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Geschäftsbericht 2016

risikobeurteilung

Feintool führt innerhalb der Gruppe jährlich eine umfassende Risikobeurteilung durch. Diese basiert auf folgenden Säulen:

  • Qualitäts- und Krisenmanagement, basierend auf ISO 9001 sowie ISO TS 16949
  • Umweltmanagement, basierend auf ISO 14001
  • Versicherungsmanagement
  • Internes Kontrollsystem
  • Risikomanagement
  • Business Kontinuitätsmanagement

Für jeden Bereich ist schriftlich definiert, wie dieser aufgebaut ist, was die periodischen Abläufe sind und wie diese Abläufe geprüft und berichtet werden. Für jeden Bereich gibt es ein oder mehrere Kontrollorgane. Zudem gibt es auch für jeden Bereich verantwortliche Personen.

Das Versicherungsmanagement wird von Feintool zentral geleitet. Es finden jährlich Meetings mit dem Gruppen-Versicherungsbroker statt. Dort werden u.a. für die Risikobereiche Haftpflicht, Sachleistungen und Transport die Versicherungsleistungen mit den versicherbaren Risiken der Gruppe abgestimmt. Bei Veränderungen werden die Versicherungsleistungen angepasst.

Feintool hat in den Jahren 2007 und 2008 weltweit das interne Kontrollsystem (IKS) eingeführt zur Einhaltung von Richtlinien und zur Abwehr von Schäden, die durch das Personal sowie durch böswillige Dritte, verursacht werden können. Folgende Prozesse unterliegen dem IKS:

  • Verkauf / Einkauf
  • Logistik / Lager / Schrott
  • Angefangene Arbeiten und langfristige Fertigungsaufträge (POC)
  • Sachanlagevermögen
  • Löhne und Gehälter
  • Finanzen und Leasing
  • Informationstechnologie
  • Jahresabschluss

Für jeden Prozess gibt es ein Ablaufdiagramm, worin ersichtlich ist, wo welche Schadensrisiken auftreten können. Diese Risiken sind in einem Risiko-Kontrollinventar zusammengefasst und einer oder mehreren manuellen oder automatisierten Kontrollen zugeordnet. Die interne Revision von Feintool prüft periodisch die Wirksamkeit des IKS in den Gruppengesellschaften.

Unter dem Risikomanagement versteht Feintool die periodische Analyse von Risiken, welche den Erfolg der Gruppe respektiv das Erreichen eines Zieles gefährden. Feintool stützt sich dabei weitestgehend am ISO 31000 Prozess ab. Jede Gruppengesellschaft definiert jährlich anhand einer vordefinierten Risikoliste, welche dieser Risiken für die Gesellschaft wesentlich sein könnten. Die einzelnen Risiken werden nach Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenausmass bewertet. Für die Top 5 Risiken werden Risikominimierungsstrategien, die entsprechenden Massnahmen dazu und die verantwortliche Person bestimmt.

Beim Business Kontinuitätsmanagement geht es darum, Ablaufszenarien beim Eintritt eines Schadenfalles zu entwerfen. Ziel ist dabei, die Fortsetzung der Produktion resp. die Lieferung an die (Schlüssel-)Kunden zu gewährleisten. Folgende Bereiche werden behandelt:

  • Verlust wesentlicher Mitarbeiter
  • Arbeits- und Werksicherheit
  • Vorgehen beim Schaden an Waren und Gebäude
  • Verlust von wesentlichen Zulieferer, Maschinen, Werkzeugen und IT Applikationen / Hardware
  • Verlust der Infrastruktur inkl. IT (oder Teilen davon)
  • Wesentliche Kundenreklamationen und Rückrufe

Für all diese Bereiche gibt es in den Gruppengesellschaften entsprechende Dokumentationen, welche mindestens einmal jährlich überarbeitet werden.

Der Risk Manager der Feintool Gruppe erstellt jährlich einen Risikobericht über die Bereiche Versicherungsmanagement, internes Kontrollsystem, Risikomanagement sowie Business Kontinuitätsmanagement zuhanden der Geschäftsleitung und des Verwaltungsrats. Diese treffen die wesentlichen Entscheidungen über durchzuführende risikominimierende Massnahmen. Für die ISO basierten Bereichen gibt es eine separate Berichterstattung.

Zu den finanziellen Risiken vgl. auch in der Konzernrechnung Ziffer 32 auf Seite 70.