in den nicht direkt operativen Bereichen beschäftigt. Insgesamt beschäftigt Feintool in Europa 1 425 Mitarbeitende (zuzüglich 53 Auszubildende), davon 400 (zuzüglich 30 Auszubildende) in der Schweiz. In den USA arbeiten 642 Personen (zuzüglich 6 Auszubildende) und in Asien 342 Mitarbeitende.

* berechnet als Vollzeitstellen