Anhang zur Konzernrechnung

per 31. Dezember 2016

GESCHÄFTSTÄTIGKEIT

Die Feintool International Holding AG, Industriering 8, 3250 Lyss, ist eine Aktiengesellschaft unter Schweizerischem Recht mit Sitz in Lyss/Schweiz („Gesellschaft“). Die konsolidierte Jahresrechnung für die Periode vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 umfasst die Gesellschaft und ihre Tochtergesellschaften („Feintool“). Das Technologieunternehmen Feintool ist weltweit führend in der Entwicklung von Feinschneidanlagen und der Produktion einbaufertiger Feinschneid- und Umformkomponenten besonders für die Automobilindustrie. Mit seinen Kunden pflegt Feintool über den gesamten Prozess des Feinschneidens und Umformens hinweg enge Partnerschaften – vom Komponentendesign und der Werkzeugkonstruktion über den Anlagebau bis hin zur Teilefertigung in Grossserie. Neben dem Feinschneiden setzt die Feintool-Gruppe weitere Schlüsselverfahren wie das spanlose Umformen und die Taumeltechnologie ein und ist damit der weltweit einzige Komplettanbieter für die wirtschaftliche Herstellung komplexer Präzisionskomponenten.

Mit Standorten in Europa, Japan, China und den USA ist die Feintool-Gruppe in den wichtigsten Automobilmärkten der Welt vertreten. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Lyss (CH) beschäftigt 2 239 Mitarbeitende. An seinen Standorten bildet Feintool 68 junge Menschen hauptsächlich zu Polymechanikern, Konstrukteuren und Kaufleuten aus.

ALLGEMEINES

Die konsolidierte Jahresrechnung des Geschäftsjahres basiert auf den nach einheitlichen Richtlinien erstellten Einzelabschlüssen der Konzerngesellschaften per 31. Dezember 2016.

Die Rechnungslegung des Konzerns erfolgt in Übereinstimmung mit dem schweizerischen Gesetz sowie den International Financial Reporting Standards (IFRS), herausgegeben durch das International Accounting Standards Board (IASB). Die Rechnungslegungsgrundsätze des Kotierungsreglementes der Schweizer Börse (SIX) wurden ebenfalls befolgt. Gemäss der Beurteilung des Managements vermittelt die Konzernrechnung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie der Geldflüsse.

Die Konzernrechnung wird zu Fortführungswerten auf Basis historischer Kosten erstellt, mit Ausnahme der derivativen Finanzinstrumente (zu Marktwerten bewertet) sowie der Nettoschuld bzw. des Vermögenswerts aus leistungsorientierten Vorsorgeplänen (zum Barwert der definierten Leistungsverpflichtung abzüglich des Marktwerts des Planvermögens bewertet).

Die konsolidierte Jahresrechnung wird in Schweizer Franken (CHF), auf 1 000 gerundet, dargestellt. Sie wird in den Sprachen Deutsch und Englisch erstellt. Massgebend ist die Jahresrechnung in deutscher Sprache.

NICHT WEITERGEFÜHRTE BEREICHE

Am 31. Juli 2014 veräusserte Feintool die IMA Automation Amberg GmbH, Amberg sowie deren Betriebsliegenschaft an die deutsch-chinesische Automobilgruppe Preh GmbH, Bad Neustadt a.d. Saale. Sämtliche Aktivitäten des Segments Automation und damit zusammenhängende Bereiche, welche entweder veräussert oder im Zusammenhang mit der Veräusserung nicht mehr weitergeführt werden, sind in der Gesamtergebnisrechnung in einer separaten Position „Nicht weitergeführte Bereiche“ ausgewiesen.

FINANCIAL COVENANTS

Am 15. Juli 2016 fand die Emission eines Schuldscheindarlehens in der Höhe von EUR 65 Mio. statt. Emittent unter Garantie der Feintool International Holding AG ist die in Deutschland ansässige Feintool Holding GmbH. Das Darlehen ist in drei Tranchen mit unterschiedlichen Laufzeiten unterteilt.

  • EUR 25 Mio., Laufzeit von 5 Jahren, fester Zinssatz von 0.90 %;
  • EUR 25 Mio., Laufzeit von 7 Jahren, fester Zinssatz von 1.10 %;
  • EUR 15 Mio., Laufzeit von 10 Jahren, fester Zinssatz von 1.66 %.

Im Darlehensvertrag sind martkübliche Covenants definiert. Der wesentliche einzuhaltende Covenant ist:

  • Eigenkapitalquote > 25 %

Gleichzeitig mit der Emission des Schuldscheindarlehens wurde der mit acht Banken vereinbarte Syndikatskredit von CHF 80 Mio. für Geldkredite auf CHF 25 Mio. reduziert. Die Gewährleistungs- und Anzahlungsgarantien von CHF 10 Mio. blieben unverändert. Im Syndikatskredit sind marktübliche Covenants definiert. Die wesentlichen Covenants, welche gemäss der Vereinbarung eingehalten werden müssen, sind:

  • Eigenkapitalquote > 30 %
  • Net Senior Debt / EBITDA < 3.0 x

Der Syndikatskredit läuft bis zum 30. Juni 2017. Zurzeit laufen Gespräche mit verschiedenen Banken zur Schaffung einer neuen Faszilität.

Auch Kreditverträge, die mit verschiedenen Banken auf bilateraler Basis abgeschlossen wurden, enthalten marktübliche Covenants. Sollten diese Covenants von der Gruppe nicht eingehalten werden, so hätten die Banken das Recht, die Kredite kurzfristig zu künden.

Per 31. Dezember 2016 sind alle Covenants eingehalten.

WICHTIGE SCHÄTZUNGEN

Die Konzernrechnung beinhaltet Annahmen und Schätzwerte, welche die ausgewiesenen Werte beeinflussen. Sollten sich diese Schätzungen und Annahmen als falsch oder unvollständig erweisen, kann dies erhebliche Auswirkungen auf die ausgewiesenen Werte und somit auf die der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von Feintool haben.

Sachanlagevermögen

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen bilanziert. Feintool überprüft periodisch, ob die seinerzeit gewählte Abschreibungsdauer mit der effektiven Nutzungsdauer respektive mit der Kapazitätsauslastung des Sachanlagegutes übereinstimmt. Werden wesentliche Abweichungen der Nutzungsdauer festgestellt, wird die Abschreibungsdauer entsprechend angepasst. Sofern der zu erwartende Cashflow des Anlagegutes die zukünftigen Abschreibungen nicht mehr deckt, werden Impairment-Abschreibungen vorgenommen.

Immaterielle Werte/Goodwill

Bei Akquisitionen wird der Fair Value von erworbenen immateriellen Werten geschätzt. Der Residualwert (Differenz zwischen Kaufpreis und erworbenen Nettoaktiven) stellt Goodwill dar. Die meisten erworbenen immateriellen Werte haben eine endliche Lebensdauer und werden daher systematisch abgeschrieben. Goodwill hat eine unbestimmte Lebensdauer und wird nicht abgeschrieben, jedoch jährlich auf seine Werthaltigkeit überprüft. Die Aufteilung auf immaterielle Werte und Goodwill zum Zeitpunkt der Akquisition hat daher einen Einfluss auf die Abschreibungen der Folgeperioden.

Beim Impairment-Test des Goodwills werden verschiedene Annahmen getroffen, die mittel- und langfristige (Terminal Value) Schätzungen erfordern. Dies betrifft sowohl interne Plandaten (Cashflow, Wachstumsraten usw.) wie auch externe Parameter (Diskontsatz). Sollten sich diese Schätzungen als nicht korrekt erweisen, könnte dies zu erheblichen Wertveränderungen führen. Weitere Angaben befinden sich in Ziffer 19.2 des Anhangs.

Ertrags- und Latente Steuerforderungen

Feintool ist in unterschiedlichen Rechtssystemen steuerpflichtig. Die Rückstellungen für die weltweit anfallenden Ertragssteuern basieren auf Schätzungen. Für viele Transaktionen und Berechnungen im ordentlichen Geschäft ist die Steuerbelastung unsicher. Falls die effektiven Steuerbelastungen von den geschätzten abweichen, wird die entsprechende Anpassung im Geschäftsjahr verbucht, in dem die definitive Einschätzung erfolgt. Das Management ist der Meinung, dass die entsprechenden Schätzungen realistisch und die entsprechenden Rückstellungen angemessen sind. Aktive latente Steuern werden auf temporären Differenzen und auf Verlustvorträgen gebildet, sofern eine Realisierung wahrscheinlich erscheint. Die Werthaltigkeit von aktivierten Steuervorteilen aus Verlustvorträgen basiert somit auf Zukunftsprognosen des entsprechenden Steuersubjekts über eine Zeitdauer von mehreren Jahren. Sollten sich diese Zukunftsprognosen als nicht korrekt erweisen, könnte dies zu erheblichen Wertveränderungen führen. Weitere Angaben befinden sich in Ziffer 11 und 12 des Anhangs.

Forschung und Entwicklung

Feintool bilanziert erworbene und selbst erbrachte Leistungen für Forschung und Entwicklung, wenn die folgenden Punkte kumulativ erfüllt sind:

  • Technische Realisierbarkeit der Fertigstellung des immateriellen Wertes, damit dieser direkt oder indirekt zum Verkauf zu Verfügung stehen wird,
  • Absicht der Fertigstellung und damit des direkten oder indirekten Verkaufs,
  • Fähigkeit zum direkten oder indirekten Verkauf,
  • Nachweis des zukünftigen wirtschaftlichen Nutzens für die Produkte des immateriellen Wertes,
  • Verfügbarkeit adäquater finanzieller, technischer und anderer Ressourcen, um die Entwicklung abzuschliessen,
  • Zuverlässige Bewertbarkeit der Herstellkosten.

All diesen Punkten liegen Annahmen zugrunde. Sollten sich diese Annahmen als falsch oder unvollständig erweisen, kann dies erhebliche Auswirkungen auf die Bewertung des entsprechenden immateriellen Gutes haben. Weitere Angaben befinden sich in Ziffer 19.1 des Anhangs.

Rückstellungen

Rückstellungen werden gebildet, wenn a) aus einem Ereignis der Vergangenheit eine gegenwärtige Verpflichtung entstanden ist, b) der Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen zur Erfüllung dieser Verpflichtung wahrscheinlich ist und c) eine verlässliche Schätzung der Höhe der Verpflichtung möglich ist. Rückstellungen werden für eine Vielzahl von möglichen Ereignissen gebildet und werden in Ziffer 24 des Anhangs im Detail erläutert. Sie beinhalten jedoch per Definition einen höheren Grad an Schätzungen als andere Bilanzpositionen, da die geschätzten Verpflichtungen je nach Ausgang der Situation zu einem höheren oder tieferen Mittelabfluss führen können.

Personalvorsorge

Feintool hat in drei Ländern Vorsorgeeinrichtungen mit leistungsorientierten Komponenten. Der Status basiert auf teilweise langfristigen versicherungstechnischen Annahmen, die von der Realität abweichen können. Neubewertungen aufgrund sich veränderten Annahmen betreffend Lebenserwartung, eine sich verändernde Situation des Kapitalmarkts sowie sich veränderten Diskontsätzen können wesentliche Beträge erreichen. Diese werden direkt ins Eigenkapital (sonstiges Ergebnis) gebucht. Die Ermittlung der jeweiligen zugrunde liegenden Prozentsätze beinhalten Schätzwerte, die zum Teil einen erheblichen Einfluss auf die Vermögens- und Ertragslage haben können. Weitere Angaben befinden sich in Ziffer 27 des Anhangs.

Verwaltungsrat und Geschäftsführung sind der Meinung, dass die Planungsgrundlagen und Schätzannahmen realistisch sind.

WICHTIGE ÄNDERUNGEN DER BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Feintool wendet grundsätzlich die gleichen Rechnungslegungsgrundsätze wie im Vorjahr an, mit Ausnahme der im Geschäftsjahr in Kraft getretenen neuen oder angepassten Standards und Interpretationen. Feintool führte per 1. Januar 2016 folgende neue Standards und Interpretationen ein:

  • Jährliche Änderungen von IFRS – 2012 bis 2014 Zyklus
  • Änderung von IFRS 11 – Bilanzierung von Akquisitionen von Anteilen an gemeinschaftlichen Tätigkeiten
  • Änderung von IAS 16 und IAS 38 – Klarstellung akzeptierter Abschreibungsmethoden
  • Änderung von IFRS 10, 12 und IAS 28 – Investmentgesellschaften: Anwendung der Konsolidierungsausnahme
  • Änderung von IAS 27 – Equity Methode in Einzelabschlüssen
  • Änderung von IAS 1 – Verbesserung der Finanzberichterstattung in Bezug auf die Angaben im Anhang

Feintool ist entweder von diesen Änderungen nicht betroffen oder diese Änderungen haben keine oder keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

NEU HERAUSGEGEBENE RECHNUNGSLEGUNGS- VORSCHRIFTEN

Am Bilanzstichtag sind verschiedene neue IFRS-Vorschriften publiziert, die aber noch nicht in Kraft getreten sind.

Feintool verzichtet auf die vorzeitige Anwendung nachfolgender Standards, Änderungen von Standards und Interpretationen. Feintool plant, die Neuerungen und Änderungen ab den Geschäftsjahren beginnend am oder nach dem angegebenen Datum anzuwenden:

  • IFRS 9 – Finanzinstrumente (1. Januar 2018)
  • IFRIC 22 – Transaktionen in fremder Währung und im Voraus gezahlte Gegenleistungen (1. Januar 2018)

Zurzeit werden die neuen Vorschriften analysiert. Feintool geht davon aus, dass diese Änderungen keine oder keine wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben werden.

  • IFRS 15 – Umsätze aus Verträgen mit Kunden und damit zusammenhängende Klarstellung von IFRS 15 Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden (1. Januar 2018)

Die Auswirkungen dieses Standards wurden weitgehend analysiert. Feintool geht heute davon aus, dass der neue Standard insgesamt nur geringe Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben wird. Einzelne – relativ selten auftretende – Geschäftsvorfälle dürften allerdings eine erhöhte Volatilität der Geschäftsergebnisse verursachen. Im Berichtsjahr sind keine solchen Geschäftsvorfälle aufgetreten. Feintool geht heute davon aus, dass bei der Einführung die Vorperiode entsprechend angepasst wird.

  • IFRS 16 – Leasing (1. Januar 2019)

Feintool geht davon aus, dass dieser neue Standard wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage des Konzerns haben wird. Insbesondere führt der neue Standard zu einer Bilanzverlängerung. Zurzeit wird die neue Vorschrift analysiert und Vorbereitungen zu deren Einführung getroffen. Zum heutigen Zeitpunkt sind die Auswirkungen jedoch noch nicht abschliessend abschätzbar.

  • Jährliche Änderungen von IFRS – 2014 bis 2016 Zyklus (1. Januar 2017)
  • Änderung von IAS 12 – Ansatz von aktiven latenten Steuern bei nicht realisierten Verlusten (1. Januar 2017)
  • Änderung von IAS 7 – Offenlegungsinitiative (1. Januar 2017)
  • Änderung von IFRS 2 – Klassifizierung und Bewertung von anteilsbasierten Vergütungen (1. Januar 2018)
  • Änderung von IFRS 4 – Anwendung von IFRS 9 Finanzinstrumente mit IFRS 4 Versicherungsverträge (1. Januar 2018)
  • Änderung von IAS 40 – Übertragung von als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien (1. Januar 2018)

Feintool evaluiert die Auswirkungen der geänderten Standards und Interpretationen. Nach ersten Erkenntnissen erwartet Feintool keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage.

KONSOLIDIERUNGSKREIS

Die konsolidierte Jahresrechnung umfasst grundsätzlich den Jahresabschluss der Feintool International Holding AG, Lyss (Schweiz) sowie die Jahresabschlüsse aller Konzerngesellschaften, bei denen die Feintool International Holding AG direkt oder indirekt mehr als 50 % der Stimmrechte hält oder die auf eine andere Art und Weise beherrscht werden. Eine Liste aller Beteiligungen findet sich auf Seite 88.

