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Anhang zur Konzernrechnung

per 31. Dezember 2015

GESCHÄFTSTÄTIGKEIT

Die Feintool International Holding AG, Industriering 8, 3250 Lyss, ist eine Aktiengesellschaft unter Schweizerischem Recht mit Sitz in Lyss/Schweiz („Gesellschaft“). Die konsolidierte Jahresrechnung für die Periode vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 umfasst die Gesellschaft und ihre Tochtergesellschaften („Feintool“). Das Technologieunternehmen Feintool ist weltweit führend in der Entwicklung von Feinschneidanlagen und der Produktion einbaufertiger Feinschneid- und Umformkomponenten besonders für die Automobilindustrie. Mit seinen Kunden pflegt Feintool über den gesamten Prozess des Feinschneidens und Umformens hinweg enge Partnerschaften – vom Komponentendesign und der Werkzeugkonstruktion über den Anlagebau bis hin zur Teilefertigung in Grossserie. Neben dem Feinschneiden setzt die Feintool-Gruppe weitere Schlüsselverfahren wie das spanlose Umformen und die Taumeltechnologie ein und ist damit der weltweit einzige Komplettanbieter für die wirtschaftliche Herstellung komplexer Präzisionskomponenten.

Mit Standorten in Europa, Japan, China und den USA ist die Feintool-Gruppe in den wichtigsten Automobilmärkten der Welt vertreten. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Lyss (CH) beschäftigt 2 049 Mitarbeitende. An seinen Standorten bildet Feintool 75 junge Menschen hauptsächlich zu Polymechanikern, Konstrukteuren und Kaufleuten aus.

ALLGEMEINES

Die konsolidierte Jahresrechnung des Geschäftsjahres basiert auf den nach einheitlichen Richtlinien erstellten Einzelabschlüssen der Konzerngesellschaften per 31. Dezember 2015.

Die Rechnungslegung des Konzerns erfolgt in Übereinstimmung mit dem schweizerischen Gesetz sowie den International Financial Reporting Standards (IFRS), herausgegeben durch das International Accounting Standards Board (IASB). Die Rechnungslegungsgrundsätze des Kotierungsreglementes der Schweizer Börse (SIX) wurden ebenfalls befolgt. Gemäss der Beurteilung des Managements vermittelt die Konzernrechnung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie der Geldflüsse.

Die Konzernrechnung wird zu Fortführungswerten auf Basis historischer Kosten erstellt, mit Ausnahme der derivativen Finanzinstrumente (zu Marktwerten bewertet) sowie der Nettoschuld bzw. des Vermögenswerts aus leistungsorientierten Vorsorgeplänen (zum Barwert der definierten Leistungsverpflichtung abzüglich des Marktwerts des Planvermögens bewertet).

Die konsolidierte Jahresrechnung wird in Schweizer Franken (CHF), auf 1 000 gerundet, dargestellt. Sie wird in den Sprachen Deutsch und Englisch erstellt. Massgebend ist die Jahresrechnung in deutscher Sprache.

NICHT WEITERGEFÜHRTE BEREICHE

Am 31. Juli 2014 veräusserte Feintool die IMA Automation Amberg GmbH, Amberg sowie deren Betriebsliegenschaft an die deutsch-chinesische Automobilgruppe Preh GmbH, Bad Neustadt a.d. Saale. Sämtliche Aktivitäten des Segments Automation und damit zusammenhängende Bereiche, welche entweder veräussert oder im Zusammenhang mit der Veräusserung nicht mehr weitergeführt werden, sind in der Gesamtergebnisrechnung in einer separaten Position „Nicht weitergeführte Bereiche“ ausgewiesen.

FINANCIAL COVENANTS

Am 28. Juni 2012 unterzeichnete Feintool mit acht Geschäftsbanken einen Syndikatskredit in der Höhe von CHF 120 Mio. Diese Finanzierung der Feintool-Gruppe wurde über 5 Jahre (bis 30. Juni 2017) abgeschlossen. Am 31. Juli 2014 reduzierte Feintool freiwillig den Syndikatskredit von CHF 120 Mio. auf CHF 90 Mio. (CHF 80 Mio. Geldkredite und CHF 10 Mio. Gewährleistungs- und Anzahlungsgarantien).

Im Zusammenhang mit diesem Abschluss wurden von den Banken sogenannte Covenants definiert. Die wesentlichen Covenants, welche gemäss der Vereinbarung eingehalten werden müssen, sind:

  • Eigenkapitalquote > 30 %
  • Net Senior Debt / EBITDA < 3.0 x
  • Diverse marktübliche negative respektive positive Covenants

Auch Kreditverträge, die mit verschiedenen Banken auf bilateraler Basis abgeschlossen wurden, enthalten marktübliche Covenants. Sollten diese Covenants von der Gruppe nicht eingehalten werden, so hätten die Banken das Recht, die Kredite kurzfristig zu künden.

Per 31. Dezember 2015 sind alle Covenants eingehalten.

WICHTIGE SCHÄTZUNGEN

Die Konzernrechnung beinhaltet Annahmen und Schätzwerte, welche die ausgewiesenen Werte beeinflussen. Sollten sich diese Schätzungen und Annahmen als falsch oder unvollständig erweisen, kann dies erhebliche Auswirkungen auf die ausgewiesenen Werte und somit auf die der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von Feintool haben.

Sachanlagevermögen

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen bilanziert. Feintool überprüft periodisch, ob die seinerzeit gewählte Abschreibungsdauer mit der effektiven Nutzungsdauer respektive mit der Kapazitätsauslastung des Sachanlagegutes übereinstimmt. Werden wesentliche Abweichungen der Nutzungsdauer festgestellt, wird die Abschreibungsdauer entsprechend gekürzt. Sofern der zu erwartende Cashflow des Anlagegutes die zukünftigen Abschreibungen nicht mehr deckt, werden Impairment-Abschreibungen vorgenommen.

Immaterielle Werte/Goodwill

Bei Akquisitionen wird der Fair Value von erworbenen immateriellen Werten geschätzt. Der Residualwert (Differenz zwischen Kaufpreis und erworbenen Nettoaktiven) stellt Goodwill dar. Die meisten erworbenen immateriellen Werte haben eine endliche Lebensdauer und werden daher systematisch abgeschrieben. Goodwill hat eine unbestimmte Lebensdauer und wird nicht abgeschrieben, jedoch jährlich auf seine Werthaltigkeit überprüft. Die Aufteilung auf immaterielle Werte und Goodwill zum Zeitpunkt der Akquisition hat daher einen Einfluss auf die Abschreibungen der Folgeperioden.

Beim Impairment-Test des Goodwills werden verschiedene Annahmen getroffen, die mittel- und langfristige (Terminal Value) Schätzungen erfordern. Dies betrifft sowohl interne Plandaten (Cashflow, Wachstumsraten usw.) wie auch externe Parameter (Diskontsatz). Sollten sich diese Schätzungen als nicht korrekt erweisen, könnte dies zu erheblichen Wertveränderungen führen. Weitere Angaben befinden sich in Ziffer 18.2 des Anhangs.

Ertrags- und Latente Steuerforderungen

Feintool ist in unterschiedlichen Rechtssystemen steuerpflichtig. Die Rückstellungen für die weltweit anfallenden Ertragssteuern basieren auf Schätzungen. Für viele Transaktionen und Berechnungen im ordentlichen Geschäft ist die Steuerbelastung unsicher. Falls die effektiven Steuerbelastungen von den geschätzten abweichen, wird die entsprechende Anpassung im Geschäftsjahr verbucht, in dem die definitive Einschätzung erfolgt. Das Management ist der Meinung, dass die entsprechenden Schätzungen realistisch und die entsprechenden Rückstellungen angemessen sind. Aktive latente Steuern werden vorwiegend auf temporären Differenzen, teilweise auch auf Verlustvorträgen gebildet, sofern eine Realisierung wahrscheinlich erscheint. Die Werthaltigkeit von aktivierten Steuervorteilen aus Verlustvorträgen basiert somit auf Zukunftsprognosen des entsprechenden Steuersubjekts über eine Zeitdauer von mehreren Jahren. Sollten sich diese Zukunftsprognosen als nicht korrekt erweisen, könnte dies zu erheblichen Wertveränderungen führen. Weitere Angaben befinden sich in Ziffer 10 und 11 des Anhangs.

Forschung und Entwicklung

Feintool bilanziert erworbene und selbst erbrachte Leistungen für Forschung und Entwicklung, wenn die folgenden Punkte kumulativ erfüllt sind:

  • technische Realisierbarkeit der Fertigstellung des immateriellen Wertes, damit dieser direkt oder indirekt zum Verkauf zu Verfügung stehen wird,
  • Absicht der Fertigstellung und damit des direkten oder indirekten Verkaufs,
  • Fähigkeit zum direkten oder indirekten Verkauf,
  • Nachweis des zukünftigen wirtschaftlichen Nutzens für die Produkte des immateriellen Wertes,
  • Verfügbarkeit adäquater finanzieller, technischer und anderer Ressourcen, um die Entwicklung abzuschliessen,
  • zuverlässige Bewertbarkeit der Herstellkosten.

All diesen Punkten liegen Annahmen zugrunde. Sollten sich diese Annahmen als falsch oder unvollständig erweisen, kann dies erhebliche Auswirkungen auf die Bewertung des entsprechenden immateriellen Gutes haben. Weitere Angaben befinden sich in Ziffer 18.1 des Anhangs.

Rückstellungen

Rückstellungen werden gebildet, wenn a) aus einem Ereignis der Vergangenheit eine gegenwärtige Verpflichtung entstanden ist, b) der Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen zur Erfüllung dieser Verpflichtung wahrscheinlich ist und c) eine verlässliche Schätzung der Höhe der Verpflichtung möglich ist. Rückstellungen werden für eine Vielzahl von möglichen Ereignissen gebildet und werden in Ziffer 23 des Anhangs im Detail erläutert. Sie beinhalten jedoch per Definition einen höheren Grad an Schätzungen als andere Bilanzpositionen, da die geschätzten Verpflichtungen je nach Ausgang der Situation zu einem höheren oder tieferen Mittelabfluss führen können.

Personalvorsorge

Feintool hat in drei Ländern Vorsorgeeinrichtungen mit leistungsorientierten Komponenten. Der Status basiert auf teilweise langfristigen versicherungstechnischen Annahmen, die von der Realität abweichen können. Neubewertungen aufgrund sich veränderten Annahmen betreffend Lebenserwartung, eine sich verändernde Situation des Kapitalmarkts sowie aus sich veränderten Diskontsätzen können wesentliche Beträge erreichen. Diese werden direkt ins Eigenkapital (sonstiges Ergebnis) gebucht. Die Ermittlung der jeweiligen zugrunde liegenden Prozentsätze beinhalten Schätzwerte, die zum Teil einen erheblichen Einfluss auf die Vermögens- und Ertragslage haben können. Weitere Angaben befinden sich in Ziffer 26 des Anhangs.

Verwaltungsrat und Geschäftsführung sind der Meinung, dass die Planungsgrundlagen und Schätzannahmen realistisch sind.

WICHTIGE ÄNDERUNGEN DER BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Feintool wendet grundsätzlich die gleichen Rechnungslegungsgrundsätze wie im Vorjahr an, mit Ausnahme der im Geschäftsjahr in Kraft getretenen neuen oder angepassten Standards und Interpretationen. Feintool führte per 1. Januar 2015 folgende neue Standards und Interpretationen ein:

  • Änderung IAS 19 – Leistungsorientierte Vorsorgepläne Arbeitnehmerbeiträge
  • Jährliche Änderungen von IFRS – 2010 bis 2012 Zyklus
  • Jährliche Änderungen von IFRS – 2011 bis 2013 Zyklus

Feintool ist entweder von diesen Änderungen nicht betroffen oder diese Änderungen haben keine oder keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

NEU HERAUSGEGEBENE RECHNUNGSLEGUNGSVORSCHRIFTEN

Am Bilanzstichtag sind verschiedene neue IFRS-Vorschriften publiziert, die aber noch nicht in Kraft getreten sind. Feintool verzichtet auf die vorzeitige Anwendung nachfolgender Standards, Änderungen von Standards und Interpretationen. Feintool plant, die Neuerungen und Änderungen ab den Geschäftsjahren beginnend am oder nach dem angegebenen Datum anzuwenden:

  • IFRS 9 – Finanzinstrumente (1. Januar 2018)
  • IFRS 15 – Umsätze aus Verträgen mit Kunden (1. Januar 2018)

Feintool geht davon aus, dass diese neuen Standards wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage des Konzerns haben werden. Zur Zeit werden die neuen Vorschriften analysiert und Vorbereitung zu deren Einführung getroffen. Zum heutigen Zeitpunkt sind die Auswirkungen jedoch noch nicht abschätzbar.