Am 12. Oktober 2016 gründete die Feintool International Holding AG, Lyss die Tochtergesellschaft Feintool System Parts Most s.r.o. in Tschechien. Sie ist dem Segment Feintool System Parts unterstellt und hat die Herstellung und den Vertrieb von Feinscheid- und Umformteilen zum Zweck.

Die Feintool Intellectual Property AG in Lyss wurde mit Beschluss der Generalversammlung vom 21. März 2016 in Liquidation gesetzt.

Rückwirkend per 1. Januar 2016 wurde die HL Immobilien AG, Lyss mit der Feintool System Parts Lyss AG fusioniert.

Die am 27. Mai 2014 in Liquidation gesetzte Firma Feintool International Management AG, Lyss wurde am 3. Juni 2015 im Handelsregister gelöscht.

Mit Wirkung per 30. März 2015 hat die Feintool Holding GmbH, Amberg DE zu 100 % die Firma Gabler Feinschneidtechnik GmbH in Oelsnitz DE erworben, die danach in die Feintool System Parts Oelsnitz GmbH unbenannt wurde. Es hat seither keine Änderungen an der Purchase Price Allocation gegeben.

Die chinesische Firma Feintool (Chongquing) Technology Co. Ltd. wurde am 1. Januar 2015 in Liquidation gesetzt.

Rückwirkend per 1. Januar 2015 wurde die Feintool Teile und Komponenten AG Lyss mit der Feintool System Parts AG fusioniert. Im Rahmen der Vereinheitlichung der Gruppenstruktur von Feintool wurde zeitgleich die Feintool Teile und Komponenten AG Lyss in Feintool System Parts Lyss AG umbenannt.

KONSOLIDIERUNGSMETHODE

Alle beherrschten Gesellschaften werden nach der Methode der Vollkonsolidierung in die Konzernrechnung einbezogen. Aktiven und Passiven sowie Aufwand und Ertrag werden bei den voll konsolidierten Gesellschaften somit zu 100 % erfasst. Der Anteil der Minderheiten am Nettovermögen und am Geschäftsergebnis wird in der Konzernbilanz und der Gesamtergebnisrechnung gesondert ausgewiesen. Verbindlichkeiten, Guthaben, Aufwendungen und Erträge zwischen den konsolidierten Gesellschaften werden gegeneinander verrechnet. Unrealisierte Zwischengewinne auf Vorräten oder Anlagevermögen werden im Rahmen der Konsolidierung ergebniswirksam eliminiert.

AKQUISITIONEN UND GOODWILL

Neu erworbene Konzerngesellschaften werden gemäss der „acquisition method“ integriert. Die Konsolidierung der Bilanz und der Erfolgsrechnung erfolgt zum Zeitpunkt der Kontrollübernahme. Die Differenz zwischen dem Nettoverkehrswert der identifizierbaren Aktiven, Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten der übernommenen Gesellschaft und dem Kaufpreis wird als Goodwill verbucht. Akquisitionskosten werden sofort der Gesamtergebnisrechnung belastet. Nach der Erstbewertung wird der Goodwill zu den Anschaffungskosten abzüglich etwaiger Wertminderungen bilanziert. Die Werthaltigkeit des Goodwills wird jährlich überprüft, indem der erzielbare Betrag (Marktwert abzüglich Veräusserungskosten oder höherer Nutzungswert) der entsprechenden „cash generating units“ respektive „group of cash generating units“ berechnet wird. Ist der erzielbare Betrag kleiner als der Buchwert, wird eine Wertminderung („Impairment“) erfolgswirksam erfasst.

In der Vergangenheit wurde die cash generating unit auf Stufe des fabrizierenden Werkes festgelegt. Im Zuge des Wachstums der vergangenen Jahre wurde die interne Organisation und Führungsstruktur von Feintool den neuen Gegebenheiten angepasst. Entscheide werden oft auf Stufe Business Unit gefällt. Der Verkauf ist innerhalb der Business Unit zentralisiert, die Aufträge werden anhand spezifischer Fähigkeiten einzelner Werke (Maschinenpark, Erfahrung der Mitarbeitenden) auf diese verteilt. Dadurch werden die Zahlungsströme für die Business Unit optimiert, diejenigen der einzelnen Produktionsstandorte aber willkürlich verändert. Aus diesem Grunde führt Feintool ab dem Geschäftsjahr 2016 die Impairment-Überlegungen ebenfalls auf Stufe Business Unit durch.

Beim Verkauf von oder beim Verlust der Kontrolle über Konzerngesellschaften wird die Differenz zwischen dem Verkaufspreis und den abgegebenen Nettoaktiven (inklusive Goodwill) unter Berücksichtigung von kumulierten Fremdwährungserfolgen erfolgswirksam erfasst und im „übrigen Betriebsertrag“ respektive „übrigen Betriebsaufwand“ erfasst. Die Dekonsolidierung erfolgt auf den Stichtag des Kontrollverlustes über die Gesellschaft.

FREMDWÄHRUNGSUMRECHNUNG

Die funktionale Währung der konsolidierten Gesellschaften entspricht der im lokalen Wirtschaftsraum üblichen Währung. Transaktionen in fremder Währung werden zum jeweiligen Tageskurs erfasst. Monetäre Aktiven und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden per Bilanzstichtag zum Stichtagskurs in die funktionale Währung umgerechnet. Die resultierenden Umrechnungsdifferenzen werden grundsätzlich im Finanzergebnis erfasst. Nicht monetäre Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zu historischen Kosten werden mit dem Fremdwährungskurs zum Zeitpunkt der Transaktion umgerechnet.

Im Rahmen der Konsolidierung werden die Bilanzwerte von ausländischen Gesellschaften zu Jahresendkursen, das Eigenkapital zu historischen Kursen und die Werte der Erfolgsrechnung respektive der Geldflussrechnung zu Jahresdurchschnittskursen umgerechnet. Aus der unterschiedlichen Umrechnung von Bilanzen und Erfolgsrechnungen entstehende Umrechnungsdifferenzen werden direkt im sonstigen Ergebnis erfasst und im Eigenkapital ausgewiesen. Beim Verkauf oder bei der Liquidation einer Gruppengesellschaft oder bei Verlust der Kontrolle über die Gesellschaft werden die entsprechenden kumulierten Umrechnungsdifferenzen über das Konzernergebnis als Teil des Verkaufserfolges ausgebucht.

Fremdwährungserfolge auf bestimmten eigenkapitalähnlichen Darlehen, die einen Bestandteil der Nettoinvestition in eine Gesellschaft bilden, werden direkt in der Gesamtergebnisrechnung (sonstiges Ergebnis) verbucht, sofern eine Rückzahlung dieser Darlehen in der nahen Zukunft nicht möglich oder nicht beabsichtigt ist.

Die Feintool-Gruppe hat in den Geschäftsjahren folgende Umrechnungskurse verwendet:

    2016 2015
    Jahresendkurs Durchschnittskurs Jahresendkurs Durchschnittskurs
Euro-Raum EUR 1 1.0739 1.0905 1.0835 1.0646
USA USD 1 1.0188 0.9882 0.9952 0.9648
Tschechien CZK 100 3.9743 4.0328 4.0236 3.9097
Japan JPY 100 0.8703 0.8928 0.8267 0.7992
China CNY 100 14.6226 14.7479 15.2970 15.2921

FINANZIELLE AKTIVEN UND VERBINDLICHKEITEN

Es werden folgende Kategorien von Finanzaktiven und Finanzverbindlichkeiten unterschieden:

  • Finanzielle Aktiven und Verbindlichkeiten zu Handelszwecken („financial assets or financial liabilities at fair value through profit or loss“): Dabei handelt es sich um Finanzinstrumente, die mit der Absicht der aktiven Bewirtschaftung erworben werden. Alle Derivate werden dieser Kategorie zugewiesen. Diese Aktiven werden zum Marktwert bilanziert und sämtliche Wertschwankungen werden im Finanzergebnis dargestellt. Die Marktwerte der derivativen Finanzinstrumente werden von den Banken berechnet.
  • Forderungen und Darlehen („loans and receivables“): Diese beinhalten insbesondere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie an Dritte gewährte Darlehen. Die Bewertung erfolgt zu Nominalwerten respektive zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der „effective interest rate method“.
  • Zur Veräusserung verfügbare finanzielle Vermögenswerte („financial assets available-for-sale“): Finanzinstrumente dieser Kategorie werden als Finanzanlagen zum Marktwert bilanziert, wobei Wertschwankungen unter Berücksichtigung von allfälligen latenten Steuern direkt im sonstigen Ergebnis erfasst werden. Eine Umbuchung in das Konzernergebnis erfolgt erst bei der Veräusserung des Finanzinstrumentes oder falls eine Wertminderung vorliegt.

Die erstmalige Bewertung der finanziellen Vermögenswerte erfolgt zu den Anschaffungskosten inklusive Transaktionskosten mit Ausnahme von Finanzaktiven „at fair value through profit or loss“, die ohne Transaktionskosten aktiviert werden. Alle Käufe und Verkäufe werden am Handelstag verbucht.

Unter die finanziellen Verbindlichkeiten fallen im Wesentlichen Finanzschulden sowie die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden. Verbindlichkeiten aus Handelsaktivitäten „at fair value through profit or loss“ (Derivate) sind zu Marktwerten bilanziert. Die Bewertung der langfristigen Finanzverbindlichkeiten erfolgt nach der „effective interest rate method“. Im Zinsaufwand sind somit neben den effektiven Zinszahlungen auch die Beträge der jährlichen Aufzinsung und pro-rata-Transaktionskosten enthalten.

Finanzielle Aktiven werden dann ausgebucht, wenn Feintool die Kontrolle über diese abgegeben hat, das heisst, wenn die damit zusammenhängenden Rechte verkauft wurden oder verfallen sind. Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn diese getilgt sind.

Feintool wendet zurzeit kein Hedge Accounting an.

BILANZ

Flüssige Mittel

Die flüssigen Mittel enthalten Kassenbestände, Postscheck- und Bankguthaben sowie Festgelder mit einer Laufzeit von maximal 90 Tagen.

Forderungen aus Lieferungen und

Leistungen/übrige Forderungen

Diese Position enthält Forderungen aus der ordentlichen Geschäftstätigkeit. Das Delkredere auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde aufgrund des effektiven Verlustrisikos berechnet und erfasst. Es beinhaltet einerseits Einzelwertberichtigungen für gefährdete Forderungen sowie eine pauschale Wertberichtigung für das vermutete Ausfall-risiko. Die übrigen Forderungen werden zum Nominalwert abzüglich notwendiger Wertberichtigungen bilanziert.

Vorräte

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie zugekaufte Waren werden zu gewichteten durchschnittlichen Anschaffungskosten ausgewiesen. Halb- und Fertigfabrikate werden zu Herstellungskosten inklusive entsprechender Produktionsgemeinkosten, höchstens jedoch zu den netto realisierbaren Werten bilanziert. Artikel mit einer überhöhten Reichweite oder veraltete Gegenstände werden ausreichend wertberichtigt.

Nettoguthaben aus Fertigungsaufträgen/Waren in Arbeit

In dieser Position sind sämtliche Fertigungsaufträge sowie Waren in Arbeit abzüglich erhaltener Anzahlungen und notwendiger Rückstellungen bei erkennbaren Verlusten ausgewiesen. Fertigungsaufträge werden nach der sogenannten „percentage of completion method“ (POC) erfasst, wenn folgende Bedingungen erfüllt sind:

  • Der Vertragswert ist höher als CHF 500 000 respektive gleicher Wert in fremder Währung.
  • Der Erlös aus dem Vertrag kann verlässlich berechnet werden.
  • Es ist wahrscheinlich, dass der wirtschaftliche Vorteil, verbunden mit dem Fertigungsauftrag der Gesellschaft zufliessen wird.
  • Vertragskosten sowie der Fertigungsgrad des Fertigungsauftrages können verlässlich bestimmt werden.

Werden diese Bedingungen nicht erfüllt, so erfolgt die Ertragserfassung bei Übergang von Nutzen und Gefahr. Wird erwartet, dass die Kosten aus einem Fertigungsauftrag die vertraglich vereinbarten Erlöse überschreiten, so wird der erwartete Gesamtverlust aus dem Auftrag unverzüglich und vollumfänglich der Gesamtergebnisrechnung belastet.

Der Fertigstellungsgrad der Fertigungsaufträge ergibt sich aus dem Verhältnis der angefallenen Auftragskosten zu den insgesamt geschätzten Auftragskosten („Cost-to-Cost“-Methode) oder richtet sich anteilig nach der verbrauchten Zeit („efford expended“-Methode), sofern von einem linearen Projektfortschritt ausgegangen werden kann.

Die Waren in Arbeit werden zu Herstellkosten bilanziert.

Sachanlagen

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen bilanziert. Als Anschaffungskosten gelten dabei alle Kosten, um das Anlagegut in den vorgesehenen funktionsfähigen Zustand zu bringen. Fremdkapitalzinsen sind Bestandteil der Anschaffungskosten, sofern diese dem Anlagegut zugeordnet werden können. Spätere Unterhaltskosten werden dann aktiviert, wenn dadurch entweder die Betriebsdauer verlängert oder die Produktionskapazität gesteigert wird. Nicht wertvermehrende Unterhaltsarbeiten und Reparaturen werden erfolgswirksam erfasst. Komponenten einer Sachanlage mit unterschiedlichen Nutzungsdauern werden einzeln erfasst und abgeschrieben. Abschreibungen werden linear über die geschätzte Lebensdauer verbucht. Grundstücke werden grundsätzlich nicht abgeschrieben. Allfällige Wertminderungen im Sinne von Impairments (siehe gesonderten Abschnitt) werden dann erfasst, wenn der Buchwert nicht mehr werthaltig erscheint. Diese Wertminderungen werden gesondert ausgewiesen.

In der Regel gelten die folgenden Abschreibungsdauern:

Gebäude: 20 bis 40 Jahre

Maschinen und Einrichtungen: 5 bis 15 Jahre

Fahrzeuge: 3 bis 5 Jahre

IT Hardware: 2 bis 5 Jahre

Aktivierte Kosten in gemieteten Räumlichkeiten, die fest mit diesen Räumlichkeiten verbunden sind, werden maximal über die vertraglich vereinbarte Mietdauer abgeschrieben.

Zuwendungen der öffentlichen Hand (erhaltene Fördermittel) für Vermögenswerte (meist Sachanlagen) werden von den Anschaffungs- oder Herstellungskosten des betreffenden Vermögenswertes in Abzug gebracht. Da die Fördermittel in der Regel an bestimmte Bedingungen geknüpft sind, deren Verletzung die Rückzahlung zur Folge hätte, werden die erhaltenen Fördermittel zudem als Eventualverbindlichkeiten offengelegt.

Immaterielle Anlagen

Als immaterielle Anlagen gelten insbesondere Goodwill, Patente, Software sowie gewisse Entwicklungskosten. Letztere werden aktiviert, wenn die technische und marktmässige Realisierbarkeit als gegeben erscheint, die Kosten zuverlässig bestimmbar sind sowie aufgrund der Absatzmärkte die Kosten als realisierbar betrachtet werden. Die immateriellen Werte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert und über die erwartete Nutzungsdauer linear amortisiert. Etwaige Wertminderungen im Sinne von Impairments werden dann erfasst, wenn der Buchwert nicht mehr werthaltig erscheint. Diese Wertminderungen werden gesondert ausgewiesen.

Die immateriellen Werte (mit Ausnahme von Goodwill) haben eine begrenzte Lebensdauer und werden wie folgt amortisiert:

Patente und Marken: max. 10 Jahre

Aktivierte Entwicklungskosten: 3 bis 5 Jahre, max. 10 Jahre

Software: 2 bis 5 Jahre

Wertminderungen (Impairment)

Die Werthaltigkeit von Anlagevermögen (Sachanlagen, immaterielle Anlagen) wird überprüft, wenn aufgrund von Ereignissen oder veränderten Umständen eine Überbewertung möglich erscheint. Die Werthaltigkeit des Goodwills wird mindestens jährlich überprüft. Übersteigt dabei der Buchwert den sogenannten erzielbaren Betrag (Marktwert abzüglich Veräusserungskosten oder höherer Nutzungswert), erfolgt eine sofortige Wertminderung des Buchwertes auf den netto realisierbaren Wert. Bei der Berechnung des Nutzungswertes werden die zukünftigen Geldflüsse mit einem Vorsteuer-Diskontsatz abgezinst. Dieser Diskontsatz reflektiert die aktuellen Markteinschätzungen und die Risiken der entsprechenden Aktiven.

Leasingverträge (Finanzierungsleasing)

Finanzierungs-Leasingverträge, die den Besitzer hinsichtlich Nutzen und Gefahr einem Eigentümer gleichsetzen, werden wie normale Käufe von Sachanlagen oder immateriellen Werten bilanziert. Das Aktivum sowie die entsprechende Leasingschuld werden dabei zu Verkehrswerten oder zum tieferen Netto-Barwert der geschuldeten Leasingraten bilanziert. Die Abschreibung des Leasingguts erfolgt über die Nutzungs- oder die kürzere Vertragsdauer, sofern es nicht als gesichert erscheint, dass das Leasinggut bei Vertragsende auf den Leasingnehmer übergeht. Operating-Leasing wird nicht bilanziert, aber im Anhang offengelegt. Die Leasingraten werden in der Gesamtergebnisrechnung erfasst, wobei etwaigen ausserordentlichen Elementen (z. B. Incentives zu Beginn der Vertragsdauer) entsprechend Rechnung getragen wird.

Finanzanlagen

Die Finanzanlagen enthalten an Dritte gewährte Darlehen sowie Kautionen. Finanzanlagen werden je nach Charakter (siehe Abschnitt „Finanzielle Aktiven und Verbindlichkeiten“) zum Marktwert bzw. zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der „effective interest rate method“ verbucht. Erfolge aus diesen Finanzanlagen werden im Finanzergebnis verbucht.

Kurzfristiges Fremdkapital

Es handelt sich um Fremdkapital mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Es umfasst auch den Teil der langfristigen Verbindlichkeiten, der innerhalb eines Jahres zur Tilgung fällig wird.

Passive Rechnungsabgrenzung

In den passiven Rechnungsabgrenzungen werden einerseits Aufwendungen der Jahresabschlussperiode verbucht, für die noch keine Belege vorhanden sind. Anderseits werden hier auch im Voraus erhaltene Erträge der Jahresabschlussperiode verbucht, für die noch Leistungen erbracht werden müssen. Insbesondere im Segment Feintool Fineblanking Technology kommt es vor, dass den Kunden Feinschneidpressen in Rechnung gestellt werden, aber noch nicht alle Lieferantenrechnungen eingetroffen oder alle vertraglich geregelten Arbeiten für die Presse erfolgten.

Rückstellungen

Rückstellungen werden gebildet, wenn a) aus einem Ereignis der Vergangenheit eine gegenwärtige Verpflichtung entstanden ist, b) der Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen zur Erfüllung dieser Verpflichtung wahrscheinlich ist und c) eine verlässliche Schätzung der Höhe der Verpflichtung möglich ist. Es erfolgen keine Rückstellungen für künftige operative Verluste. Rückstellungen für Restrukturierungen werden zu dem Zeitpunkt gebildet, zu dem sich die Konzerngesellschaft zur Durchführung faktisch verpflichtet, indem sie den Plan den betroffenen Personen offenlegt und sofern die Kosten aufgrund eines Detailplans zuverlässig bestimmt werden können. Die Verbuchung der Auflösung von nicht mehr benötigten Rückstellungen erfolgt zu dem Zeitpunkt, zu dem der Sachverhalt, für den die Rückstellung erfasst worden ist, entweder nicht mehr existiert oder mit grosser Wahrscheinlichkeit nicht mehr eintreten wird.

Latente Steuern

Latente Steuern werden unter Anwendung der „balance-sheet-liability-method“ berücksichtigt. Entsprechend dieser Methodik werden die ertragssteuerlichen Auswirkungen von temporären Differenzen zwischen den konzerninternen und den steuerlichen Bilanzwerten als langfristiges Fremdkapital bzw. Anlagevermögen erfasst. Massgebend sind die tatsächlichen oder die zu erwartenden lokalen Steuersätze. Passive latente Steuern werden auf allen steuerbaren temporären Differenzen berechnet. Latente Steuerforderungen, einschliesslich solcher auf steuerlich verwendbaren Verlustvorträgen sowie auf zu erwartenden Steuergutschriften werden nur dann berücksichtigt, wenn es wahrscheinlich ist, dass zukünftige Gewinne verfügbar sind, die die Realisierung von Verlustvorträgen und Steuergutschriften ermöglichen.

Die Veränderung der latenten Steuern wird erfolgswirksam erfasst, mit der Ausnahme der latenten Steuern auf direkt im sonstigen Ergebnis erfassten Sachverhalten, die ebenfalls im sonstigen Ergebnis erfasst werden.

Aktienbezogene Vergütungen

Aktien werden als Bestandteil des Bonus im Umfang eines vertraglich vordefinierten Betrags der Gruppenleitung abgegeben. Einzelne Mitglieder des Verwaltungsrates erhalten eine vertraglich vordefinierte Anzahl Aktien als Bonus zugeteilt.

Personalvorsorge

Der Konzern hat verschiedene Vorsorgesysteme für die Mitarbeitenden, die sich je nach Umfeld der jeweiligen Gesellschaft unterscheiden. Die Finanzierung der Vorsorgesysteme erfolgt durch Beiträge des Arbeitgebers und/oder der Arbeitnehmenden an staatliche Vorsorgepläne, an rechtlich selbstständige Vorsorgesysteme (Stiftungen, Versicherungen) oder durch Bildung einer entsprechenden Rückstellung in der Bilanz der Gesellschaft.

Bei beitragsorientierten Plänen entspricht der periodengerecht abgegrenzte Aufwand den vereinbarten Beiträgen der Konzerngesellschaften. Bei leistungsorientierten Plänen werden die Kosten durch aktuarische Gutachten von unabhängigen Experten gemäss der „projected unit credit method“ berechnet. Die Berechnungen werden periodisch aktualisiert. Im Falle von separaten Vorsorgeeinrichtungen handelt es sich um sogenannte „funded plans“, im Falle von vereinbarten Zusagen der Konzerngesellschaften selbst um „unfunded plans“. Die bilanzierte Verpflichtung ergibt sich aus der durch den Aktuar bestimmten „defined benefit obligation“, gekürzt um etwaige, zum Marktwert erfasste Aktiven.

Der in der Gesamtergebnisrechnung verbuchte Aufwand entspricht den versicherungsmathematisch ermittelten Kosten, abzüglich der Beiträge der Arbeitnehmenden. Dieser setzt sich zusammen aus:

  • Dienstzeitaufwand der laufenden Periode
  • Zinsen auf Nettoschuld aus leistungsorientierten Vorsorgeverpflichtungen
  • Neubewertungen aus leistungsorientierten Vorsorgeverpflichtungen

Der laufende Dienstzeitaufwand wird im Personalaufwand erfasst. Ebenfalls im Personalaufwand erfasst werden die Auswirkungen aus Veränderungen der Leistungen aus Vorsorgeplänen aufgrund Planänderungen. Die Zinsen auf der Nettoschuld aus leistungsorientierten Vorsorgeplänen werden im Finanzaufwand erfasst. Der Aufwand resp. der Ertrag aus Neubewertungen werden im sonstigen Ergebnis der Gesamtergebnisrechnung erfasst.

Andere langfristige Zusagen an die Mitarbeitenden wie Dienstjubiläen oder „sabbatical leave programs“ werden nach der gleichen Methodik erfasst mit der Ausnahme, dass versicherungstechnischen Veränderungen im Personalaufwand erfasst werden.

Eigenkapital

Das Eigenkapital stellt den sogenannten Residualwert (Aktiven abzüglich Fremdkapital) dar. Die Kapitalreserven ergeben sich aus Agiozahlungen der Aktionäre, aus Transaktionen mit eigenen Aktien, aus Mitarbeiteroptionen und dem Marktwert des Wandelrechts bei der seinerzeitigen Ausgabe von Wandelanleihen. Die Gewinnreserven beinhalten thesaurierte Erfolge des Konzerns sowie die Neubewertung der Nettoschuld (Vermögenswert) aus leistungsorientierten Vorsorgeplänen. Vom Eigenkapital werden erworbene eigene Aktien zu den Anschaffungskosten in Abzug gebracht. Übrige Zahlungen aus Eigenkapitalinstrumenten (Derivate, denen die Eigenschaft von Eigenkapital zukommt) werden ebenfalls direkt im Eigenkapital verbucht.

UMSATZ- UND GEWINNREALISIERUNG

Nettoumsatz

Der Nettoumsatz aus Warenverkäufen und Dienstleistungen entspricht dem Umsatz nach Steuern, Gutschriften und Rabatten. Die Umsatzverbuchung erfolgt, mit Ausnahme derjenigen Fertigungsaufträge, die nach der „percentage of completion method“ (POC) abgerechnet werden (vgl. Abschnitt Nettoguthaben aus Fertigungsaufträgen/Waren in Arbeit auf Seite 42 dieses Berichts), bei Übergang von Nutzen und Gefahr.

Die Warenverkäufe bestehen aus den Verkäufen von Maschinen inkl. Peripherie, Werkzeugen, Automationsanlagen, Feinschneid- und Umformteilen sowie Ersatzteilen. Als Dienstleistungserträge werden Erträge aus Serviceleistungen an Maschinen und Anlagen erfasst.

Übriger Betriebsertrag/-aufwand

Der übrige Betriebsertrag enthält Gewinne aus dem Verkauf von Sachanlagen und Beteiligungen sowie diverse kleinere Erträge wie Einnahmen aus Personalrestaurants, an Dritte verrechnete IT-Leistungen und Mieterträge aus Liegenschaften.

Der übrige Betriebsaufwand enthält die operativen Betriebskosten mit Ausnahme des Material- und Personalaufwandes sowie den Abschreibungen.

Gewinne/Verluste aus dem Verkauf von Sachanlagen werden zum Zeitpunkt des Eigentumsübertrages und der damit verbundenen Übertragung von Nutzen und Gefahr erfasst.

Forschung und Entwicklung

Auftragsbezogene, vergütete Entwicklungskosten werden in den Waren in Arbeit aktiviert. Forschungs- und Entwicklungskosten werden im Jahr der Aufwendung der Gesamtergebnisrechnung voll belastet, sofern diese nicht aktiviert werden. Entwicklungskosten für neue Produkte werden nur dann aktiviert, wenn die technische und marktmässige Realisierbarkeit als gegeben erscheint, die Kosten zuverlässig bestimmbar sind und es wahrscheinlich ist, dass der Feintool der erwartete künftige wirtschaftliche Nutzen aus dem Vermögenswert zufliessen wird.

Zinsen

Zinsen werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode erfasst. Noch nicht erhaltene Zinsen werden per Bilanzstichtag in den aktiven Rechnungsabgrenzungen erfasst. Der Ausweis von Zinsen erfolgt in der Gesamtergebnisrechnung im Finanz-ertrag.

1 Segmentinformationen

1 Segmentinformationen
1.1 Produkte und Dienstleistungen 2016 in CHF 1 000 Fineblanking Technology System Parts Total Segmente Finanzen/ Übrige Elimina- tionen Total Gruppe
Nettoumsatz 92 718 479 298 572 016 -19 779 552 237
- Ertrag mit anderen Segmenten -19 766 -13 -19 779 19 779
Total Nettoumsatz Gruppe 72 952 479 285 552 237 552 237
             
Bruttomarge vor Effekt Planänderung 1) 36 881 190 462 227 343 -4 802 222 541
Effekt Planänderung im Geschäftsjahr 2) 1 940 1 264 3 204   3 204
Bruttomarge nach Effekt Planänderung 1) 38 821 191 726 230 547 -4 802 225 745
             
EBITDA vor Effekt Planänderung 7 105 75 895 83 000 -4 929 -2 086 75 985
Effekt Planänderung im Geschäftsjahr 2) 3 880 2 528 6 408 675   7 083
EBITDA nach Effekt Planänderung 10 985 78 423 89 408 -4 254 -2 086 83 068
             
Abschreibungen und Amortisationen -2 790 -31 538 -34 328 -1 990 1 672 -34 646
             
Betriebsergebnis (EBIT) vor Effekt Planänderung 4 315 44 357 48 672 -6 919 -414 41 339
Effekt Planänderung im Geschäftsjahr 2) 3 880 2 528 6 408 675   7 083
Betriebsergebnis (EBIT) nach Effekt Planänderung 8 195 46 885 55 080 -6 244 -414 48 422
             
Finanzaufwand           -11 716
Finanzertrag           8 527
Gewinnsteuern           -13 171
             
Konzernergebnis zurechenbar Feintool Holding Aktionäre           32 062
             
Aktiven 68 108 383 285 451 393 215 299 -135 952 530 740
Nettoumlaufvermögen 3) 13 207 60 993 74 200 -3 638 -130 70 432
Investitionen in Sach- und immaterielle Anlagen (inkl. Leasing) 2 872 71 680 74 552 2 540 -2 238 74 854
Personalbestand 242 1 962 2 204 35 2 239
1.2 Geografische Regionen 2016 Schweiz Europa ohne Schweiz Amerika Asien Total
Nettoumsatz Gruppe 4)       11 130 276 476 168 751 95 880 552 237
davon Deutschland         203 741      
davon Japan             41 291  
davon China             35 298  
Sach- und immaterielle Anlagen       39 604 106 417 85 511 24 326 255 858
1.3 Produkte und Dienstleistungen 2015 in CHF 1 000 Fineblanking Technology System Parts Total Segmente Finanzen/ Übrige Elimina- tionen Total Gruppe
Nettoumsatz 87 779 438 018 525 797 -16 861 508 936
- Ertrag mit anderen Segmenten -16 854 -7 -16 861 16 861
Total Nettoumsatz Gruppe 70 925 438 011 508 936 508 936
             
Bruttomarge 1) 34 449 165 896 200 345 -63 -4 451 195 831
             
EBITDA 6 174 61 832 68 006 -4 668 -1 916 61 422
Abschreibungen und Amortisationen -1 601 -26 045 -27 646 -2 348 1 473 -28 521
Betriebsergebnis (EBIT) 4 573 35 787 40 360 -7 016 -443 32 901
             
Finanzaufwand           -17 755
Finanzertrag           14 068
Gewinnsteuern           -9 139
             
Konzernergebnis zurechenbar Feintool Holding Aktionäre           20 075
             
Aktiven 66 099 332 757 398 856 121 552 -93 515 426 893
Nettoumlaufvermögen 3) 11 216 60 651 71 867 -1 543 -70 70 254
Investitionen in Sach- und immaterielle Anlagen (inkl. Leasing) 854 31 290 32 144 870 -1 217 31 797
Personalbestand 237 1 780 2 017 32 2 049
1.4 Geografische Regionen 2015 Schweiz Europa ohne Schweiz Amerika Asien Total
Nettoumsatz Gruppe 3)       4 907 253 989 163 026 87 014 508 936
davon Deutschland         187 885      
davon Japan             39 302  
davon China             33 080  
Sach- und immaterielle Anlagen       34 187 79 684 75 644 25 344 214 859

Die nachfolgenden Fussnoten gelten für die Geschäftsjahre 2016 und 2015.

1) Die Bruttomarge errechnet sich aus dem Nettoumsatz, abzüglich Materialkosten, Veränderung Halb- und Fertigfabrikate, Waren in Arbeit und direkten Personalkosten.

2) Im Geschäftsjahr 2016 wurde in der Schweizer Pensionskasse eine Reglementsänderung beschlossen, welche gemäss IAS 19 einen positiven Einmaleffekt von TCHF 7 083 auf die Gesamtergebnisrechnung hat. Es wird ausserdem auf Ziffer 6 des Anhangs verwiesen.

3) Das Nettoumlaufvermögen setzt sich zusammen aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, den Warenvorräten, dem Nettoguthaben aus Fertigungsaufträgen/Waren in Arbeit sowie aktiven Rechnungsabgrenzungsposten abzüglich der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Kundenanzahlungen sowie passiven Rechnungsabgrenzungsposten.