  • Änderungen von IFRS 11 – Bilanzierung von Akquisitionen von Anteilen an gemeinschaftlichen Tätigkeiten (1. Januar 2016)
  • Änderungen von IAS 16 und IAS 38 – Klarstellung akzeptierter Abschreibungsmethoden (1. Januar 2016)
  • Änderungen von IFRS 10 und IAS 28 – Veräusserung oder Einbringung von Vermögenswerten zwischen einem Investor und einem assoziierten Unternehmen oder Joint Venture (Einführung unbestimmt)
  • Änderungen von IAS 1 – Verbesserung der Finanzberichterstattung in Bezug auf die Angaben im Anhang (1. Januar 2016)
  • Jährliche Änderungen von IFRS – 2012 bis 2014 Zyklus (1. Januar 2016)

Feintool evaluiert die Auswirkungen der geänderten Standards und Interpretationen. Nach ersten Erkenntnissen erwartet Feintool keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage.

KONSOLIDIERUNGSKREIS

Die konsolidierte Jahresrechnung umfasst grundsätzlich den Jahresabschluss der Feintool International Holding AG, Lyss (Schweiz) sowie die Jahresabschlüsse aller Konzerngesellschaften, bei denen die Feintool International Holding AG direkt oder indirekt mehr als 50 % der Stimmrechte hält oder die auf eine andere Art und Weise beherrscht werden. Eine Liste aller Beteiligung findet sich auf Seite 94.

Mit Wirkung per 30. März 2015 hat die Feintool Holding GmbH, Amberg DE zu 100 % die Firma Gabler Feinschneidtechnik GmbH in Oelsnitz DE erworben. Weitere Informationen siehe unter „Erwerb von Beteiligungen“, Ziffer 2 des Anhangs.

Mit Ausnahme der Veräusserung im Vorjahr der IMA Automation Amberg GmbH (siehe unter „Nicht weitergeführte Bereichen“), gab es keine weiteren Veränderungen im Konsolidierungskreis.

Rückwirkend per 1. Januar 2015 wurde die Feintool Teile und Komponenten AG Lyss mit der Feintool System Parts AG fusioniert. Im Rahmen der Vereinheitlichung der Gruppenstruktur von Feintool wurde zeitgleich die Feintool Teile und Komponenten AG Lyss in die Feintool System Parts Lyss AG umbenannt.

Die am 27. Mai 2014 in Liquidation gesetzte Firma Feintool International Managment AG wurde am 3. Juni 2015 im Handelsregister gelöscht.

KONSOLIDIERUNGSMETHODE

Alle beherrschten Gesellschaften werden nach der Methode der Vollkonsolidierung in die Konzernrechnung einbezogen. Aktiven und Passiven sowie Aufwand und Ertrag werden bei den voll konsolidierten Gesellschaften somit zu 100 % erfasst. Der Anteil der Minderheiten am Nettovermögen und am Geschäftsergebnis wird in der Konzernbilanz und der Gesamtergebnisrechnung gesondert ausgewiesen. Verbindlichkeiten, Guthaben, Aufwendungen und Erträge zwischen den konsolidierten Gesellschaften werden gegeneinander verrechnet. Unrealisierte Zwischengewinne auf Vorräten oder Anlagevermögen werden im Rahmen der Konsolidierung ergebniswirksam eliminiert.

AKQUISITIONEN UND GOODWILL

Neu erworbene Konzerngesellschaften werden gemäss der „acquisition method“ integriert. Die Konsolidierung der Bilanz und der Erfolgsrechnung erfolgt zum Zeitpunkt der Kontrollübernahme. Die Differenz zwischen dem Nettoverkehrswert der identifizierbaren Aktiven, Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten der übernommenen Gesellschaft und dem Kaufpreis wird als Goodwill verbucht. Akquisitionskosten werden sofort der Gesamtergebnisrechnung belastet. Nach der Erstbewertung wird der Goodwill zu den Anschaffungskosten abzüglich etwaiger Wertminderungen bilanziert. Die Werthaltigkeit des Goodwills wird jährlich überprüft, indem der erzielbare Betrag (Marktwert abzüglich Veräusserungskosten oder höherer Nutzungswert) der entsprechenden „cash generating units“ respektive „group of cash generating units“ berechnet wird. Ist der erzielbare Betrag kleiner als der Buchwert, wird eine Wertminderung („Impairment“) erfolgswirksam erfasst.

Beim Verkauf von oder beim Verlust der Kontrolle über Konzerngesellschaften wird die Differenz zwischen dem Verkaufspreis und den abgegebenen Nettoaktiven (inklusive Goodwill) unter Berücksichtigung von kumulierten Fremdwährungserfolgen erfolgswirksam erfasst und im „übrigen Betriebsertrag“ respektive „übrigen Betriebsaufwand“ erfasst. Die Dekonsolidierung erfolgt auf den Stichtag des Kontrollverlustes über die Gesellschaft.

FREMDWÄHRUNGSUMRECHNUNG

Die funktionale Währung der konsolidierten Gesellschaften entspricht der im lokalen Wirtschaftsraum üblichen Währung. Transaktionen in fremder Währung werden zum jeweiligen Tageskurs erfasst. Monetäre Aktiven und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden per Bilanzstichtag zum Stichtagskurs in die funktionale Währung umgerechnet. Die resultierenden Umrechnungsdifferenzen werden grundsätzlich im Finanzergebnis erfasst. Nicht monetäre Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zu historischen Kosten werden mit dem Fremdwährungskurs zum Zeitpunkt der Transaktion umgerechnet.

Im Rahmen der Konsolidierung werden die Bilanzwerte von ausländischen Gesellschaften zu Jahresendkursen, das Eigenkapital zu historischen Kursen und die Werte der Erfolgsrechnung respektive der Geldflussrechnung zu Jahresdurchschnittskursen umgerechnet. Aus der unterschiedlichen Umrechnung von Bilanzen und Erfolgsrechnungen entstehende Umrechnungsdifferenzen werden direkt im sonstigen Ergebnis erfasst und im Eigenkapital ausgewiesen. Beim Verkauf oder bei der Liquidation einer Gruppengesellschaft oder bei Verlust der Kontrolle über die Gesellschaft werden die entsprechenden kumulierten Umrechnungsdifferenzen über das Konzernergebnis als Teil des Verkaufserfolges ausgebucht.

Fremdwährungserfolge auf bestimmten eigenkapitalähnlichen Darlehen, die einen Bestandteil der Nettoinvestition in eine Gesellschaft bilden, werden direkt in der Gesamtergebnisrechnung (sonstiges Ergebnis) verbucht, sofern eine Rückzahlung dieser Darlehen in der nahen Zukunft nicht möglich oder nicht beabsichtigt ist.

Die Feintool-Gruppe hat in den Geschäftsjahren folgende Umrechnungskurse verwendet:

    2015 2014
    Jahresendkurs Durchschnittskurs Jahresendkurs Durchschnittskurs
Euro-Raum EUR 1 1.0835 1.0646 1.2024 1.2132
USA USD 1 0.9952 0.9648 0.9904 0.9205
Japan JPY 100 0.8267 0.7992 0.8279 0.8616
China CNY 100 15.2970 15.2921 15.9315 14.9820

FINANZIELLE AKTIVEN UND VERBINDLICHKEITEN

Es werden folgende Kategorien von Finanzaktiven und Finanzverbindlichkeiten unterschieden:

  • finanzielle Aktiven und Verbindlichkeiten zu Handelszwecken („financial assets or financial liabilities at fair value through profit or loss“): Dabei handelt es sich um Finanzinstrumente, die mit der Absicht der aktiven Bewirtschaftung erworben werden. Alle Derivate werden dieser Kategorie zugewiesen. Diese Aktiven werden zum Marktwert bilanziert und sämtliche Wertschwankungen werden im Finanzergebnis dargestellt. Die Marktwerte der derivativen Finanzinstrumente werden von den Banken berechnet.
  • Forderungen und Darlehen („loans and receivables“): Diese beinhalten insbesondere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie an Dritte gewährte Darlehen. Die Bewertung erfolgt zu Nominalwerten respektive zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der „effective interest rate method“.
  • Zur Veräusserung verfügbare finanzielle Vermögenswerte („financial assets available-for-sale“): Finanzinstrumente dieser Kategorie werden als Finanzanlagen zum Marktwert bilanziert, wobei Wertschwankungen unter Berücksichtigung von allfälligen latenten Steuern direkt im sonstigen Ergebnis erfasst werden. Eine Umbuchung in das Konzernergebnis erfolgt erst bei der Veräusserung des Finanzinstrumentes oder falls eine Wertminderung vorliegt.

Die erstmalige Bewertung der finanziellen Vermögenswerte erfolgt zu den Anschaffungskosten inklusive Transaktionskosten mit Ausnahme von Finanzaktiven „at fair value through profit or loss“, die ohne Transaktionskosten aktiviert werden. Alle Käufe und Verkäufe werden am Handelstag verbucht.

Unter die finanziellen Verbindlichkeiten fallen im Wesentlichen Finanzschulden sowie die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden. Verbindlichkeiten aus Handelsaktivitäten „at fair value through profit or loss“ (Derivate) sind zu Marktwerten bilanziert. Die Bewertung der langfristigen Finanzverbindlichkeiten erfolgt nach der „effective interest rate method“. Im Zinsaufwand sind somit neben den effektiven Zinszahlungen auch die Beträge der jährlichen Aufzinsung und pro-rata-Transaktionskosten enthalten.

Finanzielle Aktiven werden dann ausgebucht, wenn Feintool die Kontrolle über diese abgegeben hat, das heisst, wenn die damit zusammenhängenden Rechte verkauft wurden oder verfallen sind. Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn diese getilgt sind.

Feintool wendet zurzeit kein Hedge Accounting an.

BILANZ

Flüssige Mittel

Die flüssigen Mittel enthalten Kassenbestände, Postscheck- und Bankguthaben sowie Festgelder mit einer Laufzeit von maximal 90 Tagen.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen/übrige Forderungen

Diese Position enthält Forderungen aus der ordentlichen Geschäftstätigkeit. Das Delkredere auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde aufgrund des effektiven Verlustrisikos berechnet und erfasst. Es beinhaltet einerseits Einzelwertberichtigungen für gefährdete Forderungen sowie eine pauschale Wertberichtigung für das vermutete Ausfall-risiko. Die übrigen Forderungen werden zum Nominalwert abzüglich notwendiger Wertberichtigungen bilanziert.

Vorräte

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie zugekaufte Waren werden zu gewichteten durchschnittlichen Anschaffungskosten ausgewiesen. Halb- und Fertigfabrikate werden zu Herstellungskosten inklusive entsprechender Produktionsgemeinkosten, höchstens jedoch zu den netto realisierbaren Werten bilanziert. Artikel mit einer überhöhten Reichweite oder veraltete Gegenstände werden ausreichend wertberichtigt.

Nettoguthaben aus Fertigungsaufträgen/Waren in Arbeit

In dieser Position sind sämtliche Fertigungsaufträge sowie Waren in Arbeit abzüglich erhaltener Anzahlungen und notwendiger Rückstellungen bei erkennbaren Verlusten ausgewiesen. Fertigungsaufträge werden nach der sogenannten „percentage of completion method“ (POC) erfasst, wenn folgende Bedingungen erfüllt sind:

  • Der Vertragswert ist höher als CHF 500 000 respektive gleicher Wert in fremder Währung.
  • Der Erlös aus dem Vertrag kann verlässlich berechnet werden.
  • Es ist wahrscheinlich, dass der wirtschaftliche Vorteil, verbunden mit dem Fertigungsauftrag der Gesellschaft zufliessen wird.
  • Vertragskosten sowie der Fertigungsgrad des Fertigungsauftrages können verlässlich bemessen werden.