4) Der Nettoumsatz ist aufgrund des Domizils des Kunden auf die Länder zugeteilt.

Das Segment Fineblanking Technology beinhaltet die Entwicklung, Herstellung und den Verkauf von Pressen, Werkzeugen, Peripheriesystemen und alle damit zusammenhängenden Dienstleistungen.

Das Segment System Parts entwickelt, produziert und verkauft hochpräzise Systemkomponenten und Baugruppen unter Nutzung der Feinschneid- und Umformtechnologie.

Finanzen/Übrige beinhalten im Wesentlichen die Zahlen der Feintool International Holding AG, der deutschen Subholding Feintool Holding GmbH sowie der sich in der Subholding HL Holding AG und der Immobiliengesellschaften.

Das Betriebsergebnis beinhaltet alle operativen Erträge und Aufwendungen, die in den entsprechenden Segmenten direkt anfallen. Darin enthalten sind segmentübergreifend anfallende Aufwendungen, die direkt „at arm's length“ verrechnet werden. Die Finanzierung von Feintool erfolgt auf Gruppenebene. Daher werden Finanzaufwand und Finanzertrag sowie Steuern lediglich auf Gruppenebene ausgewiesen und erscheinen somit nicht in den Segmentreportings. Feintool erzielt mit einem Kunden 17.1 % (Vorjahr 16.4 %) des Gruppenumsatzes. Der Ertrag fällt in allen Segmenten an.

Eine Überleitung von den Zahlen aus dem Management Reporting zum Financial Reporting entfällt, da die interne und externe Berichterstattung den gleichen Bewertungsgrundsätzen unterliegen.

2 erwerb von beteiligungen

Am 30. März 2015 übernahm die Feintool Holding GmbH, Amberg, eine 100 % Tochtergesellschaft der Feintool International Holding AG, 100 % der Gabler Feinschneidtechnik GmbH, Oelsnitz. Das Unternehmen wurde am 15. April 2015 in Feintool System Parts Oelsnitz GmbH umfirmiert.

  01.01. - 31.12.2016 01.04. - 31.12.2015
2.1 Ergebnisse der akquirierten Beteiligungen in CHF 1 000 in CHF 1 000
Umsatz 9 196 3 244
EBIT -3 764 -1 036
2.2 Erbrachte Gegenwerte für die akquirierten Beteiligungen in CHF 1 000
Flüssige Mittel 6 751
Total erbrachte Gegenwerte 6 751
2.3 Identifizierbare Aktiven und Passiven in CHF 1 000
Flüssige Mittel 460
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen/übrige Forderungen 1 447
Vorräte 155
Waren in Arbeit 205
Sachanlagen 6 329
Immaterielle Anlagen 1) 1 090
Finanzielle Verbindlichkeiten -3 658
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen/übrige Verbindlichkeiten -654
Rückstellungen -546
Latente Steuerverbindlichkeiten -435
Netto identifizierbare Aktiven 4 393

1)In den immateriellen Anlagen ist hauptsächlich der Wert für bestehende Kundenaufträge und -beziehungen, sowie technisches Know-How enthalten.

2.4 Goodwill zum Erwerbszeitpunkt in CHF 1 000
Total erbrachte Gegenwerte 6 751
Netto identifizierbare Aktiven -4 393
Goodwill 1) 2 358

1)Goodwill zu historischen Kursen zum Erwerbszeitpunkt.

3 nicht weitergeführte Bereiche

Nicht weitergeführte Bereiche enthalten die am 31. Juli 2014 veräusserte IMA Automation Amberg GmbH, Amberg sowie deren Betriebsliegenschaft.

Im Geschäftsjahr 2015 konnten Rückstellungen, welche für nachlaufende Arbeiten in Zusammenhang mit dem Ausscheiden der IMA Automation Amberg GmbH gebildet wurden, erfolgswirksam aufgelöst werden. Der Effekt aus den nicht weitergeführten Bereiche entsprach TCHF 720. Im laufenden Geschäftsjahr kam es zu keinem Effekt aus nicht weitergeführten Bereichen.

4 Nettoumsatz

4 Nettoumsatz
  2016 2015
  in CHF 1 000 in CHF 1 000
Bruttoumsatz 1) 560 062 514 006
Erlösminderungen -7 825 -5 070
Total Nettoumsatz 552 237 508 936

1)Vom Bruttoumsatz werden insgesamt TCHF 37 896 (Vorjahr TCHF 36 106) aus Fertigungsaufträgen (POC) ermittelt.

5 aktivierte eigenleistungen

5 aktivierte eigenleistungen
  2016 2015
  in CHF 1 000 in CHF 1 000
Selbst hergestellte Pressen 1 091 1 472
Selbst hergestellte Werkzeuge 2 799
Aktivierte Entwicklungskosten 1 631 683
Übrige aktivierte Eigenleistungen 82 238
Total aktivierte Eigenleistungen 5 603 2 393

6 Personalaufwand

6 Personalaufwand
  2016 2015
  in CHF 1 000 in CHF 1 000
Löhne und Gehälter 1) 130 954 122 715
Sozialaufwand 23 491 22 534
Übriger Personalaufwand 4 596 4 027
Total Personalaufwand 159 041 149 276
davon direkter Personalaufwand 2) 80 550 74 288
davon indirekter Personalaufwand 78 491 74 988

1)Im Geschäftsjahr 2016 wurde in der Schweizer Pensionskasse eine Reglementsänderung beschlossen, welche eine stufenweise Senkung des Umwandlungssatzes von 6.2 % auf 5.2 % mit sich zieht. Diese Änderung hat im Geschäftsjahr einen positiven Einmaleffekt von TCHF 7 083 auf die Gesamtergebnisrechnung. Der Einmaleffekt ist in den Löhnen und Gehälter enthalten. Vergleiche dazu auch Ziffer 1 und 27 im Anhang.

2)Der direkte Personalaufwand entspricht dem Personalaufwand für Mitarbeitende, die direkt dem Fertigungsprozess zugeordnet werden können. Der Effekt aus der Reglementsänderung der Schweizer Pensionskasse auf den direkten Personalaufwand beträgt TCHF 3 542.

Die Gruppe beschäftigte am Ende des Geschäftsjahres 2 239 Mitarbeitende (Vorjahr 2 049) und 68 Lernende (Vorjahr 75).

7 Übriger Betriebsaufwand

7 Übriger Betriebsaufwand
  2016 2015
  in CHF 1 000 in CHF 1 000
Unterhalt und Reparaturen 49 838 44 768
Miete und Leasing 5 052 4 721
Verkaufs- und Marketingkosten 2 698 1 797
Verwaltungs- und Vertriebsaufwand 10 263 10 308
Verlust aus Verkauf von Sachanlagen 106 83
Abgaben und Steuern (ohne Ertragssteuern) 1 244 748
Sonstiger Aufwand 2 568 1 518
Total übriger Betriebsaufwand 71 769 63 943

8 Übriger Betriebsertrag

8 Übriger Betriebsertrag
  2016 2015
  in CHF 1 000 in CHF 1 000
Gewinn aus Verkauf von Sachanlagen 310 291
Sonstiger Ertrag 1) 1 670 1 838
Total übriger Betriebsertrag 1 980 2 129

1)In der Position „Sonstiger Ertrag“ sind u. a. Erlöse aus Betriebsrestaurants, Untervermietungen, sowie der Erlös aus Versicherungsentschädigungen enthalten.

9 Finanzaufwand

9 Finanzaufwand
  2016 2015
  in CHF 1 000 in CHF 1 000
Zinsaufwand 2 829 2 675
Übriger Finanzaufwand (1) 937 1 275
Währungsverluste 7 950 13 805
Total Finanzaufwand 11 716 17 755

1)Der übrige Finanzaufwand enthält neben Bankspesen auch den jährlichen Anteil der Kosten des Schuldscheins/Konsortialkredites, Kosten für market making, Bewertungsaufwand aus Swap-Geschäften sowie Zinsaufwendungen für die Rückstellung aus Personalvorsorge.

10 Finanzertrag

10 Finanzertrag
  2016 2015
  in CHF 1 000 in CHF 1 000
Zinsertrag 124 193
Übriger Finanzertrag 1) 1 14
Währungsgewinne 8 402 13 861
Total Finanzertrag 8 527 14 068

1)Der übrige Finanzertrag enthält Erträge aus Bewertung von Swap-Geschäften sowie den Erfolg aus Verzinsung einer Mietkaution.

11 Gewinnsteuer

11 Gewinnsteuer
  2016 2015
11.1 Analyse der Gewinnsteuer in CHF 1 000 in CHF 1 000
Steuergutschriften/-belastungen des Geschäftsjahres 9 498 5 347
Steuergutschriften/-belastungen aus Vorjahren -1 161 -343
Latente Gewinnsteuern 4 834 4 135
Total Gewinnsteuern 13 171 9 139
  2016 2015
11.2 Analyse der Steuerbelastung in CHF 1 000 in CHF 1 000
Ergebnis vor Steuern 1) 45 233 29 934
     
Gewichteter Steuersatz in % 2) 29.3 % 35.5 %
Erwarteter Gesamtsteueraufwand 13 267 10 617
     
Steuerlich nicht absetzbare Aufwendungen 95 68
Nicht zu versteuernde Erträge -209 -38
Nichtaktivierung steuerlicher Verlustvorträge aus dem laufenden Jahr 3) 2 779 971
Verwendung nicht bilanzierter Verlustvorträge aus den Vorjahren -189 -777
Aktivierung früher nicht angesetzter Verlustvorträge 4) -1 380 -3 948
Neubeurteilung latenter Steuerforderungen/-verbindlichkeiten 60 2 019
Verwendung von nicht angesetzten abzugsfähigen temporären Differenzen -221 -175
Steuergutschriften/-belastungen aus Vorjahren 5) -1 161 -343
Auswirkungen von Steuersatzänderungen 137 250
Übrige Einflüsse -7 495
Effektiver Gewinnsteueraufwand 13 171 9 139
Effektiver Gewinnsteueraufwand in % 29.1 % 30.5 %

1)Das Ergebnis vor Steuern enthält im Vorjahr auch die nicht weitergeführten Bereiche.

2)Der gewichtete Steuersatz errechnet sich aus den voraussichtlich anwendbaren Gewinnsteuersätzen der einzelnen Konzerngesellschaften in den jeweiligen Steuerhoheitsgebieten. Er kann sich naturgemäss nach Höhe der einzelnen Gewinne verändern. Die Senkung des erwarteten Steuersatzes ist auf Gesellschaften in der Schweiz, Deutschland und Japan zurückzuführen.

3)Die Nichtaktivierung steuerlicher Verlustvorträge aus dem laufenden Jahr betrifft Gesellschaften in der Schweiz, China und Deutschland.

4)Die Aktivierung früher nicht angesetzer Verlustvorträge betrifft Gesellschaften in der Schweiz und in Deutschland.

5)Die Steuergutschriften/-belastungen betreffen insbesondere die Gesellschaften in den USA.

12 Latente Steuern

12 Latente Steuern
    31.12.2016 31.12.2015
12.1 Buchwerte (Latente Steuern) in CHF 1 000 Latente Steuer- forderungen Latente Steuer- verbindlichkeiten Latente Steuer- forderungen Latente Steuer- verbindlichkeiten
Latente Steuern aufgrund zeitlicher Differenzen        
Umlaufvermögen 2 707 1 574 2 335 1 241
Anlagevermögen 6 112 30 472 9 610 29 255
Rückstellungen und übrige Verbindlichkeiten 2 899 982 3 072 1 009
Personalvorsorge 13 279 191 12 641
Verlustvorträge 14 120 12 905
Übrige zeitliche Differenzen 2 2 129 2
Total Bruttowerte 39 118 33 222 40 692 31 507
Netting -21 780 -21 780 -22 581 -22 581
Total Buchwerte 17 338 11 442 18 111 8 926
davon in der Bilanz ausgewiesen als latente Steuerforderungen 17 338   18 111  
davon in der Bilanz ausgewiesen als latente Steuerverbindlichkeiten   11 442   8 926
Netto latente Steuerforderungen 5 896   9 185  
    31.12.2016 31.12.2015
12.2 Nachweis latenter Steuern in CHF 1 000 Latente Steuer- forderungen Latente Steuer- verbindlichkeiten Latente Steuer- forderungen Latente Steuer- verbindlichkeiten
Beginn Periode 9 185   12 855  
Bildung und Auflösung von zeitlichen Differenzen -4 834   -4 135  
Zeitliche Differenzen aus dem Erwerb/Verkauf von Gesellschaften   -435  
Zeitliche Differenzen, welche direkt ins Eigenkapital gebucht werden 1 632   1 096  
Umrechnungsdifferenzen -87   -196  
Ende Periode 5 896   9 185  

Die zeitlichen Differenzen aus dem Erwerb/Verkauf von Gesellschaften im Vorjahr stammen aus dem Kauf der Feintool System Parts Oelsnitz GmbH.

12.3 Nicht aktivierte Steuerforderungen

Latente Steuerforderungen, einschliesslich solcher auf steuerlich verwendbaren Verlustvorträgen sowie auf zu erwartenden Steuergutschriften, werden nur dann berücksichtigt, wenn es wahrscheinlich ist, dass zukünftige Gewinne verfügbar sind, gegen die die genannten Aktiven steuerlich verwendet werden können.

  31.12.2016 31.12.2015
12.4 Steuerliche Verlustvorträge in CHF 1 000 in CHF 1 000
Total steuerliche Verlustvorträge 56 352 62 552
Davon aktivierte Verlustvorträge 41 903 42 222
Total unberücksichtigte steuerliche Verlustvorträge 14 449 20 330
davon verfallen innerhalb eines Jahres 4 254 5 474
davon verfallen zwischen einem bis fünf Jahren 7 285 11 973
davon verfallen in mehr als fünf Jahren 2 911 2 883
Steuereffekt auf unberücksichtigte steuerliche Verlustvorträge 3 692 4 746

Die Gewinnsteuer und die Angaben der Steuerbelastung sind in Ziffer 11 des Anhangs dargestellt.

13 Konzerngewinn pro Aktie

13 Konzerngewinn pro Aktie
  2016 2015
13.1 Durchschnittliche Anzahl ausgegebener Aktien Anzahl Anzahl
Durchschnittlicher Bestand ausgegebener Aktien 4 462 971 4 462 971
Abzüglich Anzahl eigene Aktien (gewichtet) -7 534 -13 998
Durchschnittliche Anzahl ausstehender Aktien – unverwässert 4 455 437 4 448 973
Durchschnittliche Anzahl ausstehender Aktien – verwässert 4 455 437 4 448 973
  2016 2015
13.2 Konzernergebnis Feintool-Gruppe in CHF 1 000 in CHF 1 000
Konzernergebnis Feintool-Gruppe – unverwässert 32 062 20 795
Konzernergebnis Feintool-Gruppe – verwässert 32 062 20 795

Im Geschäftsjahr sind keine Verwässerungseffekte erkannt worden.

  2016 2015
13.3 Ergebnis pro Aktie – inkl. nicht weitergeführte Bereiche in CHF in CHF
Unverwässertes Ergebnis pro Aktie 7.20 4.67
Verwässertes Ergebnis pro Aktie 7.20 4.67

Das Konzernergebnis pro Aktie errechnet sich aus dem Konzernergebnis des Geschäftsjahres dividiert durch die durchschnittlich ausstehenden Aktien. Im Geschäftsjahr sind keine Verwässerungseffekte erkannt worden.

  2016 2015
13.4 Ergebnis pro Aktie – weitergeführte Bereiche in CHF in CHF
Unverwässertes Ergebnis pro Aktie 7.20 4.51
Verwässertes Ergebnis pro Aktie 7.20 4.51

Das Konzernergebnis pro Aktie errechnet sich aus dem Konzernergebnis des Geschäftsjahres dividiert durch die durchschnittlich ausstehenden Aktien. Im Geschäftsjahr sind keine Verwässerungseffekte erkannt worden.

14 Forderungen

14 Forderungen
14.1 Forderungen aus Lieferungen und 31.12.2016 31.12.2015
Leistungen/übrige Forderungen in CHF 1 000 in CHF 1 000
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 73 253 72 464
Wertberichtigungen -2 004 -2 727
Total Forderungen aus Lieferungen und Leistungen netto 71 249 69 737
Besitzwechsel 140 303
Ausstehende Umsatzsteuerguthaben 4 325 5 435
Anzahlungen an Lieferanten 8 217 6 415
Übrige Forderungen 1 750 1 639
Total Forderungen aus Lieferungen und Leistungen/übrige Forderungen 85 681 83 529

Feintool besitzt mehrere nicht bilanzierungspflichtige Factoringprogramme. Per 31. Dezember 2016 sind TCHF 10 494 an Forderungen im Rahmen dieser Programme verkauft worden (Vorjahr TCHF 8 238).

14.2 Altersanalyse der Forderungen in CHF 1 000 Buchwerte noch nicht fällig fällig bis 30 Tage fällig 31 bis 90 Tage fällig 91 bis 180 Tage fällig über 180 Tage
31.12.2016            
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 73 253 60 316 5 340 1 510 3 597 2 490
Wertberichtigungen -2 004          
Total Forderungen netto 71 249          
             
31.12.2015            
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 72 464 56 564 8 447 2 881 2 192 2 380
Wertberichtigungen -2 727          
Total Forderungen netto 69 737          
  2016 2015
14.3 Wertberichtigungen auf Forderungen in CHF 1 000 in CHF 1 000
Beginn Periode -2 727 -2 569
Umrechnungsdifferenzen -4 69
Bildung -155 -805
Auflösung 753 550
Verbrauch 129 28
Ende Periode -2 004 -2 727

15 Vorräte

15 Vorräte
  31.12.2016 31.12.2015
  in CHF 1 000 in CHF 1 000
Rohmaterial 25 880 23 418
Halb- und Fertigfabrikate 36 643 32 519
Wertberichtigungen auf Vorräten -17 441 -14 897
Total Vorräte 45 082 41 040

16 Nettoguthaben aus Fertigungsaufträgen/Waren in arbeit

16 Nettoguthaben aus Fertigungsaufträgen/Waren in arbeit
  31.12.2016 31.12.2015
  in CHF 1 000 in CHF 1 000
Fertigungsaufträge in Arbeit (POC) 15 658 16 954
Waren in Arbeit 20 765 22 312
Anzahlungen -8 453 -5 125
Wertberichtigungen auf Fertigungsaufträgen -926 -2 711
Total Nettoguthaben aus Fertigungsaufträgen 27 044 31 430

Die verbuchte Bruttomarge auf den per Bilanzstichtag bestehenden „Fertigungsaufträge in Arbeit (POC)“ beläuft sich auf 38.9 % (Vorjahr 33.5 %).

17 Aktive Rechnungsabgrenzungen

17 Aktive Rechnungsabgrenzungen
  31.12.2016 31.12.2015
  in CHF 1 000 in CHF 1 000
Vorleistungen für Kundenaufträge 1) 1 323 1 751
Emissionskosten Schuldscheindarlehen 449
Emissionskosten Syndikatskredit 90
Pachtvertrag 2) 872 1 003
Übrige aktive Rechnungsabgrenzungsposten 464 664
Total aktive Rechnungsabgrenzungen 3 108 3 508

1)Die Vorleistungen für Kundenaufträge enthalten Aufwendungen für Konstruktionen, welche einem spezifischen Auftrag zuzuordnen sind. Diese Vorleistungen werden über die Laufzeit des Auftrages linear aufgelöst.

2)Unter dem „Pachtvertrag“ wird die Differenz zwischen einer reduzierten Pacht aufgrund der Verunreinigung des Grundstückes von ursprünglich TEUR 1 500, welche über 10 Jahre (bis 31. Mai 2022) läuft, und dem marktüblichen Mietzins der Liegenschaft ausgewiesen.

18 Sachanlagen

18 Sachanlagen
18.1 Anlagespiegel   in CHF 1 000 Immobilien Maschinen Übrige Sachanlagen Total
Anschaffungskosten Stand 01.01.2015   89 378 244 673 17 072 351 123
           
Zugänge   1 206 13 917 15 439 30 562
Abgänge und Umklassierungen   198 2 133 -9 091 -6 760
Veränderungen im Konsolidierungskreis 1)   1 866 4 410 53 6 329
Umrechnungsdifferenzen   -2 788 -8 079 -895 -11 762
Stand 31.12.2015   89 860 257 054 22 578 369 492
           
Zugänge   5 899 48 808 16 799 71 506
Abgänge   -46 -8 284 -564 -8 894
Umklassierungen 2)     5 157 9 813 -14 829 141
Umrechnungsdifferenzen   724 2 478 19 3 221
Stand 31.12.2016   101 594 309 869 24 003 435 466
           
Kumulierte Abschreibungen Stand 01.01.2015   -27 501 -120 768 -7 818 -156 087
           
Zugänge   -3 237 -21 775 -1 640 -26 652
Abgänge und Umklassierungen   166 5 610 351 6 127
Umrechnungsdifferenzen   927 3 940 375 5 242
Stand 31.12.2015   -29 645 -132 993 -8 732 -171 370
           
Zugänge   -4 859 -26 151 -1 822 -32 832
Abgänge   29 7 714 516 8 259
Umrechnungsdifferenzen   -366 -1 604 -79 -2 049
Stand 31.12.2016   -34 841 -153 034 -10 117 -197 992
           
Nettobuchwerte          
Stand 31.12.2015   60 215 124 061 13 846 198 122
davon Anlagen in Leasing   26 851 26 851
Stand 31.12.2016   66 753 156 835 13 886 237 474
davon Anlagen in Leasing   34 009 34 009

1)Die Veränderung im Konsolidierungskreis betrifft die im Vorjahr gekaufte Feintool System Parts Oelsnitz GmbH.

2)In den Umklassierungen sind Umbuchungen in das immaterielle Anlagevermögen in der Höhe von TCHF -219 sowie Umbuchungen aus den Finanzanlagen in der Höhe von TCHF 360 enthalten.

Übrige Sachanlagen beinhalten Einrichtungen, Fahrzeuge und Anlagen im Bau. Die Anlagen im Bau betragen im Geschäftsjahr TCHF 8 380 (Vorjahr TCHF 8 981). Gewinne aus Anlagenverkäufen werden als übriger Betriebsertrag (Ziffer 8 des Anhangs) erfasst. Im Geschäftsjahr wurde ein Gewinn von TCHF 310 (Vorjahr TCHF 291) erzielt. Verluste aus Anlagenverkäufen werden unter übriger Betriebsaufwand (Ziffer 7 des Anhangs) verbucht. Im Geschäftsjahr betrug dieser Verlust TCHF 106 (Vorjahr TCHF 83). Per 31. Dezember 2016 bestehen in der Feintool-Gruppe Kaufverpflichtungen zum Erwerb von Sachanlagen in der Höhe von rund CHF 19.4 Mio. (Vorjahr CHF 26.3 Mio.).

19 Immaterielle Anlagen

19 Immaterielle Anlagen
19.1 Anlagespiegel in CHF 1 000 Goodwill Aktivierte Entwicklungs- kosten 1) Software Übrige immaterielle Anlagen 2) Total
Anschaffungskosten Stand 01.01.2015 8 635 2 807 4 303 9 428 25 173
           
Zugänge 746 488 1 1 235
Abgänge und Umklassierungen -5 -1 801 -1 806
Veränderungen im Konsolidierungskreis 3) 2 358 5 1 085 3 448
Umrechnungsdifferenzen -779 -143 -427 -1 349
Stand 31.12.2015 10 214 3 553 4 648 8 286 26 701
           
Zugänge 2 099 1 102 147 3 348
Abgänge -432 -1 041 -1 473
Umklassierungen   219 219
Umrechnungsdifferenzen -91 23 -33 -101
Stand 31.12.2016 10 123 5 652 5 560 7 359 28 694
           
Kumulierte Abschreibungen Stand 01.01.2015 -1 045 -3 482 -5 655 -10 182
           
Zugänge -564 -395 -910 -1 869
Umrechnungsdifferenzen 140 149 289
Stand 31.12.2015 -1 609 -3 737 -4 617 -9 963
           
Zugänge -642 -580 -590 -1 812
Abgänge 432 1 030 1 462
Umrechnungsdifferenzen -18 21 3
Stand 31.12.2016 -2 251 -3 903 -4 156 -10 310
           
Nettobuchwerte          
Stand 31.12.2015 10 214 1 944 911 3 669 16 738
Stand 31.12.2016 10 123 3 401 1 657 3 203 18 384

1)In der Gesamtergebnisrechnung wurden für Forschungs- und Entwicklungskosten inkl. Abschreibungen TCHF 4 107 (Vorjahr TCHF 3 346) belastet.

2)Übrige immaterielle Anlagen enthalten vorwiegend Patente und Lizenzen.

3)Die Veränderung im Konsolidierungskreis betrifft die im Vorjahr gekaufte Feintool System Parts Oelsnitz GmbH.

  Buchwerte
19.2 Übrige Informationen in CHF 1 000
Goodwill 31.12.2016  
Cash-generating unit System Parts Europe 3 256
Cash-generating unit System Parts Forming Europe 6 867
Total Buchwerte 10 123
   
Goodwill 31.12.2015  
Feintool System Parts Jena GmbH, Jena (D) 853
Feintool System Parts Obertshausen und Ohrdruf (D) 6 929
Feintool System Parts Oelsnitz GmbH, Oelsnitz (D) 2 432
Total Buchwerte 10 214

In der Vergangenheit wurde die cash-generating unit auf Stufe des fabrizierenden Werkes festgelegt. Im Zuge des Wachstums der vergangenen Jahre wurde die interne Organisation und Führungsstruktur von Feintool den neuen Gegebenheiten angepasst. Entscheide werden auf Stufe System Parts Europe und System Parts Forming Europe gefällt. Der Verkauf ist innerhalb der zwei Teilsegmente zentralisiert, die Aufträge werden anhand spezifischer Fähigkeiten einzelner Werke (Maschinenpark, Erfahrung der Mitarbeitenden) auf diese verteilt. Dadurch werden die Zahlungsströme für System Parts Europe und System Parts Forming Europe optimiert, diejenigen der einzelnen Produktionsstandorte aber willkürlich verändert. Aus diesem Grunde führt Feintool ab dem Geschäftsjahr 2016 die Impairment-Überlegungen ebenfalls auf Stufe System Parts Europe und System Parts Forming Europe durch. Die erzielbaren Beträge (recoverable amounts) der cash-generating units werden auf der Grundlage des Nutzungswertes (value in use) berechnet. Der Werthaltigkeitstest für den Goodwill wurde mittels der DCF-Methode (Discounted-Cashflow-Methode) ermittelt. Die Cashflows wurden mit dem WACCs von 8.1 % (Vorjahr 8.5 %) abgezinst. Nach Abzug des Fremdkapitals wurde entsprechend der Unternehmenswert netto berechnet. Die zukünftigen Cashflows basieren auf ein vom Management genehmigten Budget für einen Zeitraum von drei Jahren sowie einer erweiterten Hochrechnung von zwei Jahren zuzüglich des Residualwertes. Für die Parameter zur Ermittlung des WACCs wurde folgende Werte verwendet:

Geschäftsjahr:

2016

 

2015

Risikoloser Zinssatz:

1.6%

 

1.6%

Marktrendite:

7.6%

 

7.6%

Risikozuschlag:

2.0%

 

2.0%

Beta:

1.12

 

1.12

Wachstumsrate:

1.1%

 

0.0%

Sensitivitätsanalyse:
Würde sich der Abzinsungssatz um 1 % (nach Steuern) erhöhen, so würde bei allen cash-generating units der Nutzwert immer noch über dem Wert der Nettoaktiven plus Goodwill liegen.

20 Finanzanlagen

20 Finanzanlagen
  31.12.2016 31.12.2015
  in CHF 1 000 in CHF 1 000
Darlehen an Dritte 114 138
Forderungen aus Finanzierung von Kundenwerkzeugen 1 027 2 248
Kautionen 451 473
Finanzanlagen 1 592 2 859

Im Geschäftsjahr betrug die gewichtete durchschnittliche Verzinsung 2.4 % (Vorjahr 2.5 %). Die Darlehen an Dritte bestehen aus Wertschriften und Mitarbeiterdarlehen. Die Forderungen aus der Finanzierung von Kundenwerkzeugen beinhalten Werkzeuge, die der Kunde bestellt aber noch nicht oder nur teilweise bezahlt hat. Die Amortisation erfolgt entweder aufgrund der produzierten Teile oder aufgrund eines vereinbarten Abzahlungsplanes. Der Übergang des Eigentums erfolgt in der Regel bei der Abnahme des Werkzeuges.

21 Finanzielle Verbindlichkeiten

21 Finanzielle Verbindlichkeiten
  31.12.2016 31.12.2015
21.1 Kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten in CHF 1 000 in CHF 1 000
Kurzfristige Bankschulden 5 853 15 660
Kurzfristiger Teil der Leasingverbindlichkeiten 7 696 7 415
Kurzfristiger Teil der langfristigen Bankschulden 2 370 3 141
Total kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 15 919 26 216

Im Geschäftsjahr betrug die gewichtete durchschnittliche Verzinsung 2.5 % (Vorjahr 4.0 %).

Feintool besitzt mit acht Banken einen Syndikatskredit in Höhe von TCHF 35 000 (TCHF 25 000 für Geldkredite und TCHF 10 000 für Gewährleistungs- und Anzahlungsgarantien), der bis zum 30. Juni 2017 läuft. Im Syndikatskredit sind marktübliche Covenants definiert. Die wesentlichen Covenants sind:

- Eigenkapitalquote > 30 %

- Net Senior Debt/EBITDA < 3.0x

Am 31. Dezember 2016 war der Syndikatskredit nicht benutzt und alle Covenants eingehalten. Sollten diese Covenants nicht eingehalten werden, so hätten die Banken das Recht, die Kredite kurzfristig zu künden. Feintool verfügt insgesamt über TCHF 25 000 (Vorjahr TCHF 80 000) nicht benutzte, bestätigte Banklinien. Feintool verhandelt zur Zeit die Erhöhung / Verlängerung des Syndikatkredites mit verschiedenen Banken.

Feintool Precision System Parts in Taicang (CN) besass per 31. Dezember 2015 ein Darlehen in der Höhe von TCNY 60 000 von einer Tochtergesellschaft der Franke Artemis Group, indirekt erhalten über die Deutsche Bank China. Die Verzinsung betrug 6.6 %. Das Darlehen wurde im Laufe des Geschäftsjahres 2016 zurückgeführt.

  31.12.2016 31.12.2015
21.2 Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten in CHF 1 000 in CHF 1 000
Langfristige Leasingverbindlichkeiten 18 749 12 361
Langfristiges Schuldscheindarlehen 69 804
Langfristige Bankschulden 4 452 4 029
Total langfristige finanzielle Verbindlichkeiten 93 005 16 390

Im Geschäftsjahr betrug die gewichtete durchschnittliche Verzinsung 1.5 % (Vorjahr 3.6 %).

Am 15. Juli 2016 fand die Emission eines Schuldscheindarlehens in der Höhe von EUR 65 Mio. statt. Emittent unter Garantie der Feintool International Holding AG ist die in Deutschland ansässige Feintool Holding GmbH. Das Darlehen ist in drei Tranchen mit unterschiedlichen Laufzeiten unterteilt:

- EUR 25 Mio., Laufzeit von 5 Jahren, fester Zinssatz von 0.90 % 

- EUR 25 Mio., Laufzeit von 7 Jahren, fester Zinssatz von 1.10 % 

- EUR 15 Mio., Laufzeit von 10 Jahren, fester Zinssatz von 1.66 %

Als wesentlich einzuhaltender Covenant darf die Eigenkapitalquote von 25 % nicht unterschritten weden.