Werden diese Bedingungen nicht erfüllt, so erfolgt die Ertragserfassung bei Übergang von Nutzen und Gefahr. Wird erwartet, dass die Kosten aus einem Fertigungsauftrag die vertraglich vereinbarten Erlöse überschreiten, so wird der erwartete Gesamtverlust aus dem Auftrag unverzüglich und vollumfänglich der Gesamtergebnisrechnung belastet.

Der Fertigstellungsgrad der Fertigungsaufträge ergibt sich aus dem Verhältnis der angefallenen Auftragskosten zu den insgesamt geschätzten Auftragskosten („Cost-to-Cost“-Methode) oder richtet sich anteilig nach der verbrauchten Zeit („efford expended“-Methode), sofern von einem linearen Projektfortschritt ausgegangen werden kann.

Die Waren in Arbeit werden zu Herstellkosten bilanziert.

Sachanlagen

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen bilanziert. Als Anschaffungskosten gelten dabei alle Kosten, um das Anlagegut in den vorgesehenen funktionsfähigen Zustand zu bringen. Fremdkapitalzinsen sind Bestandteil der Anschaffungskosten, sofern diese dem Anlagegut zugeordnet werden können. Spätere Unterhaltskosten werden dann aktiviert, wenn dadurch entweder die Betriebsdauer verlängert oder die Produktionskapazität gesteigert wird. Nicht wertvermehrende Unterhaltsarbeiten und Reparaturen werden erfolgswirksam erfasst. Komponenten einer Sachanlage mit unterschiedlichen Nutzungsdauern werden einzeln erfasst und abgeschrieben. Abschreibungen werden linear über die geschätzte Lebensdauer verbucht. Grundstücke werden grundsätzlich nicht abgeschrieben. Allfällige Wertminderungen im Sinne von Impairments (siehe gesonderten Abschnitt) werden dann erfasst, wenn der Buchwert nicht mehr werthaltig erscheint. Diese Wertminderungen werden gesondert ausgewiesen.

In der Regel gelten die folgenden Abschreibungsdauern:

  • Gebäude: 20 bis 40 Jahre
  • Maschinen und Einrichtungen: 5 bis 15 Jahre
  • Fahrzeuge: 3 bis 5 Jahre
  • IT Hardware: 2 bis 5 Jahre

Aktivierte Kosten in gemieteten Räumlichkeiten, die fest mit diesen Räumlichkeiten verbunden sind, werden maximal über die vertraglich vereinbarte Mietdauer abgeschrieben.

Zuwendungen der öffentlichen Hand (erhaltene Fördermittel) für Vermögenswerte (meist Sachanlagen) werden von den Anschaffungs- oder Herstellungskosten des betreffenden Vermögenswertes in Abzug gebracht. Da die Fördermittel in der Regel an bestimmte Bedingungen geknüpft sind, deren Verletzung die Rückzahlung zur Folge hätte, werden die erhaltenen Fördermittel zudem als Eventualverbindlichkeiten offengelegt.

Immaterielle Anlagen

Als immaterielle Anlagen gelten insbesondere Goodwill, Patente, Software sowie gewisse Entwicklungskosten. Letztere werden aktiviert, wenn die technische und marktmässige Realisierbarkeit als gegeben erscheint, die Kosten zuverlässig bestimmbar sind sowie aufgrund der Absatzmärkte die Kosten als realisierbar betrachtet werden. Die immateriellen Werte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert und über die erwartete Nutzungsdauer linear amortisiert. Etwaige Wertminderungen im Sinne von Impairments werden dann erfasst, wenn der Buchwert nicht mehr werthaltig erscheint. Diese Wertminderungen werden gesondert ausgewiesen.

Die immateriellen Werte (mit Ausnahme von Goodwill) haben eine begrenzte Lebensdauer und werden wie folgt amortisiert:

  • Patente und Marken: max. 10 Jahre
  • Aktivierte Entwicklungskosten: 3 bis 5 Jahre, max. 10 Jahre
  • Software: 2 bis 5 Jahre

Wertminderungen (Impairment)

Die Werthaltigkeit von Anlagevermögen (Sachanlagen, immaterielle Anlagen) wird überprüft, wenn aufgrund von Ereignissen oder veränderten Umständen eine Überbewertung möglich erscheint. Die Werthaltigkeit des Goodwills wird mindestens jährlich überprüft. Übersteigt dabei der Buchwert den sogenannten erzielbaren Betrag (Marktwert abzüglich Veräusserungskosten oder höherer Nutzungswert), erfolgt eine sofortige Wertminderung des Buchwertes auf den netto realisierbaren Wert. Bei der Berechnung des Nutzungswertes werden die zukünftigen Geldflüsse mit einem Vorsteuer-Diskontsatz abgezinst. Dieser Diskontsatz reflektiert die aktuellen Markteinschätzungen und die Risiken der entsprechenden Aktiven.

Leasingverträge (Finanzierungsleasing)

Finanzierungs-Leasingverträge, die den Besitzer hinsichtlich Nutzen und Gefahr einem Eigentümer gleichsetzen, werden wie normale Käufe von Sachanlagen oder immateriellen Werten bilanziert. Das Aktivum sowie die entsprechende Leasingschuld werden dabei zu Verkehrswerten oder zum tieferen Netto-Barwert der geschuldeten Leasingraten bilanziert. Die Abschreibung des Leasingguts erfolgt über die Nutzungs- oder die kürzere Vertragsdauer, sofern es nicht als gesichert erscheint, dass das Leasinggut bei Vertragsende auf den Leasingnehmer übergeht. Operating-Leasing wird nicht bilanziert, aber im Anhang offengelegt. Die Leasingraten werden in der Gesamtergebnisrechnung erfasst, wobei etwaigen ausserordentlichen Elementen (z. B. Incentives zu Beginn der Vertragsdauer) entsprechend Rechnung getragen wird.

Finanzanlagen

Die Finanzanlagen enthalten an Dritte gewährte Darlehen sowie Kautionen. Finanzanlagen werden je nach Charakter (siehe Abschnitt „Finanzielle Aktiven und Verbindlichkeiten“) zum Marktwert bzw. zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der „effective interest rate method“ verbucht. Erfolge aus diesen Finanzanlagen werden im Finanzergebnis verbucht.

Kurzfristiges Fremdkapital

Es handelt sich um Fremdkapital mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Es umfasst auch den Teil der langfristigen Verbindlichkeiten, der innerhalb eines Jahres zur Tilgung fällig wird.

Passive Rechnungsabgrenzung

In den passiven Rechnungsabgrenzungen werden einerseits Aufwendungen der Jahresabschlussperiode verbucht, für die noch keine Belege vorhanden sind. Anderseits werden hier auch im Voraus erhaltene Erträge der Jahresabschlussperiode verbucht, für die noch Leistungen erbracht werden müssen. Insbesondere im Segment Feintool Fineblanking Technology kommt es vor, dass den Kunden Feinschneidpressen in Rechnung gestellt werden, aber noch nicht alle Lieferantenrechnungen eingetroffen oder alle vertraglich geregelten Arbeiten für die Presse erfolgten.

Rückstellungen

Rückstellungen werden gebildet, wenn a) aus einem Ereignis der Vergangenheit eine gegenwärtige Verpflichtung entstanden ist, b) der Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen zur Erfüllung dieser Verpflichtung wahrscheinlich ist und c) eine verlässliche Schätzung der Höhe der Verpflichtung möglich ist. Es erfolgen keine Rückstellungen für künftige operative Verluste. Rückstellungen für Restrukturierungen werden zu dem Zeitpunkt gebildet, zu dem sich die Konzerngesellschaft zur Durchführung faktisch verpflichtet, indem sie den Plan den betroffenen Personen offenlegt und sofern die Kosten aufgrund eines Detailplans zuverlässig bestimmt werden können. Die Verbuchung der Auflösung von nicht mehr benötigten Rückstellungen erfolgt zu dem Zeitpunkt, zu dem der Sachverhalt, für den die Rückstellung erfasst worden ist, entweder nicht mehr existiert oder mit grosser Wahrscheinlichkeit nicht mehr eintreten wird.

Latente Steuern

Latente Steuern werden unter Anwendung der „balance-sheet-liability-method“ berücksichtigt. Entsprechend dieser Methodik werden die ertragssteuerlichen Auswirkungen von temporären Differenzen zwischen den konzerninternen und den steuerlichen Bilanzwerten als langfristiges Fremdkapital bzw. Anlagevermögen erfasst. Massgebend sind die tatsächlichen oder die zu erwartenden lokalen Steuersätze. Passive latente Steuern werden auf allen steuerbaren temporären Differenzen berechnet. Latente Steuerforderungen, einschliesslich solcher auf steuerlich verwendbaren Verlustvorträgen sowie auf zu erwartenden Steuergutschriften werden nur dann berücksichtigt, wenn es wahrscheinlich ist, dass zukünftige Gewinne verfügbar sind, die die Realisierung von Verlustvorträgen und Steuergutschriften ermöglichen.

Die Veränderung der latenten Steuern wird erfolgswirksam erfasst, mit der Ausnahme der latenten Steuern auf direkt im sonstigen Ergebnis erfassten Sachverhalten, die ebenfalls im sonstigen Ergebnis erfasst werden.

Aktienbezogene Vergütungen

Aktien werden als Bestandteil des Bonus im Umfang eines vertraglich vordefinierten Betrags der Gruppenleitung abgegeben. Einzelne Mitglieder des Verwaltungsrates erhalten eine vertraglich vordefinierte Anzahl Aktien als Bonus zugeteilt.

Personalvorsorge

Der Konzern hat verschiedene Vorsorgesysteme für die Mitarbeitenden, die sich je nach Umfeld der jeweiligen Gesellschaft unterscheiden. Die Finanzierung der Vorsorgesysteme erfolgt durch Beiträge des Arbeitgebers und/oder der Arbeitnehmenden an staatliche Vorsorgepläne, an rechtlich selbstständige Vorsorgesysteme (Stiftungen, Versicherungen) oder durch Bildung einer entsprechenden Rückstellung in der Bilanz der Gesellschaft.

Bei beitragsorientierten Plänen entspricht der periodengerecht abgegrenzte Aufwand den vereinbarten Beiträgen der Konzerngesellschaften. Bei leistungsorientierten Plänen werden die Kosten durch aktuarische Gutachten von unabhängigen Experten gemäss der „projected unit credit method“ berechnet. Die Berechnungen werden periodisch aktualisiert. Im Falle von separaten Vorsorgeeinrichtungen handelt es sich um sogenannte „funded plans“, im Falle von vereinbarten Zusagen der Konzerngesellschaften selbst um „unfunded plans“. Die bilanzierte Verpflichtung ergibt sich aus der durch den Aktuar bestimmten „defined benefit obligation“, gekürzt um etwaige, zum Marktwert erfasste Aktiven.

Der in der Gesamtergebnisrechnung verbuchte Aufwand entspricht den versicherungsmathematisch ermittelten Kosten, abzüglich der Beiträge der Arbeitnehmenden. Dieser setzt sich zusammen aus:

  • Dienstzeitaufwand der laufenden Periode
  • Zinsen auf Nettoschuld aus leistungsorientierten Vorsorgeverpflichtungen
  • Neubewertungen aus leistungsorientierten Vorsorgeverpflichtungen

Der laufende Dienstzeitaufwand wird im Personalaufwand erfasst. Die Zinsen auf der Nettoschuld aus leistungsorientierten Vorsorgeplänen werden im Finanzaufwand erfasst. Der Aufwand resp. der Ertrag aus Neubewertungen werden im sonstigen Ergebnis der Gesamtergebnisrechnung erfasst.

Andere langfristige Zusagen an die Mitarbeitenden wie Dienstjubiläen oder „sabbatical leave programs“ werden nach der gleichen Methodik erfasst mit der Ausnahme, dass versicherungstechnischen Veränderungen im Personalaufwand erfasst werden.