22 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen/übrige Verbindlichkeiten

22 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen/übrige Verbindlichkeiten
  31.12.2016 31.12.2015
  in CHF 1 000 in CHF 1 000
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 55 447 44 437
Anzahlungen Dritter 2 362 6 357
Schuldwechsel 5 859 7 040
Kundenzahlungen aus Factoring 1) 1 084 1 576
Verpflichtungen an die Sozialversicherungen 3 333 2 884
Ausstehende Umsatzsteuerverpflichtungen 1 113 783
Übrige Verbindlichkeiten 1 476 1 190
Total Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen/übrige Verbindlichkeiten 70 674 64 267

1)In den Kundenzahlungen aus Factoring sind noch nicht an die Factoringgesellschaft weitergeleitete Kundenzahlungen enthalten.

23 Passive RechnungsabgrenzungEN

23 Passive RechnungsabgrenzungEN
  31.12.2016 31.12.2015
  in CHF 1 000 in CHF 1 000
Abgrenzung Salär, Bonus, Überstunden, Überzeit 11 997 10 630
Ausstehende Kreditorenrechnungen 9 526 6 142
Ausstehende Inbetriebsetzungen und andere noch zu erbringende Leistungen für Kundenaufträge 10 002 9 565
Abgrenzung Umweltrisiken 1) 1 043 1 125
Übrige passive Rechnungsabgrenzungsposten 854 2 240
Total passive Rechnungsabgrenzungen 33 422 29 702

1)In Obertshausen (D) pachtet Feintool ein mit Trichlorethen (PER) verunreinigtes Grundstück. Grundsätzlich ist der Eigentümer zur Reinigung des Grundstückes verpflichtet. Unter bestimmten Voraussetzungen können staatliche Behörden auch den Pächter zur Reinigung verpflichten. Feintool hat sich verpflichtet, sich hälftig an einer Sanierung bis zu einem Wert von TEUR 1 500 zu beteiligen. Dieser Betrag ist vollständig als Verpflichtung, abzüglich geleistete Sanierungsbeiträge, ausgewiesen. Aufgrund heutiger Beurteilung hat die Verunreinigung des Pachtgrundstückes in Obertshausen keinen weiteren Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gruppe.

24 Rückstellungen

24 Rückstellungen
in CHF 1 000 Nicht kosten- deckende Aufträge Garantien Übrige Rückstellungen Total
Kurzfristige Rückstellungen 54 1 198 4 613 5 865
Langfristige Rückstellungen 1 518 1 518
Total Rückstellungen per 31.12.2015 54 2 716 4 613 7 383
         
Bildung 326 2 680 3 006
Verwendung -54 -7 -1 075 -1 136
Auflösung -468 -415 -883
Umrechnungsdifferenzen -3 -46 -49
Total Rückstellungen per 31.12.2016 2 564 5 757 8 321
davon kurzfristige Rückstellungen 1 159 5 740 6 899
davon langfristige Rückstellungen 1 405 17 1 422

Die Rückstellungen für nicht kostendeckende Aufträge werden gebildet, um erwartete Verluste aus bestehenden Aufträgen abzudecken. Die Auflösung erfolgt entsprechend dem Fortschritt der Auftragsabwicklung. In der Regel sind die Aufträge nach 12 Monaten ab Auftragseingang abgeschlossen.

Garantierückstellungen decken die geschätzten Kosten aus Garantieleistungen der Konzerngesellschaften ab, die die Gesellschaft aus vertraglichen Gründen oder aus ihrem Verhalten zu decken hat. Der Mittelabfluss erfolgt im Rahmen der Inanspruchnahme der Garantien über maximal 3 Jahre.

Die „übrigen Rückstellungen“ enthalten Rückstellungen für Schrottrückvergütungen, Kundenreklamationen, nicht weitergegebene Preisreduktionen und diverse kleine Positionen. Die erwartete Dauer des Mittelabflusses beträgt 1 bis 2 Jahre.

Im Geschäftsjahr 2013 verkaufte Feintool die Liegenschaft in White Plains (USA). Diese ist mit Tetrachlorethen (PER) verunreinigt. Feintool ist weiterhin für die Sanierung verantwortlich und ist daher dem staatlich kontrollierten „Brownfield Cleanup Program“ beigetreten. Im Rahmen dieses Programms soll das Grundstück soweit saniert werden, dass es einer neuen Benutzung zugeführt werden kann. Zurzeit bilanziert Feintool eine Rückstellung für diese Sanierung in Höhe von TCHF 398 (Vorjahr TCHF 482). Aufgrund heutiger Beurteilung ist die Rückstellung für die Sanierung von White Plains ausreichend.

25 Leasingverbindlichkeiten

25 Leasingverbindlichkeiten
  Operatives Leasing Finanzleasing
  in CHF 1 000 in CHF 1 000
Fälligkeit der Leasingverbindlichkeiten 31.12.2016    
Innerhalb eines Jahres 2 175 8 007
Zwischen einem bis fünf Jahren 2 287 19 012
In mehr als fünf Jahren 109
Total Verbindlichkeiten 4 571 27 019
     
Abzüglich Zinsanteil   -574
Total Leasingverbindlichkeiten per 31.12.2016   26 445
     
Fälligkeit der Leasingverbindlichkeiten 31.12.2015    
Innerhalb eines Jahres 916 7 742
Zwischen einem bis fünf Jahren 2 478 12 688
In mehr als fünf Jahren 1
Total Verbindlichkeiten 3 395 20 430
     
Abzüglich Zinsanteil   -654
Total Leasingverbindlichkeiten per 31.12.2015   19 776

Im Geschäftsjahr wurden TCHF 15 519 (Vorjahr TCHF 3 236) neue Finanzierungsleasingsverträge abgeschlossen.

26 Verpflichtungen aus langfristigen Mietverträgen

26 Verpflichtungen aus langfristigen Mietverträgen
  31.12.2016 31.12.2015
  in CHF 1 000 in CHF 1 000
Fälligkeit der Mietzahlungen    
Innerhalb eines Jahres 1 811 1 931
Zwischen einem bis fünf Jahren 8 249 7 185
In mehr als fünf Jahren 4 053 2 908
Total Zahlungen 14 113 12 024

27 Personalvorsorge

27 Personalvorsorge
  31.12.2016 31.12.2015
27.1 Übersicht Netto-Vorsorgeverpflichtungen in CHF 1 000 in CHF 1 000
Leistungsorientierte Vorsorgeverpflichtungen 61 115 60 585
Jubiläumsverpflichtungen 1 898 1 869
Übrige Vorsorgeverpflichtungen 87 113
Total Netto-Vorsorgeverpflichtungen 63 100 62 567

Im Vermögen der Vorsorgeeinrichtungen sind keine eigenen Aktien enthalten (Vorjahr TCHF 0). Der Konzern nutzt Vermögenswerte (Sachanlagen) der Vorsorgeeinrichtungen im Wert von TCHF 6 847 (Vorjahr TCHF 6 936). Die Position „Leistungsorientierte Vorsorgeverpflichtungen“ enthält verschiedene Vorsorgepläne in der Schweiz, Deutschland und Japan. Die Netto-Vorsorgeverpflichtung des Schweizer Planes beläuft sich auf TCHF 51 836 (Vorjahr TCHF 52 324), der deutschen Pläne auf TCHF 8 501 (Vorjahr TCHF 7 609) und des japanischen Planes auf TCHF 778 (Vorjahr TCHF 652). Aufgrund der Wesentlichkeit der Werte werden in der Ziffer 27.3 ff. nur der Schweizer Plan und die deutschen Pläne dargestellt.

Schweizer Plan

Die Mehrheit der Feintool Mitarbeitenden in der Schweiz ist bei der halbautonomen Pensionskasse der Feintool-Gruppe gegen die Risiken Alter, Tod und Invalidität versichert. Die Leistungen der Pensionskasse der Feintool-Gruppe übertreffen das Minimum, das im Bundesgesetz über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVG) vorgeschrieben wird. Die ordentlichen Arbeitgeberbeiträge umfassen Risikobeiträge von 2.2 % und Beiträge altersabhängig von 5.5 %-11.5 % des versicherten Lohnes für Gutschriften auf den individuellen Altersguthaben. Das ordentliche Pensionierungsalter ist 65 (M)/64 (F) Jahre. Mitarbeitende haben frühestens nach dem vollendeten 58. Altersjahr das Recht auf eine vorzeitige Pensionierung, wobei der Umwandlungssatz entsprechend der längeren erwarteten Rentenbezugsdauer und der bis zur Pensionierung fehlenden Beitragszahlungen gekürzt wird. Mitarbeitende können ferner die gesamte oder einen Teil der Altersrente in Kapitalform beziehen. Die Höhe der ausbezahlten Rente ergibt sich aus dem Umwandlungssatz, der bei Pensionierung auf das angesparte Altersguthaben des einzelnen Versicherten angewandt wird. Im Berichtsjahr beträgt bei einer Pensionierung im Alter von 65/64 Jahren der Umwandlungssatz 6.2 %. Danach tritt eine im Geschäftsjahr 2016 beschlossene Reglementsänderung in Kraft: Ab dem nächsten Geschäftsjahr beträgt der Umwandlungssatz 6.0 %. Danach reduziert er sich jährlich um 0.2 %, bis er im Geschäftsjahr 2021 bei 5.2 % angelangt ist. Das angesparte Altersguthaben ergibt sich aus den Arbeitnehmer- und Arbeitgebersparbeiträgen, die auf das individuelle Sparkonto jedes einzelnen Versicherten einbezahlt worden sind, sowie aus den auf dem Altersguthaben gutgeschriebenen Zinsen, den Freizügigkeitseinlagen und allfällig freiwilligen Einlagen des Versicherten. Der Zinssatz, mit dem die Altersguthaben verzinst werden, wird jedes Jahr vom Stiftungsrat festgesetzt.

Die Pensionskasse der Feintool-Gruppe hat die Rechtsform einer Stiftung. Der paritätisch durch Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertreter gebildete Stiftungsrat ist für die Führung der Stiftung verantwortlich. Die Aufgaben des Stiftungsrats der Pensionskasse sind im BVG und im Reglement der Pensionskasse festgelegt. Gemäss BVG ist eine vorübergehende Unterdeckung gestattet. Der Stiftungsrat muss Sanierungsmassnahmen einleiten, um die Unterdeckung innerhalb einer angemessenen Frist zu beheben. Gemäss BVG können zusätzliche Arbeitgeber- und Arbeitnehmerbeiträge anfallen, wenn die Pensionskasse eine signifikante Unterdeckung gemäss BVG aufweist (Unterdeckung < 90 % = erhebliche Unterdeckung; hier sind Sanierungsbeiträge unumgänglich). In diesen Fällen werden die Sanierungsbeiträge zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer aufgeteilt; der Arbeitgeber ist gesetzlich nicht verpflichtet, mehr als 50 % der zusätzlichen Beiträge zu übernehmen. Der Deckungsgrad nach BVG der Pensionskasse der Feintool-Gruppe hat per 31. Dezember 2016 91.0 % betragen (Vorjahr 91.3 %). Der Stiftungsrat ist das zentrale Steuerungs-, Koordinations- und Überwachungsorgan für die Vermögensbewirtschaftung. Das Vorsorgevermögen wird von einem mandatierten unabhängigen Finanzdienstleister verwaltet. Der Stiftungsrat bestimmt die Anlagestrategie und die taktischen Bandbreiten im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen. Innerhalb seiner Vorgaben darf der Finanzdienstleister die Vermögenszuteilung – unter Berücksichtigung der gesetzlichen Vorgaben betreffend Anlagekategorien und Bandbreiten – vornehmen. Im Berichtsjahr hat sich die Stiftungsfirma verpflichtet, zur Sanierung der Pensionskasse der Feintool-Gruppe jährlich – neben den ordentlichen Beiträgen – zusätzlich CHF 1.2 Mio. zuzuführen, bis ein Deckungsgrad von 100 % erreicht wird.

Deutsche Pläne

Bei den deutschen Plänen handelt es sich einerseits um

  • eine am 25. Juni 1998 abgeschlossenen „Betriebsvereinbarung über die Einführung einer betrieblichen Altersvorsorge“, welche zum 31. Dezember 2005 mit der Massnahme gekündet wurde, dass Neueinstellungen ab dem 1. Januar 2006 nicht mehr in das Versorgungswerk aufgenommen und bereits erworbene Ansprüche mit Stand 31. Dezember 2005 eingefroren werden
  • Einzelzusagen gegenüber gewissen Kadermitarbeitern

Danach besteht im Wesentlichen ein Anspruch auf lebenslänglich zu zahlende Vorsorgeleistungen bei Eintritt des Vorsorgefalls Alter, Invalidität und/oder Tod. Die Höhe der monatlichen Anwartschaft auf Altersrente beläuft sich nach Erreichung des Rentenalters ab Vollendung des 65. Lebensjahres, frühestens ab Vollendung des 63. Lebensjahres, auf 50 % des auf den Monat heruntergebrochenen ruhegehaltsfähigen Jahreseinkommens; als ruhegehaltsfähiges Jahreseinkommen gilt das feste Jahreseinkommen zum Zeitpunkt des Eintritts des Vorsorgefalles.

Japanischer Plan

Beim japanischen Plan sind alle Mitarbeitenden eingeschlossen, welche 3 Jahre und mehr in der Unternehmung arbeiten. Anrecht auf Leistung hat, wer das 60. Lebensjahr erreicht hat.

  Vorsorgeverpflichtung Planvermögen Netto Vorsorgeverpflichtung
27.2 Veränderung der leistungs- 2016 2015 2016 2015 2016 2015
orientierten Vorsorgeverpflichtungen in CHF 1 000 in CHF 1 000 in CHF 1 000 in CHF 1 000 in CHF 1 000 in CHF 1 000
Stand 1. Januar 181 288 179 710 -120 703 -125 161 60 585 54 549
In der Erfolgsrechnung enthalten            
Dienstzeitaufwand der laufenden Periode 4 367 4 273 4 367 4 273
Zinsaufwand (-ertrag) 1 868 2 077 -1 202 -1 426 666 651
Verwaltungsaufwand 228 209 228 209
Auswirkung Planänderung im Geschäftsjahr 1) -7 083 -7 083
Total -848 6 350 -974 -1 217 -1 822 5 133
             
Im sonstigen Ergebnis enthalten            
Aufwand/(Ertrag) aus Neubewertung            
Versicherungstechnischer Aufwand/(Ertrag) aus:            
Änderung der demografischen Annahmen -166 -166
Änderung der finanziellen Annahmen 10 285 808 10 285 808
Änderung der Erfahrungswerte 962 962
Ertrag aus dem Planvermögen (ohne Zinserträge) -4 044 4 266 -4 044 4 266
Umrechnungsdifferenzen 29 -947 -79 66 -50 -881
Total 11 110 -138 -4 123 4 332 6 987 4 194
             
Übrige            
Arbeitgeberbeiträge 2) -1 512 -350 -3 122 -2 941 -4 634 -3 292
Arbeitnehmerbeiträge 2 586 2 510 -2 586 -2 510
Ausbezahlte Vorsorgeleistungen -6 861 -6 794 6 860 6 794 -1
Total -5 787 -4 634 1 152 1 343 -4 635 -3 292
Stand 31. Dezember 185 763 181 288 -124 648 -120 703 61 115 60 585
davon Schweizer Pläne 173 511 170 356 -121 675 -118 033 51 836 52 323
davon deutsche Pläne 9 484 8 526 -983 -917 8 501 7 609
davon japanische Pläne 2 767 2 406 -1 989 -1 754 778 652

1)Im Geschäftsjahr 2016 wurde in der Schweizer Pensionskasse eine Reglementsänderung beschlossen, welche eine stufenweise Senkung des Umwandlungssatzes von 6.2 % auf 5.2 % mit sich zieht. Diese Änderung hat im Geschäftsjahr einen positiven Einmaleffekt von TCHF 7 083 auf die Gesamtergebnisrechnung.

2)Im Berichtsjahr hat sich die Stiftungsfirma verpflichtet, zur Sanierung der Pensionskasse der Feintool-Gruppe jährlich – neben den ordentlichen Beiträgen – zusätzlich TCHF 1 200 zuzuführen, bis ein Deckungsgrad von 100 % erreicht wird.

Die erwarteten Beitragszahlungen an die Vorsorgeeinrichtungen für das folgende Geschäftsjahr betragen CHF 3.1 Mio. an Arbeitgeberbeiträgen und CHF 2.2 Mio. an Arbeitnehmerbeiträgen.

27.3 Planvermögen der leistungsorientierten 2016 2015
Vorsorgeverpflichtungen in % in %
Aktien 8.4 8.7
Obligationen 65.8 65.4
Immobilien (inkl. Immobilienfonds) 14.6 14.6
Übriges 1.0 0.8
Cash 10.2 10.5
Total 100.0 100.0

Schweizer Plan

Die Anlage des Planvermögens wird innerhalb der vorgegebenen Strategie durch eine „AAA geratete“ Bank durchgeführt. Dabei gelten die folgenden Grenzen für die Anlage:

  • Aktien < 50 %
  • Obligationen < 70 %
  • Immobilien < 30 %
  • Alternative Anlagen 0 %

Währungen werden gegenüber CHF abgesichert. Mit Ausnahme einer direkt gehaltenen Immobilien werden alle Anlagen an einer öffentlichen Börse gehandelt.

Deutsche Pläne

Bei den deutschen Plänen gibt es eine Rückdeckungsversicherung, in welcher die Vorsorgeverpflichtung abgedeckt ist. Im Planvermögen wird das Vermögen aus der Versicherung ausgewiesen.

27.4 Leistungsorientierte Vorsorgeverpflichtungen – 2016 2015
Versicherungstechnische Annahmen in % in %
Schweizer Plan    
Technischer Zinssatz 0.6 1.0
Lohnentwicklung 1.3 1.3
     
Deutsche Pläne    
Technischer Zinssatz 1.6 2.2
Lohnentwicklung 0.0 - 1.8 0.0 - 2.0
Rentenentwicklung 1.8 - 2.0 1.8 - 2.0
27.5 Leistungsorientierte Vorsorgeverpflichtungen – 2016 2015
Versicherungstechnische Annahmen in Jahren in Jahren
Schweizer Plan    
Lebenserwartung mit Alter 65 für aktuell neu Pensionierte    
Männer 22.3 21.5
Frauen 24.3 24.0
     
Lebenserwartung mit Alter 65 für Mitarbeitende mit aktuellem Alter 45    
Männer 24.2 23.2
Frauen 26.2 25.7
     
Deutsche Pläne    
Lebenserwartung mit Alter 65 für aktuell neu Pensionierte    
Männer 19.1 19.0
Frauen 23.2 23.1
     
Lebenserwartung mit Alter 65 für Mitarbeitende mit aktuellem Alter 45    
Männer 21.8 21.6
Frauen 25.7 25.6

Am 31. Dezember 2016 betrug die gewichtete Vorsorgeverpflichtungsdauer des Schweizer Planes 14.8 Jahre (Vorjahr 16.1 Jahre) und der Deutschen Pläne 11.6 - 15.0 Jahre (Vorjahr 15.7 - 19.0 Jahre). Feintool wendet für die Annahmen der Lebenserwartung die Sterbetafel GT 2015 in der Schweiz und Heubeck in Deutschland an.

27.6 Leistungsorientierte Vorsorgeverpflichtungen – 2016 2015
Sensitivitätsanalyse in CHF 1 000 in CHF 1 000
Schweizer Plan    
Veränderung technischer Zinssatz -0.25 % 6 370 6 176
Veränderung technischer Zinssatz +0.25 % -5 953 -5 785
Veränderung Lohnentwicklung -0.25 % -532 -328
Veränderung Lohnentwicklung +0.25 % 531 334
     
Deutsche Pläne    
Veränderung technischer Zinssatz -0.25 % 476 408
Veränderung technischer Zinssatz +0.25 % -446 -374
Veränderung Lohnentwicklung -0.25 % -62 -54
Veränderung Lohnentwicklung +0.25 % 64 55

28 Eigenkapital

28 Eigenkapital
  31.12.2016 31.12.2015
28.1 Aktienkapital Anzahl/CHF Anzahl/CHF
Anzahl Aktien 4 462 971 4 462 971
Nominalwert 10 10
Aktienkapital 44 629 710 44 629 710
  31.12.2016 31.12.2015
28.2 Bedingtes Aktienkapital – Mitarbeiterbeteiligungen in CHF 1 000 in CHF 1 000
Beginn Periode 558 558
Verwendung
Ende Periode 558 558

Das bedingte Kapital von 55 750 Namenaktien zu je nom. CHF 10 wurde gemäss Beschluss der ausserordentlichen Generalversammlung vom 2. Juli 1998 zur Abgeltung der Anrechte gemäss Mitarbeiterbeteiligungsplan geschaffen.

  31.12.2016 31.12.2015
28.3 Genehmigtes Aktienkapital in CHF 1 000 in CHF 1 000
Beginn Periode
Bildung1) 6 000
Verwendung
Verfall
Ende Periode 6 000

1)Mit Beschluss der Generalversammlung vom 19. April 2016 wurde der Verwaltungsrat ermächtigt, bei Bedarf genehmigtes Kapital in Höhe von höchstens TCHF 6 000 durch Ausgabe von maximal 600 000 neuen Aktien zu je CHF 10 Nennwert zu schaffen. Die neuen Aktien sind voll zu liberieren. Der Verwaltungsrat ist ermächtigt, in bestimmten Fällen das Bezugsrecht zu beschränken oder auszuschliessen. Die Ausgabe der Aktien kann in einem oder mehreren Schritten erfolgen. Die Ermächtigung ist auf zwei Jahre befristet. Am 19. April 2018 wird das genehmigte Aktienkapital verfallen.

  31.12.2016 31.12.2015
28.4 Eigene Aktien – Veränderungen Anzahl in CHF 1 000 Anzahl in CHF 1 000
Beginn Periode 10 558 905 14 282 1 225
Kauf 4 520   5  
Verkauf/Übertragung -8 336   -3 729  
Ende Periode 6 742 660 10 558 905
davon Handelsbestand 6 742   10 558  

Im Geschäftsjahr 2016 wurden 4 520 Aktien zum Durchschnittskurs von CHF 112.92 (Vorjahr 5 zum Durchschnittskurs von CHF 98.80) gekauft und 8 336 Aktien zum Durchschnittskurs von CHF 97.82 (Vorjahr 3 729 Aktien zum Durchschnittskurs von CHF 87.02) für den Aktienplan Gruppenleitung verkauft. Die eigenen Aktien sind insbesondere für Vergütungen an das Management reserviert.

29 Aktienbezogene Vergütungen

Als Bestandteil des Bonus wurden dem Verwaltungsrat, der Geschäftsleitung und dem weiteren Kader für das Geschäftsjahr 8 336 Aktien (Vorjahr 8 729) zum Transaktionswert von insgesamt TCHF 951 (Vorjahr TCHF 753) zugeteilt. Davon betreffen 5 000 Aktien das Geschäftsjahr 2015 und 3 336 Aktien das Geschäftsjahr 2016. Sämtliche Aktien wurden aus dem Eigenbestand übertragen und sind direkt in das Eigentum der Empfänger übergegangen.

30 Ausserbilanzgeschäfte/Eventualverbindlichkeiten

30 Ausserbilanzgeschäfte/Eventualverbindlichkeiten
  31.12.2016 31.12.2015
  in CHF 1 000 in CHF 1 000
Garantien zugunsten Dritter 126
Weitere Verpflichtungen mit Eventualcharakter 2 664 3 216
Eventualverbindlichkeiten 2 664 3 342

Bei den Garantien zugunsten Dritter handelt es sich im Vorjahr um Rücknahmegarantien gegenüber Leasinggesellschaften für verkaufte Feinschneidpressen. Bei den weiteren Verpflichtungen mit Eventualcharakter handelt es sich um erhaltene Fördermittel, die an bestimmte Bedingungen geknüpft sind. Bei Verletzung dieser Bedingungen besteht das Risiko, dass die Fördermittel oder ein Teil davon zurückbezahlt werden müssen.

In White Plains, NY (USA) besass eine Feintool Gesellschaft eine Liegenschaft, welche mit Tetrachlorethen (PER) verunreinigt ist. Feintool ist dem staatlich kontrollierten „Brownfield Cleanup Program“ beigetreten. Im Rahmen dieses Programms soll das Grundstück soweit saniert werden. Zur Zeit bilanziert Feintool eine Rückstellung für diese Sanierung in der Höhe von TCHF 398 (Vorjahr TCHF 482). Aufgrund heutiger Beurteilung hat die Sanierung von „White Plains“ keinen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gruppe.

In Deutschland haben die Betriebsräte einiger Feintool Gesellschaften einen Konzernbetriebsrat gegründet. Feintool bestreitet die Grundlage für dessen Gründung. Das Arbeitsgericht Weiden (D) hat in erster und zweiter Instanz Feintools Position vollumfänglich übernommen. Der Betriebsrat einer Gesellschaft hat gegen das Urteil beim Bundesgericht Berufung eingelegt. Nach Auffassung von Feintool wird dieses Verfahren jedoch keinen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gruppe haben.

In den USA hat Feintool einem Kunden fehlerhafte Teile geliefert. Der Kunde fordert von Feintool Ersatz für entstandene Kosten, welche zur Zeit nicht substantiert sind. Feintool ist allerdings der Aufassung, dass die Ursache dieser Fehler nicht oder nur teilweise in seinem Verantwortungsbereich liegt. Zudem wäre ein allfälliger Schaden Dritter durch Versicherungen gedeckt. Aufgrund heutiger Erkenntnisse hat dieser Fall keinen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gruppe.

Zum Berichtszeitpunkt ist Feintool in keine weiteren wesentlichen gerichtlichen Verfahren involviert. Auseinandersetzungen in Bezug auf Produkthaftung, Werbetätigkeit, Arbeitsrecht und missbräuchliche Kündigungen, Kartellrecht, Handel mit Wertschriften, Verkaufs- und Marketingpraktiken, Gesundheit und Sicherheit, Forderungen im Umwelt- und Steuerbereich, zu staatlichen Ermittlungen sowie zum Urheberrecht sind jedoch jederzeit möglich. Infolge solcher Verfahren könnten beträchtliche Ansprüche an Feintool gestellt werden, die möglicherweise nicht durch Versicherungen gedeckt sind. Zur Zeit sind keine Sachverhalte bekannt, welche nach Auffassung von Feintool einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gruppe haben könnten.

31 Eigentumsbeschränkungen für eigene Verpflichtungen

31 Eigentumsbeschränkungen für eigene Verpflichtungen
  31.12.2016 31.12.2015
  in CHF 1 000 in CHF 1 000
Auf Liegenschaften 6 613 6 662
Auf Maschinen und Einrichtungen 34 009 26 851
Eigentumsbeschränkungen für eigene Verpflichtungen 40 622 33 513

Durch die Verpfändung der Aktien der wesentlichen Tochtergesellschaften als Sicherheit für den Syndikatsvertrag sind indirekt die meisten Aktiven der Gruppe verpfändet.

32 Gesamtwirtschaftliche Risiken

Für die Entwicklung der Weltwirtschaft sehen wir insbesondere Risiken in der Veränderung der Energie- und Rohstoffpreise, in wachsendem Protektionismus sowie in anhaltend hohen aussenwirtschaftlichen Ungleichgewichten. Die genannten Faktoren könnten zu stärkeren Wechselkursänderungen, insbesondere einem Fortdauern der Euro-Schwäche, und einer Abschwächung des Weltwirtschaftswachstums führen. Aus den beschriebenen Szenarien könnten sich für Feintool erhebliche Belastungen ergeben.

Management von Finanzrisiken

Das finanzielle Risikomanagement basiert auf den vom Verwaltungsrat und von der Geschäftsleitung bewilligten Richtlinien. Die Grundsätze des Risikomanagements, sowie die angewandten Prozesse werden regelmässig überprüft, um Veränderungen im Marktumfeld sowie in der Tätigkeit von Feintool zu berücksichtigen.

Die Richtlinien beinhalten neben den Vorgaben für das allgemeine finanzielle Risikomanagement auch solche für spezifische Bereiche des Managements von Liquiditäts-, Zins-, Fremdwährungs- und Kreditausfallrisiken, für die Verwendung derivativer Finanzinstrumente, die Kapitalbeschaffung sowie die Anlagepolitik von überschüssiger Liquidität. Die Kapitalbeschaffung für die Gruppe wird zentral gesteuert.

Liquiditätsrisiken

Unter dem Liquiditätsrisiko verstehen wir die Gefahr, dass die Feintool-Gruppe zu irgendeinem Zeitpunkt nicht in der Lage ist, ihren ordnungsmässigen Zahlungsverpflichtungen fristgerecht und in vollem Umfang nachzukommen. Feintool hat sicherzustellen, dass die Zahlungsverpflichtungen der Gruppe jederzeit erfüllt werden können. Dies ist dann der Fall, wenn entweder genügend Mittel aus dem operativen Cashflow erwirtschaftet werden oder aber die fehlenden Finanzmittel an den Finanzmärkten oder bei Bankinstituten aufgenommen werden können. Das Management der Feintool-Gruppe erachtet eine operative Liquiditätsreserve von einem Monatskostenblock der Feintool-Gruppe (ca. CHF 25 Mio.) als adäquat. Diese Liquiditätsreserve kann auch mittels unbenützter Kreditlimiten sichergestellt werden. Das Management erhält periodisch einen Liquiditätsstatus und eine Liquiditätsvorschau auf Gruppenebene, um einen Überblick über die Liquiditätsverhältnisse zu erhalten.

Feintool besitzt ein Schuldscheindarlehen in der Höhe von EUR 65 Mio. (Vorjahr EUR 0). Das Darlehen ist in drei Tranchen mit unterschiedlichen Laufzeiten unterteilt:

EUR 25 Mio., Laufzeit von 5 Jahren, fester Zinssatz von 0.90 % 

EUR 25 Mio., Laufzeit von 7 Jahren, fester Zinssatz von 1.10 % 

EUR 15 Mio., Laufzeit von 10 Jahren, fester Zinssatz von 1.66 %

Als wesentlich einzuhaltender Covenant darf die Eigenkapitalquote 25 % nicht unterschritten werden.

Feintool besitzt mit verschiedenen Banken Kreditverträge. Darin sind marktübliche Covenants enthalten, insbesondere

  • Eigenkapitalquote > 30 %
  • Net Senior Debt / EBITDA < 3.0 x

Per 31. Dezember 2016 verfügt Feintool über CHF 25 Mio. (Vorjahr CHF 80 Mio.) nicht benutzte, bestätigte Banklimiten. Sollten diese Covenants in der Gruppe nicht eingehalten werden, so hätten die Banken das Recht, die Kredite kurzfristig zu künden. Per 31. Dezember 2016 sind alle Covenants eingehalten. Feintool verhandelt zur Zeit die Erhöhung / Verlängerung des Syndikatkredites mit verschiedenen Banken.

Finanzpassiven – Buchwerte und Geldabflüsse in CHF 1 000 Buchwerte Total inkl. Zins fällig bis zu 1 Jahr fällig bis zu 3 Jahren fällig bis zu 5 Jahren fällig über 5 Jahre Total
31.12.2016              
Verbindlichkeiten 1) 63 866 63 866 63 866       63 866
Passive Rechnungsabgrenzungen 2) 21 425 21 425 21 425       21 425
Kurzfristige Bankschulden 5 853 5 853 5 853       5 853
Leasingverbindlichkeiten 26 445 27 019 7 696 13 460 5 863 27 019
Schuldscheindarlehen und übrige Bankschulden 76 626 81 552 2 370 3 413 31 167 44 602 81 552
Total 194 215 199 715 101 210 16 873 37 030 44 602 199 715
               
Devisentermingeschäfte 3)              
Zahlungsmittelzuflüsse 135 135 135 135
Zahlungsmittelabflüsse 105 105 105 105
               
31.12.2015              
Verbindlichkeiten 54 243 54 243 54 243       54 243
Passive Rechnungsabgrenzungen 19 072 19 072 19 072       19 072
Kurzfristige Bankschulden 15 660 15 660 15 660       15 660
Leasingverbindlichkeiten 19 776 20 430 7 415 10 070 2 945 20 430
Übrige Bankschulden/Anleihe 7 170 7 508 3 143 3 188 599 578 7 508
Total 115 921 116 913 99 533 13 258 3 544 578 116 913
               
Devisentermingeschäfte 3)              
Zahlungsmittelzuflüsse 36 36 36 36
Zahlungsmittelabflüsse 141 141 141 141
               
Zinsswap 4)              
Zahlungsmittelzuflüsse
Zahlungsmittelabflüsse 38 38 38 38

1)Ohne Verbindlichkeiten gegenüber Sozialversicherungen, Anzahlungen Dritter und ausstehende Umsatzsteuerverpflichtungen.