Eigenkapital

Das Eigenkapital stellt den sogenannten Residualwert (Aktiven abzüglich Fremdkapital) dar. Die Kapitalreserven ergeben sich aus Agiozahlungen der Aktionäre, aus Transaktionen mit eigenen Aktien, aus Mitarbeiteroptionen und dem Marktwert des Wandelrechts bei der seinerzeitigen Ausgabe von Wandelanleihen. Die Gewinnreserven beinhalten thesaurierte Erfolge des Konzerns sowie die Neubewertung der Nettoschuld (Vermögenswert) aus leistungsorientierten Vorsorgeplänen. Vom Eigenkapital werden erworbene eigene Aktien zu den Anschaffungskosten in Abzug gebracht. Übrige Zahlungen aus Eigenkapitalinstrumenten (Derivate, denen die Eigenschaft von Eigenkapital zukommt) werden ebenfalls direkt im Eigenkapital verbucht.

UMSATZ- UND GEWINNREALISIERUNG

Nettoumsatz

Der Nettoumsatz aus Warenverkäufen und Dienstleistungen entspricht dem Umsatz nach Steuern, Gutschriften und Rabatten. Die Umsatzverbuchung erfolgt, mit Ausnahme derjenigen Fertigungsaufträge, die nach der „percentage of completion method“ (POC) abgerechnet werden (vgl. Abschnitt Nettoguthaben aus Fertigungsaufträgen/Waren in Arbeit auf Seite 52 dieses Berichts), bei Übergang von Nutzen und Gefahr.

Die Warenverkäufe bestehen aus den Verkäufen von Maschinen inkl. Peripherie, Werkzeugen, Automationsanlagen, Feinschneid- und Umformteilen sowie Ersatzteilen. Als Dienstleistungserträge werden Erträge aus Serviceleistungen an Maschinen und Anlagen erfasst.

Übriger Betriebsertrag/-aufwand

Der übrige Betriebsertrag enthält Gewinne aus dem Verkauf von Sachanlagen und Beteiligungen sowie diverse kleinere Erträge wie Einnahmen aus Personalrestaurants, an Dritte verrechnete IT-Leistungen und Mieterträge aus Liegenschaften.

Der übrige Betriebsaufwand enthält die operativen Betriebskosten mit Ausnahme des Material- und Personalaufwandes sowie den Abschreibungen.

Gewinne/Verluste aus dem Verkauf von Sachanlagen werden zum Zeitpunkt des Eigentumsübertrages und der damit verbundenen Übertragung von Nutzen und Gefahr erfasst.

Forschung und Entwicklung

Auftragsbezogene, vergütete Entwicklungskosten werden in den Waren in Arbeit aktiviert. Forschungs- und Entwicklungskosten werden im Jahr der Aufwendung der Gesamtergebnisrechnung voll belastet, sofern diese nicht aktiviert werden. Entwicklungskosten für neue Produkte werden nur dann aktiviert, wenn die technische und marktmässige Realisierbarkeit als gegeben erscheint, die Kosten zuverlässig bestimmbar sind und es wahrscheinlich ist, dass der Feintool der erwartete künftige wirtschaftliche Nutzen aus dem Vermögenswert zufliessen wird.

Zinsen

Zinsen werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode erfasst. Noch nicht erhaltene Zinsen werden per Bilanzstichtag in den aktiven Rechnungsabgrenzungen erfasst. Der Ausweis von Zinsen erfolgt in der Gesamtergebnisrechnung im Finanz-ertrag.

1 Segmentinformationen

1 Segmentinformationen
1.1 Produkte und Dienstleistungen 2015
in CHF 1 000
Fineblanking Technology System Parts Total Segmente Finanzen/ Übrige Elimina- tionen Total weiterge- führte Bereiche Nicht weiter- geführte Bereiche Total inkl. nicht weiter- geführte Bereiche
Nettoumsatz 87 779 438 018 525 797 -16 861 508 936 508 936
- Ertrag mit anderen Segmenten -16 854 -7 -16 861 16 861
Total Nettoumsatz Gruppe 70 925 438 011 508 936 508 936 508 936
                 
Bruttomarge 1) 34 449 165 896 200 345 -63 -4 451 195 831 195 831
                 
EBITDA 6 174 61 832 68 006 -4 668 -1 916 61 422 61 422
Abschreibungen und Amortisationen -1 601 -26 045 -27 646 -2 348 1 473 -28 521 -28 521
Betriebsergebnis (EBIT) 4 573 35 787 40 360 -7 016 -443 32 901 32 901
                 
Finanzaufwand           -17 755    
Finanzertrag           14 068    
Gewinnsteuern           -9 139    
                 
Konzernergebnis zurechenbar Feintool Holding Aktionäre           20 075    
                 
Aktiven 66 099 332 757 398 856 121 552 -93 515 426 893 426 893
Nettoumlaufvermögen 2) 11 216 60 651 71 867 -1 543 -70 70 254 70 254
Investitionen in Sach- und immaterielle Anlagen (inkl. Leasing) 854 31 290 32 144 870 -1 217 31 797 31 797
Personalbestand 237 1 780 2 017 32 2 049 2 049
1.2 Geografische Regionen (weitergeführte Bereiche) 2015 Schweiz Europa ohne Schweiz Amerika Asien Total
Nettoumsatz Gruppe 3)       4 907 253 989 163 026 87 014 508 936
davon Deutschland         187 885      
davon Japan             39 302  
davon China             33 080  
Sach- und immaterielle Anlagen       34 187 79 684 75 644 25 344 214 859

Die nachfolgenden Fussnoten gelten für die Geschäftsjahre 2015 und 2014.

1) Die Bruttomarge errechnet sich aus dem Nettoumsatz abzüglich Materialkosten, Veränderung Halb- und Fertigfabrikaten und Waren in Arbeit und direkten Personalkosten.

2) Das Nettoumlaufvermögen setzt sich zusammen aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, den Warenvorräten, dem Nettoguthaben aus Fertigungsaufträgen/Waren in Arbeit sowie aktiven Rechnungsabgrenzungsposten abzüglich der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Kundenanzahlungen sowie passiven Rechnungsabgrenzungsposten.

3) Der Nettoumsatz ist aufgrund des Domizils des Kunden auf die Länder zugeteilt.

Feintool erzielt mit einem Kunden 16.4 % (Vorjahr 15.2 %) des Gruppenumsatzes. Der Ertrag fällt in allen Segmenten an. Das Segment Fineblanking Technology beinhaltet die Entwicklung, Herstellung und den Verkauf von Pressen, Werkzeugen, Peripheriesystemen und alle damit zusammenhängenden Dienstleistungen. Das Segment System Parts entwickelt, produziert und verkauft hochpräzise Systemkomponenten und Baugruppen unter Nutzung der Feinschneid- und Umformtechnologie.

1.3 Produkte und Dienstleistungen 2014
in CHF 1 000
Fineblanking Technology System Parts Total Segmente Finanzen/ Übrige Elimina- tionen Total weiterge- führte Bereiche Nicht weiter- geführte Bereiche Total inkl. nicht weiter- geführte Bereiche
Nettoumsatz 98 325 420 010 518 335 -14 915 503 420 29 715 533 135
- Ertrag mit anderen Segmenten -14 912 -3 -14 915 14 915
Total Nettoumsatz Gruppe 83 413 420 007 503 420 503 420 29 715 533 135
                 
Bruttomarge 1) 37 295 160 350 197 645 -22 -3 076 194 547 8 406 202 953
                 
EBITDA 8 187 60 339 68 526 -4 531 -1 078 62 917 3 050 65 967
Abschreibungen und Amortisationen -1 550 -25 360 -26 910 -2 312 1 447 -27 775 -367 -28 142
Betriebsergebnis (EBIT) 6 637 34 979 41 616 -6 843 369 35 142 2 683 37 825
                 
Finanzaufwand           -10 217    
Finanzertrag           6 992    
Gewinnsteuern           -7 291    
                 
Konzernergebnis zurechenbar Feintool Holding Aktionäre           24 626    
                 
Aktiven 76 495 321 235 397 730 121 686 -92 773 426 643 802 427 445
Nettoumlaufvermögen 2) 11 293 49 303 60 596 -2 557 439 58 478 -1 58 477
Investitionen in Sach- und immaterielle Anlagen (inkl. Leasing) 1 315 42 931 44 246 922 -1 784 43 384 229 43 613
Personalbestand 251 1 704 1 955 32 1 987 1 987
1.4 Geografische Regionen (weitergeführte Bereiche) 2014 Schweiz Europa ohne Schweiz Amerika Asien Total
Nettoumsatz Gruppe 3)       11 688 258 754 136 245 96 733 503 420
davon Deutschland         188 581      
davon Japan             43 669  
davon China             36 799  
Sach- und immaterielle Anlagen       32 003 74 861 76 647 26 516 210 027

Die nachfolgenden Erläuterungen gelten für die Geschäftsjahre 2015 und 2014.

Finanzen/Übrige beinhalten im Wesentlichen die Zahlen der Feintool International Holding AG, der deutschen Subholding Feintool Holding GmbH sowie der sich in der Subholding HL Holding AG und deren Töchtern befindlichen Immobiliengesellschaften.

Die Position „Nicht weitergeführte Bereiche“ beinhaltet die verkaufte IMA Automation Amberg GmbH, Amberg sowie die dazugehörige Betriebsliegenschaft.

Das Betriebsergebnis beinhaltet alle operativen Erträge und Aufwendungen, die in den entsprechenden Segmenten direkt anfallen. Darin enthalten sind segmentübergreifend anfallende Aufwendungen, die direkt „at arm's length“ verrechnet werden. Die Finanzierung von Feintool erfolgt auf Gruppenebene. Daher werden Finanzaufwand und Finanzertrag sowie Steuern lediglich auf Gruppenebene ausgewiesen und erscheinen somit nicht in den Segmentreportings.

Eine Überleitung von den Zahlen aus dem Management Reporting zum Financial Reporting entfällt, da die interne und externe Berichterstattung den gleichen Bewertungsgrundsätzen unterliegen.

2 erwerb von beteiligungen

Am 30. März 2015 übernahm die Feintool Holding GmbH, Amberg, eine 100 % Tochtergesellschaft der Feintool International Holding AG, 100 % der Gabler Feinschneidtechnik GmbH, Oelsnitz. Das Unternehmen wurde am 15. April 2015 in Feintool System Parts Oelsnitz GmbH umfirmiert.

Der nach ISO/TS 16949 zertifizierte Feinschneidbetrieb wurde 2007 in Oelsnitz (Sachsen) gegründet, beschäftigte 38 Mitarbeitende und verfügt über eine moderne Infrastruktur, die rasch erheblich ausgebaut werden kann. Die Erweiterung des Standortes wurde umgehend initiiert um dem Wachstum und dem Kapazitätsbedarf der übrigen europäischen Feinschneidbetriebe, die an ihre Kapazitätsgrenze stossen, Rechnung zu tragen.

In den neun Monaten der Gruppenzugehörigkeit (1. April - 31. Dezember 2015) erwirtschaftete die Feintool System Parts Oelsnitz GmbH einen Umsatz von TCHF 3 244 und einen operativen Verlust (EBIT) von TCHF -1 036.

2.1 Erbrachte Gegenwerte für die akquirierten Beteiligungen in CHF 1 000
Flüssige Mittel 6 751
Total erbrachte Gegenwerte 6 751
2.2 Identifizierbare Aktiven und Passiven in CHF 1 000
Flüssige Mittel 460
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen/übrige Forderungen 1 447
Vorräte 155
Waren in Arbeit 205
Sachanlagen 6 329
Immaterielle Anlagen 1) 1 090
Finanzielle Verbindlichkeiten -3 658
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen/übrige Verbindlichkeiten -654
Rückstellungen -546
Latente Steuerverbindlichkeiten -435
Netto identifizierbare Aktiven 4 393

1)In den immateriellen Anlagen ist hauptsächlich der Wert für bestehende Kundenaufträge und -beziehungen, sowie technisches Know-How enthalten.

2.3 Goodwill zum Erwerbszeitpunkt in CHF 1 000
Total erbrachte Gegenwerte 6 751
Netto identifizierbare Aktiven -4 393
Goodwill 2 358

3 Veräusserung von nicht weitergeführten Bereichen

Am 31. Juli 2014 veräusserte Feintool die IMA Automation Amberg GmbH, Amberg sowie deren Betriebsliegenschaft an die deutsch-chinesische Automobilgruppe Preh GmbH, Bad Neustadt a.d. Saale.