2)Ohne Abgrenzung Saläre, Bonus und Überzeiten.

3)Die Kontraktwerte der Devisentermingeschäfte betragen per 31. Dezember 2016 TCHF 19 563 (Vorjahr TCHF 16 171).

4)Die Kontraktwerte des Zinssatzswaps betragen im Vorjahr TCHF 554.

Zinssatzrisiken

Zinssatzrisiken können infolge steigender Zinsen auf Schulden respektive sinkender Zinsen auf Guthaben einen negativen Einfluss auf die Ertragslage des Konzerns ausüben. Ferner können Zinssatzänderungen einen Einfluss auf die Marktwerte der zugrunde liegenden Finanzinstrumente haben. Je nach erwarteter Entwicklung des Zinsniveaus finanziert sich Feintool mit festen oder variablen Zinssätzen. Zurzeit bestehen die Finanzverbindlichkeiten aus dem Schuldscheindarlehen mit fixen Zinsen, die Bankkredite zur Hälfte mit fixen und zur Hälfte mit variablen Zinsen und die Leasingverbindlichkeiten mit fixen Zinsen, festen Laufzeiten und laufender Amortisationen. Das Zinssatzmanagement erfolgt grundsätzlich zentral, um die Effekte aus Zinssatzänderungen auf das Finanzergebnis zu begrenzen.

Eine Erhöhung des Zinssatzes um 0.5 % würde einen negativen Einfluss auf das Ergebnis vor Steuern von TCHF 63 haben.

Fremdwährungsrisiken

Feintool ist aufgrund ihrer geografischen Diversifikation einem Wechselkursrisiko, insbesondere gegenüber dem EUR, dem USD und dem JPY, ausgesetzt. Die chinesische Währung Yuan (CNY) erhält zunehmende Bedeutung. Wechselkursänderungen können einen Einfluss auf die Marktwerte von bestehenden Finanzinstrumenten haben und insbesondere die erwarteten zukünftigen Cashflows beeinflussen. Die Gruppe ist bemüht, den Einfluss von Wechselkursänderungen soweit als möglich durch natürliches Hedging auszugleichen. Dabei wird versucht, dass die Kosten in der gleichen Währung verursacht werden wie die daraus resultierenden Erträge. Die auf Gruppenstufe resultierenden Überschüsse (insbesondere EUR) und Nachfragen (insbesondere CHF) in den verschiedenen Währungen werden zentral koordiniert. Bei Bedarf wird die Nettoposition der wichtigsten Fremdwährungen über einen Zeitraum von in der Regel sechs bis zwölf Monaten abgesichert.

In der folgenden Sensitivitätsanalyse wird das Fremdwährungsrisiko der Feintool-Gruppe kalkuliert. Die Tabelle zeigt die Auswirkungen auf das Gesamtergebnis sowie auf das Eigenkapital, wenn die Fremdwährungen gegenüber dem CHF 5 % stärker gewesen und gleichzeitig alle anderen Variablen unverändert geblieben wären.

  2016 2015
Sensitivitätsanalyse Fremdwährungsrisiko in CHF 1 000 in CHF 1 000
EUR – Gesamtergebnis -1 462 -1 053
USD – Gesamtergebnis -473 -189
Eigenkapital -553 -1 100

Übrige Marktrisiken

Die Marktwerte der Finanzinstrumente können sich aufgrund von Wechselkursen, Zinssätzen oder einer veränderten Bonität verändern und somit einen Einfluss auf die Vermögens- und Ertragslage der Gruppe haben. Feintool ist bestrebt, durch eine ausgewogene Finanzierungs- und Vermögensstruktur den Nettoeinfluss der Marktrisiken zu minimieren.

Derivative Finanzinstrumente

Derivative Finanzinstrumente werden eingesetzt, um bestehende Zinssatz- oder Wechselkursrisiken zu minimieren. Die positiven und negativen Wiederbeschaffungswerte im Anhang weisen die aktuellen Marktwerte aus. Die ebenfalls dargestellten Kontraktvolumen informieren über die Höhe der eingegangenen Derivative.

Kapitalstruktur

Im Rahmen der Kapitalbewirtschaftung ist es das Ziel des Konzerns, die laufenden finanziellen Bedürfnisse zur Unternehmensfortführung sicherzustellen und die notwendigen Mittel zur Erreichung der Ziele der Gruppe bereitzustellen, um damit Mehrwerte für die Aktionäre und andere Interessengruppen zu generieren und eine kostengünstige und risikooptimierte Kapitalstruktur aufrechtzuerhalten. Die Gruppe überwacht die Kapitalstruktur unter anderem mit den Kennzahlen „Eigenkapitalquote“ und „Nettofinanzschulden“. Zusätzlich werden im Rahmen des Schuldscheindarlehens sowie des Bankenkonsortialvertrages die wesentlichen Covenants (Eigenkapitalquote, Senior Net-Debt/EBITDA) überwacht.

Die Eigenkapitalquote berechnet sich aus dem Eigenkapital im Verhältnis zur Bilanzsumme. Die Nettofinanzschulden berechnen sich aus dem kurz- und langfristig verzinslichen Fremdkapital abzüglich der flüssigen Mittel.

Es ist das Ziel der Gruppe, dass die Eigenkapitalquote mindestens 40 % beträgt. Beim Net-Debt/EBITDA-Ratio wird ein Wert kleiner 1 angestrebt. Kommentare zu den erwähnten Kennzahlen sind in der finanziellen Berichterstattung ersichtlich. In Bezug auf die Dividendenpolitik verfolgt Feintool das Ziel, ca. 30 % des erwirtschafteten Jahresergebnisses den Aktionären in Form einer Dividende auszuschütten.

Kreditrisiken

Das Kreditrisiko der Feintool-Gruppe entspricht jeweils dem Buchwert der erfassten Finanzaktiven mit Ausnahme der Finanzgarantien. Feintool hat vereinzelt im Rahmen von verkauften Pressen Garantien an Finanzinstitute abgegeben, die sich per 31. Dezember 2016 auf TCHF 0 (Vorjahr TCHF 126) beliefen. In diesem Fall entspricht der garantierte Betrag dem Kreditrisiko, wobei Feintool im Falle einer Inanspruchnahme die seinerzeit verkaufte Presse zurückerhalten würde.

Kreditausfallrisiken

Kreditausfallrisiken ergeben sich aus dem Risiko, dass die Gegenpartei ihren Verbindlichkeiten gegenüber den Konzerngesellschaften nicht nachkommen kann. Durch eine Vermeidung von Klumpenrisiken und eine Konzentration der Finanzanlagen auf erstklassige Gegenparteien sollten grössere Kreditausfälle vermieden werden können. Feintool ist schwergewichtig im Automobil-Bereich tätig. Dadurch hat Feintool per Definition ein auf dieses Marktsegment bezogenes Risiko aus ihrer operativen Tätigkeit. Bei den normalen Kundenguthaben erfolgt eine laufende Überwachung der ausstehenden Forderungen im Rahmen der regelmässigen Berichterstattung der Konzerngesellschaften an die Zentrale. Per 31. Dezember 2016 beträgt das gesamte Ausfallrisiko TCHF 169 634 (Vorjahr TCHF 108 373). Feintool erzielt mit einem Kunden 17.1 % (Vorjahr 16.4 %) des Gruppenumsatzes. Der Ertrag fällt in allen Segmenten an. Mit den übrigen Kunden beträgt der Anteil jeweils weniger als 11.5 % (Vorjahr 8.0 %).

Die Feintool-Gruppe führt ihre Bankgeschäfte ausschliesslich mit national und international renommierten Banken, die ein Rating BBB oder besser aufweisen. Sie legt die Art der Geschäfte fest, die die Tochtergesellschaften bei den Banken tätigen dürfen.

33 Finanzinstrumente

33 Finanzinstrumente
33.1 Finanzaktiven in CHF 1 000 Flüssige Mittel Aktive Rechnungs- abgrenzungen 1) Forderungen Finanzanlagen Total
Flüssige Mittel 92 752 92 752
Finanzielle Aktiven zu Handelszwecken 135 135
Forderungen und Darlehen 2 016 73 139 1 592 76 747
Buchwerte per 31.12.2016 92 752 2 151 73 139 1 592 169 634
           
Flüssige Mittel 31 550 31 550
Finanzielle Aktiven zu Handelszwecken 36 36
Forderungen und Darlehen 2 249 71 679 2 859 76 787
Buchwerte per 31.12.2015 31 550 2 285 71 679 2 859 108 373
33.2 Finanzpassiven in CHF 1 000 Verbindlichkeiten Passive Rechnungs- abgrenzungen 2) Kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten Total
Finanzielle Passiven zu Handelszwecken
Übrige finanzielle Verbindlichkeiten 63 866 21 425 15 919 93 005 194 215
Buchwerte per 31.12.2016 63 866 21 425 15 919 93 005 194 215
           
Finanzielle Passiven zu Handelszwecken 179 179
Übrige finanzielle Verbindlichkeiten 54 243 18 893 26 216 16 390 115 742
Buchwerte per 31.12.2015 54 243 19 072 26 216 16 390 115 921

Die Buchwerte weichen nicht wesentlich von den Marktwerten ab.

1)Ohne Abgrenzung für Commitment Fees, Pachtvertrag und vorausbezahlte Versicherungsprämien

2)Ohne Abgrenzung Saläre, Bonus und Überzeiten

33.3 Hierarchie der Marktwerte

Feintool hat Finanzinstrumente zum Marktwert bewertet und verwendet folgende Hierarchien für die Bestimmung des Marktwertes:

Stufe 1: Auf aktiven Märkten notierte (nicht angepasste) Preise für identische Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten.

Stufe 2: Für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit entweder direkt (als Preise) oder indirekt (von Preisen abgeleitete) beobachtbare Input-Daten, die keine notierten Preise nach Stufe 1 darstellen.

Stufe 3: Für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeiten herangezogenen Inputdaten, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren (nicht beobachtbare Inputdaten).

Feintool verfügt lediglich über Finanzinstrumente auf Hierarchiestufe 2 in Höhe von netto TCHF 30 (Vorjahr TCHF -143).

33.4 Klassifizierung der Finanzerfolge in CHF 1 000 Flüssige Mittel Held for trading Forderungen und Darlehen Übrige Finanzverbind- lichkeiten Total
Buchwerte per 31.12.2016 92 752 30 76 747 194 215  
Zinsertrag/-aufwand 124 -2 829 -2 705
Übriger Finanzertrag/-aufwand -696 -428 188 -936
Veränderung Wertberichtigung auf Kundenforderungen und Debitorenverluste -539 -539
Total Nettogewinn/-verlust 2016 -696 -843 -2 641 -4 180
           
Buchwerte per 31.12.2015 31 550 -143 76 787 115 742  
Zinsertrag/-aufwand 193 -2 675 -2 482
Übriger Finanzertrag/-aufwand -34 -1 227 -1 261
Veränderung Wertberichtigung auf Kundenforderungen und Debitorenverluste 372 372
Total Nettogewinn/-verlust 2015 -34 -662 -2 675 -3 371
    Wiederbeschaffungswerte  
33.5 Offene derivate Finanzinstrumente   positiv negativ Kontraktwerte
Terminkontrakte 135 105 19 563
Devisen 135 105 19 563
       
Total Derivate per 31.12.2016 135 105 19 563
       
Terminkontrakte 36 141 16 171
Devisen 36 141 16 171
       
Zinssatz-Swaps 38 554
Zinsen 38 554
Total Derivate per 31.12.2015 36 179 16 725

Die Währungsinstrumente betreffen hauptsächlich Absicherungen von Fremdwährungsrisiken in Euro. Die Laufzeiten der Devisentermingeschäfte betragen wenige Monate.

34 Nahestehende Personen

34.1 Entschädigungen an Verwaltungsrat und Management

Die Entschädigungen an Verwaltungsrat und Geschäftsleitung werden durch das Nomination and Compensation Committee festgelegt und durch den Gesamtverwaltungsrat genehmigt. Die Summe aller Entschädigungen (ohne steuerlich akzeptierte Spesenentschädigungen), namentlich Honorare, Saläre, Gutschriften, Bonifikationen und Sachleistungen, die während des Geschäftsjahres ausgerichtet wurden und direkt oder indirekt den Verwaltungsratsmitgliedern und der Geschäftsleitung zugutekamen, betrug insgesamt TCHF 2 976 (Vorjahr TCHF 2 829).

  2016 2015
  in CHF 1 000 in CHF 1 000
Lohnbezüge (inkl. Cash-Boni), Honorare 1) 1 865 1 837
Vorsorgeleistungen 391 408
Aktienbezogene Vergütungen 2) 720 584
Total 2 976 2 829

1)Inkl. Sachleistungen

2)Zuteilung einer vorbestimmten Anzahl Aktien für den Verwaltungsratspräsidenten. Sie haben eine Sperrfrist von 5 Jahren. Die Bewertung entspricht dem Kurswert im Zeitpunkt der Zuteilung. Die Übertragung der Aktien für das Geschäftjahr 2016 erfolgte am 3. Januar 2017. Für die Geschäftsleitung besteht ein fixer Anspruch in Franken. Die Entschädigung erfolgt in Aktien. Die Anzahl bemisst sich nach dem Durchschnittskurs Oktober/November. Sie haben eine gestaffelte Sperrfrist zwischen 1 bis 4 Jahren. Die Auszahlung erfolgt jeweils im Dezember.

  2016 2015
34.2 Übrige nahestehende Personen in CHF 1 000 in CHF 1 000
Bilanz    
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1) 59 58
Kurzfristige Verbindlichkeiten 2) 65
Passivdarlehen 2) 9 178
     
Erfolgsrechnung    
Nettoumsatz 1) 511 413
Personalaufwand 2) 65
Zinsaufwand 2) 113 606

1)Transaktionen mit Muhr und Bender KG oder deren Tochtergesellschaften

2)Transaktionen mit Franke Artemis Gruppe

35 Bedeutende Aktionäre

35 Bedeutende Aktionäre
    31.12.2016 31.12.2015
  Datum der Meldung Anzahl Aktien Kapitalanteil Anzahl Aktien Kapitalanteil
Artemis Beteiligungen I AG und Michael Pieper 09/30/2014 2 245 949 50.32 % 2 245 949 50.32 %
Muhr und Bender KG und Dr. Thomas Muhr 1) 11/18/2014 616 500 13.81 % 616 500 13.81 %
Geocent AG 07/15/2013 400 285 8.97 % 400 285 8.97 %

1)Gehalten durch eine Tochtergesellschaft der Muhr und Bender KG und die Dr. Thomas Muhr Beteiligungs AG.

36 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Feintool unterzeichnete am 10. Februar 2017 einen Vertrag zur Übernahme des chinesischen Umformwerks "Schuler (Tianjin) Metal Forming Technology Center Co., Ltd." von der deutschen Schuler-Gruppe. Der Vollzug ist für Ende März 2017 vorgesehen.

37 Antrag des Verwaltungsrats

Der Verwaltungsrat beantragt der Generalversammlung, für das Geschäftsjahr 2016 eine Dividende aus Kapitaleinlagereserven von CHF 2.00 (Vorjahr CHF 1.50) je Namenaktie auszuschütten. Dies entspricht einem Dividendenerfordernis von maximal TCHF 8 926 (Vorjahr TCHF 6 694). Die Höhe der Dividendenausschüttung ist von der Höhe der dividendenberechtigten Aktien zum Zeitpunkt der Ausschüttung abhängig. Auf eigene Aktien werden keine Dividenden ausgeschüttet.

38 Freigabe der Konzernrechnung

Der Konzernabschluss wurde vom Verwaltungsrat am 6. März 2017 zur Veröffentlichung freigegeben und wird der Generalversammlung vom 25. April 2017 zur Genehmigung vorgelegt.