  2015 2014
3.1 Resultat der nicht weitergeführten Bereiche in CHF 1 000 in CHF 1 000
Nettoumsatz 0 29 715
Total Betriebserfolg 0 -27 032
Betriebsergebnis (EBIT) 0 2 683
     
Nettofinanzergebnis 0 -134
Ergebnis vor Steuern 0 2 549
     
Gewinnsteuern 0 -297
Ergebnis aus nicht weitergeführten Bereichen 0 2 252
     
Gewinn aus Veräusserung von nicht weitergeführten Bereichen 720 8 763
Gewinnsteuern aus der Veräusserung von nicht weitergeführten Bereichen 0 -234
Effekt auf das Ergebnis der Periode 720 10 781
     
Mittelfluss    
Aus betrieblicher Tätigkeit (inkl. Veränderungen im NUV) 0 -1 078
Aus Investitionstätigkeit 0 -229
Aus Finanzierungstätigkeit 0 -783
Umrechnungsdifferenzen 0 -37
Zunahme/(Abnahme) der flüssigen Mittel 0 -2 127
     
Effekt pro Aktie in CHF    
Unverwässert 0.16 2.42
Verwässert 0.16 2.42

Im Geschäftsjahr 2015 konnten Rückstellungen, welche für nachlaufende Arbeiten in Zusammenhang mit dem Ausscheiden der IMA Automation Amberg GmbH gebildet wurden, erfolgwirksam aufgelöst werden.

  2015 2014
3.2 Effekt aus dem Abgang der Finanzpositionen der Gruppe in CHF 1 000 in CHF 1 000
Flüssige Mittel 0 -2 986
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen/übrige Forderungen 0 -5 702
Vorräte 0 -879
Fertigungsaufträge in Arbeit (POC) 0 -36 577
Ware in Arbeit 0 -1 003
Anzahlungen 0 24 651
Sach- und immaterielle Anlagen 0 -7 777
Goodwill 0 -4 245
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen/ übrige Verbindlichkeiten 0 19 059
Latente Steuerverbindlichkeiten 0 1 388
Netto Aktiven und Verbindlichkeiten 0 -14 071
     
In bar erhaltener Verkaufspreis 0 24 574
Abzüglich verkaufte flüssige Mittel 0 -2 986
Netto Mittelzufluss 0 21 588

Im Effekt aus dem Abgang der Finanzpositionen der Gruppe ist die IMA Automation Amberg GmbH sowie deren Betriebsliegenschaft dargestellt.

4 Nettoumsatz

4 Nettoumsatz
  2015 2014
  in CHF 1 000 in CHF 1 000
Bruttoumsatz 1) 514 006 509 150
Erlösminderungen -5 070 -5 730
Total Nettoumsatz 508 936 503 420

1)Vom Bruttoumsatz werden insgesamt TCHF 36 106 (Vorjahr TCHF 39 674) aus Fertigungsaufträgen (POC) ermittelt.

5 Personalaufwand

5 Personalaufwand
  2015 2014
  in CHF 1 000 in CHF 1 000
Löhne und Gehälter 122 715 117 344
Sozialaufwand 22 534 21 895
Übriger Personalaufwand 4 027 4 878
Total Personalaufwand 149 276 144 117
davon direkter Personalaufwand 1) 74 288 71 036
davon indirekter Personalaufwand 74 988 73 081

1)Der direkte Personalaufwand entspricht dem Personalaufwand für Mitarbeitende, die direkt dem Fertigungsprozess zugeordnet werden können.

Die Gruppe beschäftigte am Ende des Geschäftsjahres 2 049 Mitarbeitende (Vorjahr 1 987) und 75 Lernende (Vorjahr 82).

6 Übriger Betriebsaufwand

6 Übriger Betriebsaufwand
  2015 2014
  in CHF 1 000 in CHF 1 000
Unterhalt und Reparaturen 44 768 43 243
Miete und Leasing 4 721 4 819
Verkaufs- und Marketingkosten 1 797 2 346
Verwaltungs- und Vertriebsaufwand 10 308 9 728
Verlust aus Verkauf von Sachanlagen 83 114
Abgaben und Steuern (ohne Ertragssteuern) 748 599
Sonstiger Aufwand 1 518 1 515
Total übriger Betriebsaufwand 63 943 62 364

7 Übriger Betriebsertrag

7 Übriger Betriebsertrag
  2015 2014
  in CHF 1 000 in CHF 1 000
Gewinn aus Verkauf von Sachanlagen 291 156
Sonstiger Ertrag 1) 1 838 1 721
Total übriger Betriebsertrag 2 129 1 877

1)In der Position „Sonstiger Ertrag“ sind u. a. Erlöse aus Betriebsrestaurants, Untervermietungen, sowie der Erlös aus Versicherungsentschädigungen enthalten.

8 Finanzaufwand

8 Finanzaufwand
  2015 2014
  in CHF 1 000 in CHF 1 000
Zinsaufwand 2 675 2 712
Übriger Finanzaufwand 1) 1 275 2 181
Währungsverluste 13 805 5 324
Total Finanzaufwand 17 755 10 217

1)Der übrige Finanzaufwand enthält neben Bankspesen auch Abgaben auf länderspezifischen Finanztransaktionen, Konsortialführerprovision (jährlicher Anteil der Kosten des Konsortialkredites), Kosten für market making, Bewertungsaufwand aus Swap-Geschäften sowie Zinsaufwendungen für die Rückstellung aus Personalvorsorge.

9 Finanzertrag

9 Finanzertrag
  2015 2014
  in CHF 1 000 in CHF 1 000
Zinsertrag 193 415
Übriger Finanzertrag 1) 14 41
Währungsgewinne 13 861 6 536
Total Finanzertrag 14 068 6 992

1)Der übrige Finanzertrag enthält Erträge aus Bewertung von Swap-Geschäften sowie den Ertrag aus Verzinsung einer Mietkaution.

10 Gewinnsteuer

10 Gewinnsteuer
  2015 2014
10.1 Analyse der Gewinnsteuer in CHF 1 000 in CHF 1 000
Angefallene Gewinnsteuern des Geschäftsjahrs 5 347 6 107
Angefallene Gewinnsteuern der Vorjahre -343 -354
Latente Gewinnsteuern 4 135 2 069
Total Gewinnsteuern 9 139 7 822
  2015 2014
10.2 Analyse der Steuerbelastung in CHF 1 000 in CHF 1 000
Ergebnis vor Steuern 1) 29 934 43 229
     
Gewichteter Steuersatz in % 2) 35.5 % 37.1 %
Erwarteter Gesamtsteueraufwand 10 617 16 043
     
Steuerlich nicht absetzbare Aufwendungen 68 78
Nicht zu versteuernde Erträge 3) -38 -2 521
Nichtaktivierung steuerlicher Verlustvorträge aus dem laufenden Jahr 4) 971 520
Verwendung nicht bilanzierter Verlustvorträge aus den Vorjahren 5) -777 -1 143
Aktivierung früher nicht angesetzter Verlustvorträge 6) -3 948 -4 385
Neubeurteilung latenter Steuerforderungen/-verbindlichkeiten 7) 2 019 1 003
Verwendung von nicht angesetzten abzugsfähigen temporären Differenzen 8) -175 -1 650
Steuergutschriften/-belastungen aus Vorjahren -343 -354
Auswirkungen von Steuersatzänderungen 250 139
Übrige Einflüsse 9) 495 92
Effektiver Gewinnsteueraufwand 9 139 7 822
Effektiver Gewinnsteueraufwand in % 30.5 % 18.1 %

1)Das Ergebnis vor Steuern enthält auch die nicht weitergeführten Bereiche.

2)Der gewichtete Steuersatz errechnet sich aus den voraussichtlich anwendbaren Gewinnsteuersätzen der einzelnen Konzerngesellschaften in den jeweiligen Steuerhoheitsgebieten. Er kann sich naturgemäss nach Höhe der einzelnen Gewinne verändern.

3)Die nicht zu versteuernden Erträge enthalten im Vorjahr den nicht versteuerbaren Anteil des Gewinnes aus der Veräusserung der IMA Automation Amberg GmbH.

4)Die Nichtaktivierung steuerlicher Verlustvorträge aus dem laufenden Jahr betrifft Gesellschaften in der Schweiz, China und Deutschland.

5)Die Verwendung nicht bilanzierter Verlustvorträge betrifft Gesellschaften in der Schweiz.

6)Die Aktivierung früher nicht angesetzer Verlustvorträge betrifft eine Gesellschaft in der Schweiz und den USA.

7)Die Neubeurteilung latenter Steuerforderungen/-verbindlichkeiten betrifft insbesondere die Gesellschaften in den USA.

8)Die Verwendung nicht angesetzter abzugsfähiger temporärer Differenzen betrifft insbesondere Gesellschaften in der Schweiz und Deutschland.

9)Diese Position betrifft insbesondere minimale Steuerzahlungen (unabhängig vom Umsatz) in den USA und Japan.

11 Latente Steuern

11 Latente Steuern
    31.12.2015 31.12.2014
11.1 Buchwerte (Latente Steuern) in CHF 1 000 Latente Steuer- forderungen Latente Steuer- verbindlichkeiten Latente Steuer- forderungen Latente Steuer- verbindlichkeiten
Latente Steuern aufgrund zeitlicher Differenzen        
Umlaufvermögen 2 335 1 241 2 482 1 432
Anlagevermögen 9 610 29 255 5 208 23 113
Rückstellungen und übrige Verbindlichkeiten 3 072 1 009 2 944 687
Personalvorsorge 12 641 0 11 333 0
Verlustvorträge 12 905 0 15 040 0
Übrige zeitliche Differenzen 129 2 1 080 0
Netting -22 581 -22 581 -19 692 -19 692
Total Buchwerte 18 111 8 926 18 395 5 540
davon in der Bilanz ausgewiesen als latente Steuerforderungen 18 111   18 395  
davon in der Bilanz ausgewiesen als latente Steuerverbindlichkeiten   8 926   5 540
Netto latente Steuerforderungen 9 185   12 855  
    31.12.2015 31.12.2014
11.2 Nachweis latenter Steuern in CHF 1 000 Latente Steuer- forderungen Latente Steuer- verbindlichkeiten Latente Steuer- forderungen Latente Steuer- verbindlichkeiten
Beginn Periode 12 855   8 437  
Bildung und Auflösung von zeitlichen Differenzen -4 135   -2 069  
Zeitliche Differenzen aus dem Erwerb/Verkauf von Gesellschaften -435   1 388  
Zeitliche Differenzen, welche direkt ins Eigenkapital gebucht werden 1 096   5 364  
Umrechnungsdifferenzen -196   -265  
Ende Periode 9 185   12 855  

Die zeitlichen Differenzen aus dem Erwerb/Verkauf von Gesellschaften stammen aus dem Kauf der Feintool System Parts Oelsnitz GmbH und im Vorjahr aus dem Verkauf der IMA Automation Amberg GmbH.

11.3 Nicht aktivierte Steuerforderungen

Latente Steuerforderungen, einschliesslich solcher auf steuerlich verwendbaren Verlustvorträgen sowie auf zu erwartenden Steuergutschriften, werden nur dann berücksichtigt, wenn es wahrscheinlich ist, dass zukünftige Gewinne verfügbar sind, gegen die die genannten Aktiven steuerlich verwendet werden können.

  31.12.2015 31.12.2014
11.4 Steuerliche Verlustvorträge in CHF 1 000 in CHF 1 000
Total steuerliche Verlustvorträge 62 552 84 662
davon aktivierte Verlustvorträge 42 222 40 025
Total unberücksichtigte steuerliche Verlustvorträge 20 330 44 637
davon verfallen innerhalb eines Jahres 5 474 1 433
davon verfallen zwischen einem bis fünf Jahren 11 973 34 123
davon verfallen in mehr als fünf Jahren 2 883 9 081
Steuereffekt auf unberücksichtigte steuerliche Verlustvorträge 4 746 8 635

Die Gewinnsteuer und die Angaben der Steuerbelastung sind in Ziffer 10 des Anhangs dargestellt.

12 Konzerngewinn pro Aktie

12 Konzerngewinn pro Aktie
  2015 2014
12.1 Durchschnittliche Anzahl ausgegebener Aktien Anzahl Anzahl
Durchschnittlicher Bestand ausgegebener Aktien 4 462 971 4 462 971
Abzüglich Anzahl eigene Aktien (gewichtet) -13 998 -9 011
Durchschnittliche Anzahl ausstehender Aktien – unverwässert 4 448 973 4 453 960
Durchschnittliche Anzahl ausstehender Aktien – verwässert 4 448 973 4 453 960
  2015 2014
12.2 Konzernergebnis Feintool-Gruppe in CHF 1 000 in CHF 1 000
Konzernergebnis Feintool-Gruppe – unverwässert 20 795 35 407
Konzernergebnis Feintool-Gruppe – verwässert 20 795 35 407

Im Geschäftsjahr sind keine Verwässerungseffekte erkannt worden.

  2015 2014
12.3 Ergebnis pro Aktie in CHF in CHF
Unverwässertes Ergebnis pro Aktie 4.67 7.95
Verwässertes Ergebnis pro Aktie 4.67 7.95

Das Konzernergebnis pro Aktie errechnet sich aus dem Konzernergebnis des Geschäftsjahres dividiert durch die durchschnittlich ausstehenden Aktien. Im Geschäftsjahr sind keine Verwässerungseffekte erkannt worden.

13 Forderungen

13 Forderungen
13.1 Forderungen aus Lieferungen 31.12.2015 31.12.2014
und Leistungen/übrige Forderungen in CHF 1 000 in CHF 1 000
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 72 464 73 242
Wertberichtigungen -2 727 -2 569
Total Forderungen aus Lieferungen und Leistungen netto 69 737 70 673
Besitzwechsel 303 323
Ausstehende Umsatzsteuerguthaben 5 435 3 833
Anzahlungen an Lieferanten 6 415 694
Übrige Forderungen 1 639 1 324
Total Forderungen aus Lieferungen und Leistungen/übrige Forderungen 83 529 76 847

Feintool besitzt mehrere nicht bilanzierungspflichtige Factoringprogramme. Per 31. Dezember 2015 sind TCHF 8 238 an Forderungen im Rahmen dieser Programme verkauft worden (Vorjahr TCHF 7 306).

13.2 Altersanalyse der Forderungen in CHF 1 000 Buchwerte noch
nicht fällig
fällig
bis 30 Tage
fällig
31 bis 90 Tage
fällig
91 bis 180 Tage
fällig
über 180 Tage
31.12.2015            
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 72 464 56 564 8 447 2 881 2 192 2 380
Wertberichtigungen -2 727          
Total Forderungen netto 69 737          
             
31.12.2014            
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 73 242 60 430 7 520 2 385 1 542 1 365
Wertberichtigungen -2 569          
Total Forderungen netto 70 673          
  2015 2014
13.3 Wertberichtigungen auf Forderungen in CHF 1 000 in CHF 1 000
Beginn Periode -2 569 -2 090
Umrechnungsdifferenzen 69 -52
Bildung -805 -932
Auflösung 550 375
Verbrauch 28 130
Ende Periode -2 727 -2 569

14 Vorräte

14 Vorräte
  31.12.2015 31.12.2014
  in CHF 1 000 in CHF 1 000
Rohmaterial 23 418 21 720
Halb- und Fertigfabrikate 32 519 33 420
Wertberichtigungen auf Vorräten -14 897 -16 307
Total Vorräte 41 040 38 833

15 Nettoguthaben aus Fertigungsaufträgen/Waren in arbeit

15 Nettoguthaben aus Fertigungsaufträgen/Waren in arbeit
  31.12.2015 31.12.2014
  in CHF 1 000 in CHF 1 000
Fertigungsaufträge in Arbeit (POC) 16 954 12 951
Waren in Arbeit 22 312 21 475
Anzahlungen -5 125 -990
Wertberichtigungen auf Fertigungsaufträgen -2 711 -2 018
Total Nettoguthaben aus Fertigungsaufträgen 31 430 31 418

Die verbuchte Bruttomarge auf den per Bilanzstichtag bestehenden „Fertigungsaufträge in Arbeit (POC)“ beläuft sich auf 33.5 % (Vorjahr 27.4 %).

16 Aktive Rechnungsabgrenzungen

16 Aktive Rechnungsabgrenzungen
  31.12.2015 31.12.2014
  in CHF 1 000 in CHF 1 000
Vorleistungen für Kundenaufträge 1) 1 751 1 586
Emissionskosten Syndikatskredit 90 449
Pachtvertrag 2) 1 003 1 279
Übrige aktive Rechnungsabgrenzungsposten 664 1 111
Total aktive Rechnungsabgrenzungen 3 508 4 425

1)Die Vorleistungen für Kundenaufträge enthalten Aufwendungen für Konstruktionen, welche einem spezifischen Auftag zuzuordnen sind. Diese Vorleistungen werden über die Laufzeit des Auftrages linear aufgelöst.

2)Unter dem „Pachtvertrag“ wird die Differenz zwischen einer reduzierten Pacht aufgrund der Verunreinigung des Grundstückes von ursprünglich TEUR 1 500, welche über 10 Jahre (bis 31. Mai 2022) läuft, und dem marktüblichen Mietzins der Liegenschaft ausgewiesen.

17 Sachanlagen

17 Sachanlagen
17.1 Anlagespiegel   in CHF 1 000 Immobilien Maschinen Übrige Sachanlagen Total
Anschaffungskosten Stand 01.01.2014   88 725 205 270 23 084 317 079
           
Zugänge   6 001 31 026 5 532 42 559
Abgänge inkl. Umklassierungen   2 650 3 247 -8 877 -2 980
Veränderungen im Konsolidierungskreis 1)   -9 232 -3 796 -2 919 -15 947
Umrechnungsdifferenzen   1 234 8 926 252 10 412
Stand 31.12.2014   89 378 244 673 17 072 351 123
           
Zugänge   1 206 13 917 15 439 30 562
Abgänge inkl. Umklassierungen   198 2 133 -9 091 -6 760
Veränderungen im Konsolidierungskreis 1)   1 866 4 410 53 6 329
Umrechnungsdifferenzen   -2 788 -8 079 -895 -11 762
Stand 31.12.2015   89 860 257 054 22 578 369 492
           
Kumulierte Abschreibungen Stand 01.01.2014   -26 352 -101 982 -8 791 -137 125
           
Zugänge   -3 338 -20 991 -1 770 -26 099
Abgänge inkl. Umklassierungen   -956 2 697 464 2 205
Veränderungen im Konsolidierungskreis 1)   3 272 2 798 2 401 8 471
Umrechnungsdifferenzen   -127 -3 290 -122 -3 539
Stand 31.12.2014   -27 501 -120 768 -7 818 -156 087
           
Zugänge   -3 237 -21 775 -1 640 -26 652
Abgänge inkl. Umklassierungen   166 5 610 351 6 127
Umrechnungsdifferenzen   927 3 940 375 5 242
Stand 31.12.2015   -29 645 -132 993 -8 732 -171 370
           
Nettobuchwerte          
Stand 31.12.2014   61 877 123 905 9 254 195 036
davon Anlagen in Leasing   30 315 30 315
Stand 31.12.2015   60 215 124 061 13 846 198 122
davon Anlagen in Leasing   26 851 26 851

1)Die Veränderung im Konsolidierungskreis betrifft den Kauf der Feintool System Parts Oelsnitz GmbH und im Vorjahr der verkauften Gesellschaft IMA Automation Amberg GmbH sowie deren Betriebsliegenschaft.

Übrige Sachanlagen beinhalten Einrichtungen, Fahrzeuge und Anlagen im Bau. Die Anlagen im Bau betragen im Geschäftsjahr TCHF 8 981 (Vorjahr TCHF 3 981). Gewinne aus Anlagenverkäufen werden als übriger Betriebsertrag (Ziffer 7 des Anhangs) erfasst. Im Geschäftsjahr wurde ein Gewinn von TCHF 291 (Vorjahr TCHF 156) erzielt. Verluste aus Anlagenverkäufen werden unter übriger Betriebsaufwand (Ziffer 6 des Anhangs) verbucht. Im Geschäftsjahr betrug dieser Verlust TCHF 83 (Vorjahr TCHF 114). Per 31. Dezember 2015 bestehen in der Feintool-Gruppe Kaufverpflichtungen zum Erwerb von Sachanlagen in der Höhe von rund CHF 26.3 Mio. (Vorjahr CHF 38.1 Mio.).

18 Immaterielle Anlagen

18 Immaterielle Anlagen
18.1 Anlagespiegel in CHF 1 000 Goodwill Aktivierte Entwicklungs- kosten 1) Software Übrige immaterielle Anlagen 2) Total
Anschaffungskosten Stand 01.01.2014 13 093 2 038 5 536 15 713 36 380
           
Zugänge 769 285 1 054
Abgänge inkl. Umklassierungen -205 -205
Veränderungen im Konsolidierungskreis 3) -4 245 -1 355 -6 400 -12 000
Umrechnungsdifferenzen -213 42 115 -56
Stand 31.12.2014 8 635 2 807 4 303 9 428 25 173
           
Zugänge 746 488 1 1 235
Abgänge inkl. Umklassierungen -5 -1 801 -1 806
Veränderungen im Konsolidierungskreis 3) 2 358 5 1 085 3 448
Umrechnungsdifferenzen -779 -143 -427 -1 349
Stand 31.12.2015 10 214 3 553 4 648 8 286 26 701
           
Kumulierte Abschreibungen Stand 01.01.2014 -583 -3 921 -11 008 -15 512
           
Zugänge -462 -725 -857 -2 044
Abgänge inkl. Umklassierungen 159 159
Veränderungen im Konsolidierungskreis 3) 1 054 6 400 7 454
Umrechnungsdifferenzen -49 -190 -239
Stand 31.12.2014 -1 045 -3 482 -5 655 -10 182
           
Zugänge -564 -395 -910 -1 869
Abgänge inkl. Umklassierungen 1 799 1 799
Umrechnungsdifferenzen 140 149 289
Stand 31.12.2015 -1 609 -3 737 -4 617 -9 963
           
Nettobuchwerte          
Stand 31.12.2014 8 635 1 762 821 3 773 14 991
Stand 31.12.2015 10 214 1 944 911 3 669 16 738

1)In der Gesamtergebnisrechnung wurden für Forschungs- und Entwicklungskosten inkl. Abschreibungen TCHF 3 346 (Vorjahr TCHF 2 990) belastet.

2)Übrige immaterielle Anlagen enthalten vorwiegend Patente und Lizenzen.

3)Die Veränderung im Konsolidierungskreis betrifft den Kauf der Feintool System Parts Oelsnitz GmbH und im Vorjahr den Verkauf der IMA Automation Amberg GmbH.

  Buchwerte
18.2 Übrige Informationen in CHF 1 000
Goodwill 31.12.2015  
Feintool System Parts Jena GmbH, Jena (D) 853
Feintool System Parts Obertshausen und Ohrdruf (D) 6 929
Feintool System Parts Oelsnitz GmbH, Oelsnitz (D) 2 432
Total Buchwerte 10 214
   
Goodwill 31.12.2014  
Feintool System Parts Jena GmbH, Jena (D) 946
Feintool System Parts Obertshausen und Ohrdruf (D) 7 689
Total Buchwerte 8 635

Die erzielbaren Beträge (recoverable amounts) der Gesellschaften (cash-generating units) werden auf der Grundlage des Nutzungswertes (value in use) berechnet. Der Werthaltigkeitstest für den Goodwill wurde mittels der DCF-Methode (Discounted-Cashflow-Methode) ermittelt. Die Cashflows wurden mit dem WACCs von 8.5 % (Vorjahr 8.0 %) abgezinst. Nach Abzug des Fremdkapitals wurde entsprechend der Unternehmenswert netto berechnet. Die zukünftigen Cashflows basieren auf ein vom Management genehmigten Budget für einen Zeitraum von drei Jahren sowie einer erweiterten Hochrechnung von zwei Jahren zuzüglich des Residualwertes. Für die Parameter zur Ermittlung des WACCs wurde folgende Werte verwendet:

- Risikoloser Zinssatz 1.6 % (Vorjahr 2.0 %)
- Marktrendite 7.6 % (Vorjahr 7.4 %)
- Risikozuschlag 2.0 % (Vorjahr 2.0 %)
- Beta 1.12 (Vorjahr 1.05)

Sensitivitätsanalyse: Würde sich der Abzinsungssatz um 1 % (nach Steuern) erhöhen, so würde bei allen Gesellschaften der Nutzwert immer noch über dem Wert der Nettoaktiven plus Goodwill liegen.

19 Finanzanlagen

19 Finanzanlagen
  31.12.2015 31.12.2014
  in CHF 1 000 in CHF 1 000
Darlehen an Dritte 138 1 762
Forderungen aus Finanzierung von Kundenwerkzeugen 2 248 3 464
Kautionen 473 517
Finanzanlagen 2 859 5 743

Im Geschäftsjahr betrug die gewichtete durchschnittliche Verzinsung 2.5 % (Vorjahr 2.8 %).

Die Darlehen an Dritte bestehen aus Mitarbeiterdarlehen, sowie im Vorjahr aus einer langfristigen Forderung aus dem Verkauf einer Liegenschaft in White Plains, NY (USA) (TUSD 1 653).

Die Forderungen aus der Finanzierung von Kundenwerkzeugen beinhalten Werkzeuge, die der Kunde bestellt aber noch nicht oder nur teilweise bezahlt hat. Die Amortisation erfolgt entweder aufgrund der produzierten Teile oder aufgrund eines vereinbarten Abzahlungsplanes. Der Übergang des Eigentums erfolgt in der Regel bei der Abnahme des Werkzeuges.

20 Finanzielle Verbindlichkeiten

20 Finanzielle Verbindlichkeiten
  31.12.2015 31.12.2014
20.1 Kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten in CHF 1 000 in CHF 1 000
Kurzfristige Bankschulden 15 660 5 977
Kurzfristiger Teil der Leasingverbindlichkeiten 7 415 9 187
Kurzfristiger Teil der langfristigen Bankschulden 3 141 3 106
Total kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 26 216 18 270

Im Geschäftsjahr betrug die gewichtete durchschnittliche Verzinsung 4.0 % (Vorjahr 2.6 %).

Feintool besitzt mit acht Banken einen Syndikatskredit in Höhe von CHF 90 Mio. (CHF 80 Mio. für Geldkredite und CHF 10 Mio. für Gewährleistungs- und Anzahlungsgarantien), der bis zum 30. Juni 2017 läuft. Im Syndikatskredit sind marktübliche Covenants definiert. Die wesentlichen Covenants sind:

- Eigenkapitalquote > 30 %

- Net Senior Debt/EBITDA < 3.0x

Am 31. Dezember 2015 war der Syndikatskredit nicht benutzt und alle Covenants eingehalten. Sollten diese Covenants nicht eingehalten werden, so hätten die Banken das Recht, die Kredite kurzfristig zu künden. Feintool verfügt insgesamt über TCF 80 000 (Vorjahr TCHF 80 000) nicht benutzte, bestätigte Banklinien.

Feintool Precision System Parts in Taicang (CN) hat ein Darlehen in der Höhe von TCNY 60 000 (Vorjahr TCNY 60 000 zuzüglich Zinsen) von einer Tochtergesellschaft der Franke Artemis Group, indirekt über die Deutsche Bank China, erhalten. Die aktuelle Verzinsung beträgt 6.6 % (Vorjahr 6.6 %). Es ist vorgesehen, TCNY 30 000 am 13. Januar 2016 und TCNY 30 000 am 5. Mai 2016 zurückzuführen.

  31.12.2015 31.12.2014
20.2 Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten in CHF 1 000 in CHF 1 000
Langfristige Leasingverbindlichkeiten 12 361 17 262
Langfristige Bankschulden 4 029 15 518
Total langfristige finanzielle Verbindlichkeiten 16 390 32 780

Im Geschäftsjahr betrug die gewichtete durchschnittliche Verzinsung 3.6 % (Vorjahr 3.9 %).

21 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen/übrige Verbindlichkeiten

21 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen/übrige Verbindlichkeiten
  31.12.2015 31.12.2014
  in CHF 1 000 in CHF 1 000
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 44 437 43 605
Anzahlungen Dritter 6 357 5 521
Schuldwechsel 7 040 6 249
Kundenzahlungen aus Factoring 1) 1 576 3 916
Verpflichtungen an die Sozialversicherungen 2 884 2 873
Ausstehende Umsatzsteuerverpflichtungen 783 3 215
Übrige Verbindlichkeiten 1 190 2 609
Total Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen/übrige Verbindlichkeiten 64 267 67 988

1)In den Kundenzahlungen aus Factoring sind noch nicht an die Factoringgesellschaft weitergeleitete Kundenzahlungen enthalten.

22 Passive RechnungsabgrenzungEN

22 Passive RechnungsabgrenzungEN
  31.12.2015 31.12.2014
  in CHF 1 000 in CHF 1 000
Abgrenzung Salär, Bonus, Überstunden, Überzeit 10 630 10 142
Offene Kreditorenrechnungen 6 142 5 349
Ausstehende Inbetriebsetzungen und andere noch zu erbringende Leistungen für Kundenaufträge 9 565 13 347
Abgrenzung Umweltrisiken 1) 1 125 1 341
Übrige passive Rechnungsabgrenzungsposten 2 240 2 646
Total passive Rechnungsabgrenzungen 29 702 32 825

1)In Obertshausen (D) pachtet Feintool ein mit Trichlorethen (TCE) verunreinigtes Grundstück. Grundsätzlich ist der Eigentümer zur Reinigung des Grundstückes verpflichtet. Unter bestimmten Voraussetzungen können staatliche Behörden auch den Pächter zur Reinigung verpflichten. Feintool hat sich verpflichtet, sich hälftig an einer Sanierung bis zu einem Wert von TEUR 1 500 zu beteiligen. Dieser Betrag ist vollständig als Verpflichtung, abzüglich geleistete Sanierungsbeiträge, ausgewiesen. Aufgrund heutiger Beurteilung hat die Verunreinigung des Pachtgrundstückes in Obertshausen keinen weiteren Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gruppe.

23 Rückstellungen

23 Rückstellungen
in CHF 1 000 Nicht kosten- deckende Aufträge Garantien Übrige Rückstellungen Total
Kurzfristige Rückstellungen 512 1 382 4 576 6 470
Langfristige Rückstellungen 1 866 5 1 871
Total Rückstellungen per 31.12.2014 512 3 248 4 581 8 341
         
Bildung 334 291 2 489 3 114
Verwendung -232 -43 -1 515 -1 790
Auflösung -105 -1 198 -1 135 -2 438
Veränderung im Konsolidierungskreis 546 546
Umklassierungen   -443 443
Umrechnungsdifferenzen -12 -25 -353 -390
Total Rückstellungen per 31.12.2015 54 2 716 4 613 7 383
davon kurzfristige Rückstellungen 54 1 198 4 613 5 865
davon langfristige Rückstellungen 1 518 1 518

Die Rückstellungen für nicht kostendeckende Aufträge werden gebildet, um erwartete Verluste aus bestehenden Aufträgen abzudecken. Die Auflösung erfolgt entsprechend dem Fortschritt der Auftragsabwicklung. In der Regel sind die Aufträge nach 12 Monaten ab Auftragseingang abgeschlossen.

Garantierückstellungen decken die geschätzten Kosten aus Garantieleistungen der Konzerngesellschaften ab, die die Gesellschaft aus vertraglichen Gründen oder aus ihrem Verhalten zu decken hat. Der Mittelabfluss erfolgt im Rahmen der Inanspruchnahme der Garantien über maximal 3 Jahre.

Die „übrigen Rückstellungen“ enthalten Rückstellungen für Schrottrückvergütungen, Kundenreklamationen, nicht weitergegebene Preisreduktionen und diverse kleine Positionen. Die erwartete Dauer des Mittelabflusses beträgt 1 bis 2 Jahre.

Im Geschäftsjahr 2013 verkaufte Feintool die Liegenschaft in White Plains (USA). Diese ist mit Tetrachlorethen (PER) verunreinigt. Feintool ist weiterhin für die Sanierung verantwortlich und ist daher dem staatlich kontrollierten „Brownfield Cleanup Program“ beigetreten. Im Rahmen dieses Programms soll das Grundstück soweit saniert werden, dass es einer neuen Benutzung zugeführt werden kann. Zurzeit bilanziert Feintool eine Rückstellung für diese Sanierung in Höhe von TCHF 482 (Vorjahr TCHF 598). Aufgrund heutiger Beurteilung ist die Rückstellung für die Sanierung von White Plains ausreichend.

24 Leasingverbindlichkeiten

24 Leasingverbindlichkeiten
  Operatives Leasing Finanzleasing
  in CHF 1 000 in CHF 1 000
Fälligkeit der Leasingzahlungen 31.12.2015    
Innerhalb eines Jahres 916 7 742
Zwischen einem bis fünf Jahren 2 478 12 688
In mehr als fünf Jahren 1 0
Total Zahlungen 3 395 20 430
     
Abzüglich Zinsanteil   -654
Total Leasingverbindlichkeiten per 31.12.2015   19 776
     
Fälligkeit der Leasingzahlungen 31.12.2014    
Innerhalb eines Jahres 947 9 716
Zwischen einem bis fünf Jahren 2 652 17 362
In mehr als fünf Jahren 0 534
Total Zahlungen 3 599 27 612
     
Abzüglich Zinsanteil   -1 163
Total Leasingverbindlichkeiten per 31.12.2014   26 449

Im Geschäftsjahr wurden TCHF 3 236 (Vorjahr TCHF 8 162) neue Finanzierungsleasingsverträge abgeschlossen.

25 Verpflichtungen aus langfristigen Mietverträgen

25 Verpflichtungen aus langfristigen Mietverträgen
  31.12.2015 31.12.2014
  in CHF 1 000 in CHF 1 000
Fälligkeit der Mietzahlungen    
Innerhalb eines Jahres 1 931 1 238
Zwischen einem bis fünf Jahren 7 185 5 879
In mehr als fünf Jahren 2 908 833
Total Zahlungen 12 024 7 950

26 Personalvorsorge

26 Personalvorsorge
  31.12.2015 31.12.2014
26.1 Übersicht Netto-Vorsorgeverpflichtungen in CHF 1 000 in CHF 1 000
Leistungsorientierte Vorsorgeverpflichtungen 60 585 54 549
Jubiläumsverpflichtungen 1 869 1 893
Übrige Vorsorgeverpflichtungen 113 81
Total Netto-Vorsorgeverpflichtungen 62 567 56 523

Im Vermögen der Vorsorgeeinrichtungen sind keine eigenen Aktien enthalten (Vorjahr TCHF 0). Der Konzern nutzt Vermögenswerte (Sachanlagen) der Vorsorgeeinrichtungen im Wert von TCHF 6 936 (Vorjahr TCHF 7 186).

Die Position „Leistungsorientierte Vorsorgeverpflichtungen“ enthält verschiedene Vorsorgepläne in der Schweiz, Deutschland und Japan. Die Netto-Vorsorgeverpflichtung des Schweizer Planes beläuft sich auf TCHF 52 323 (Vorjahr TCHF 45 088), der deutschen Pläne auf TCHF 7 609 (Vorjahr TCHF 8 845) und des japanischen Planes auf TCHF 652 (Vorjahr TCHF 616). Aufgrund der Wesentlichkeit der Werte werden in der Ziffer 26.3 ff. nur der Schweizer Plan und die deutschen Pläne dargestellt.

Schweizer Plan

Die Mehrheit der Feintool Mitarbeitenden in der Schweiz ist bei der halbautonomen Pensionskasse der Feintool-Gruppe gegen die Risiken Alter, Tod und Invalidität versichert. Die Leistungen der Pensionskasse der Feintool-Gruppe übertreffen das Minimum, das im Bundesgesetz über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVG) vorgeschrieben wird. Die ordentlichen Arbeitgeberbeiträge umfassen Risikobeiträge von 2.2 % und Beiträge altersabhängig von 4.5 %-11.0 % des versicherten Lohnes für Gutschriften auf den individuellen Altersguthaben. Das ordentliche Pensionierungsalter ist 65 (M)/64 (F) Jahre. Mitarbeitende haben frühestens nach dem vollendeten 58. Altersjahr das Recht auf eine vorzeitige Pensionierung, wobei der Umwandlungssatz entsprechend der längeren erwarteten Rentenbezugsdauer und der bis zur Pensionierung fehlenden Beitragszahlungen gekürzt wird. Mitarbeitende können ferner die gesamte oder einen Teil der Altersrente in Kapitalform beziehen. Die Höhe der ausbezahlten Rente ergibt sich aus dem Umwandlungssatz, der bei Pensionierung auf das angesparte Altersguthaben des einzelnen Versicherten angewandt wird. Bei einer Pensionierung im Alter von 65/64 Jahren beträgt der Umwandlungssatz 6.2 %. Das angesparte Altersguthaben ergibt sich aus den Arbeitnehmer- und Arbeitgebersparbeiträgen, die auf das individuelle Sparkonto jedes einzelnen Versicherten einbezahlt worden sind, sowie aus den auf dem Altersguthaben gutgeschriebenen Zinsen, den Freizügigkeitseinlagen und allfällig freiwilligen Einlagen des Versicherten. Der Zinssatz, mit dem die Altersguthaben verzinst werden, wird jedes Jahr vom Stiftungsrat festgesetzt.

Die Pensionskasse der Feintool-Gruppe hat die Rechtsform einer Stiftung. Der paritätisch durch Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertreter gebildete Stiftungsrat ist für die Führung der Stiftung verantwortlich. Die Aufgaben des Stiftungsrats der Pensionskasse sind im BVG und im Reglement der Pensionskasse festgelegt. Gemäss BVG ist eine vorübergehende Unterdeckung gestattet. Der Stiftungsrat muss Sanierungsmassnahmen einleiten, um die Unterdeckung innerhalb einer angemessenen Frist zu beheben. Gemäss BVG können zusätzliche Arbeitgeber- und Arbeitnehmerbeiträge anfallen, wenn die Pensionskasse eine signifikante Unterdeckung gemäss BVG aufweist (Unterdeckung < 90 % = erhebliche Unterdeckung; hier sind Sanierungsbeiträge unumgänglich). In diesen Fällen werden die Sanierungsbeiträge zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer aufgeteilt; der Arbeitgeber ist gesetzlich nicht verpflichtet, mehr als 50 % der zusätzlichen Beiträge zu übernehmen. Der Deckungsgrad nach BVG der Pensionskasse der Feintool-Gruppe hat per 31. Dezember 2015 rund 91.3 % betragen (Vorjahr 97.2 %). Der Stiftungsrat ist das zentrale Steuerungs-, Koordinations- und Überwachungsorgan für die Vermögensbewirtschaftung. Das Vorsorgevermögen wird von einem mandatierten unabhängigen Finanzdienstleister verwaltet. Der Stiftungsrat bestimmt die Anlagestrategie und die taktischen Bandbreiten im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen. Innerhalb seiner Vorgaben darf der Finanzdienstleister die Vermögenszuteilung – unter Berücksichtigung der gesetzlichen Vorgaben betreffend Anlagekategorien und Bandbreiten – vornehmen.

Japanischer Plan

Beim japanischen Plan sind alle Mitarbeitenden eingeschlossen, welche 3 Jahre und mehr in der Unternehmung arbeiten. Anrecht auf Leistung hat, wer das 60. Lebensjahr erreicht hat.

Deutsche Pläne

Bei den deutschen Plänen handelt es sich einerseits um

  • eine am 25. Juni 1998 abgeschlossenen „Betriebsvereinbarung über die Einführung einer betrieblichen Altersvorsorge“, welche zum 31. Dezember 2005 mit der Massnahme gekündet wurde, dass Neueinstellungen ab dem 1. Januar 2006 nicht mehr in das Versorgungswerk aufgenommen und bereits erworbene Ansprüche mit Stand 31. Dezember 2005 eingefroren werden
  • Einzelzusagen gegenüber gewissen Kadermitarbeitern

Danach besteht im Wesentlichen ein Anspruch auf lebenslänglich zu zahlende Vorsorgeleistungen bei Eintritt des Vorsorgefalls Alter, Invalidität und/oder Tod. Die Höhe der monatlichen Anwartschaft auf Altersrente beläuft sich nach Erreichung des Rentenalters ab Vollendung des 65. Lebensjahres, frühestens ab Vollendung des 63. Lebensjahres, auf 50 % des auf den Monat heruntergebrochenen ruhegehaltsfähigen Jahreseinkommens; als ruhegehaltsfähiges Jahreseinkommen gilt das feste Jahreseinkommen zum Zeitpunkt des Eintritts des Vorsorgefalles.

  Vorsorgeverpflichtung Barwert der Ansprüche Netto Vorsorgeverpflichtung
26.2 Veränderung der leistungs- 2015 2014 2015 2014 2015 2014
orientierten Vorsorgeverpflichtungen in CHF 1 000 in CHF 1 000 in CHF 1 000 in CHF 1 000 in CHF 1 000 in CHF 1 000
Stand 1. Januar 179 710 152 447 -125 161 -122 294 54 549 30 153
In der Erfolgsrechnung enthalten            
Dienstzeitaufwand der laufenden Periode 4 273 3 316 4 273 3 316
Zinsaufwand (-ertrag) 2 077 3 633 -1 426 -2 907 651 726
Verwaltungsaufwand 209 227 209 227
Total 6 350 6 949 -1 217 -2 680 5 133 4 269
             
Im sonstigen Ergebnis enthalten            
Aufwand/(Ertrag) aus Neubewertung            
Versicherungstechnischer Aufwand/(Ertrag) aus:            
Änderung der demografischen Annahmen
Änderung der finanziellen Annahmen 808 26 825 808 26 825
Änderung der Erfahrungswerte -1 472 -1 472
Ertrag aus dem Planvermögen (ohne Zinserträge) 4 266 -1 851 4 266 -1 851
Umrechnungsdifferenzen -947 -236 66 57 -881 -179
Total -138 25 117 4 332 -1 794 4 194 23 323
             
Übrige            
Arbeitgeberbeiträge -350 -2 941 -2 979 -3 292 -2 979
Arbeitnehmerbeiträge 2 510 2 416 -2 510 -2 416
Ausbezahlte Vorsorgeleistungen -6 794 -7 219 6 794 7 002 -217
Total -4 634 -4 803 1 343 1 607 -3 292 -3 196
Stand 31. Dezember 181 288 179 710 -120 703 -125 161 60 585 54 549
davon Schweizer Pläne 170 356 167 902 -118 033 -122 815 52 323 45 088
davon deutsche Pläne 8 526 9 584 -917 -739 7 609 8 845
davon japanische Pläne 2 406 2 224 -1 754 -1 607 652 616
26.3 Planvermögen der leistungsorientierten 2015 2014
Vorsorgeverpflichtungen in % in %
Aktien 8.7 7.9
Obligationen 65.4 66.8
Immobilien (inkl. Immobilienfonds) 14.6 13.1
Übriges 0.8 2.1
Cash 10.5 10.1
Total 100.0 100.0

Schweizer Plan

Die Anlage des Planvermögens wird innerhalb der vorgegebenen Strategie durch eine „AAA geratete“ Bank durchgeführt. Dabei gelten die folgenden Grenzen für die Anlage:

  • Aktien < 50 %
  • Obligationen < 70 %
  • Immobilien < 30 %
  • Alternative Anlagen 0 %

Währungen werden gegenüber CHF abgesichert. Mit Ausnahme einer direkt gehaltenen Immobilien werden alle Anlagen an einer öffentlichen Börse gehandelt.

Deutsche Pläne

Bei den deutschen Plänen gibt es eine Rückdeckungsversicherung, in welcher die Vorsorgeverpflichtung abgedeckt ist. Im Planvermögen wird das Vermögen aus der Versicherung ausgewiesen.

26.4 Leistungsorientierte Vorsorgeverpflichtungen – 2015 2014
Versicherungstechnische Annahmen in % in %
Schweizer Plan    
Technischer Zinssatz 1.0 1.2
Lohnentwicklung 1.3 1.5
     
Deutsche Pläne    
Technischer Zinssatz 2.2 2.1
Lohnentwicklung 0.0 - 2.0 0.0 - 1.8
Rentenentwicklung 1.8 - 2.0 1.8 - 2.0
26.5 Leistungsorientierte Vorsorgeverpflichtungen – 2015 2014
Versicherungstechnische Annahmen in Jahren in Jahren
Schweizer Plan    
Lebenserwartung mit Alter 65 für aktuell neu Pensionierte    
Männer 21.5 21.4
Frauen 24.0 23.9
     
Lebenserwartung mit Alter 65 für Mitarbeitende mit aktuellem Alter 45    
Männer 23.2 23.2
Frauen 25.7 25.6
     
Deutsche Pläne    
Lebenserwartung mit Alter 65 für aktuell neu Pensionierte    
Männer 19.0 18.9
Frauen 23.1 22.9
     
Lebenserwartung mit Alter 65 für Mitarbeitende mit aktuellem Alter 45    
Männer 21.6 21.5
Frauen 25.6 25.5

Am 31. Dezember 2015 betrug die gewichtete Vorsorgeverpflichtungsdauer des Schweizer Planes 16.1 Jahre (Vorjahr 16.1 Jahre) und der Deutschen Pläne 15.7 - 19.0 Jahre (Vorjahr 19.7 Jahre).

26.6 Leistungsorientierte Vorsorgeverpflichtungen – 2015 2014
Sensitivitätsanalyse in CHF 1 000 in CHF 1 000
Schweizer Plan    
Veränderung technischer Zinssatz -0.25 % 6 176 6 060
Veränderung technischer Zinssatz +0.25 % -5 785 -5 672
Veränderung Lohnentwicklung -0.25 % -328 -331
Veränderung Lohnentwicklung +0.25 % 334 331
     
Deutsche Pläne    
Veränderung technischer Zinssatz -0.25 % 408 439
Veränderung technischer Zinssatz +0.25 % -374 -411
Veränderung Lohnentwicklung -0.25 % -54 -64
Veränderung Lohnentwicklung +0.25 % 55 66

27 Eigenkapital

27 Eigenkapital
  31.12.2015 31.12.2014
27.1 Aktienkapital Anzahl/CHF Anzahl/CHF
Anzahl Aktien 4 462 971 4 462 971
Nominalwert 10 10
Aktienkapital 44 629 710 44 629 710
  31.12.2015 31.12.2014
27.2 Bedingtes Aktienkapital – Mitarbeiterbeteiligungen in CHF 1 000 in CHF 1 000
Beginn Periode 558 558
Verwendung 0 0
Ende Periode 558 558

Das bedingte Kapital von 55 750 Namenaktien zu je nom. CHF 10 wurde gemäss Beschluss der ausserordentlichen Generalversammlung vom 2. Juli 1998 zur Abgeltung der Anrechte gemäss Mitarbeiterbeteiligungsplan geschaffen.

  31.12.2015 31.12.2014
27.3 Eigene Aktien – Veränderungen Anzahl in CHF 1 000 Anzahl in CHF 1 000
Beginn Periode 14 282 1 225 9 207 537
Kauf 5   23 724  
Verkauf/Übertragung -3 729   -18 649  
Ende Periode 10 558 905 14 282 1 225
davon Handelsbestand 10 558   14 282  

Im Geschäftsjahr 2015 wurden 5 Aktien zum Durchschnittskurs von CHF 98.80 (Vorjahr 23 724 zum Durchschnittskurs von CHF 89.09) gekauft und 3 729 Aktien zum Durchschnittskurs von CHF 87.02 (Vorjahr 18 649 Aktien zum Durchschnittskurs von CHF 87.05) für den Aktienplan Gruppenleitung verkauft. Die eigenen Aktien sind insbesondere für Vergütungen an das Management reserviert.

28 Aktienbezogene Vergütungen

Als Bestandteil des Bonus wurden dem Verwaltungsrat, der Geschäftsleitung und dem weiteren Kader für das Geschäftsjahr 8 729 Aktien (Vorjahr 13 334) zum Transaktionswert von insgesamt TCHF 753 (Vorjahr TCHF 1 261) zugeteilt. 3 729 Aktien wurden aus dem Eigenbestand übertragen und sind direkt in das Eigentum der Empfänger übergegangen. Der Übertrag aus dem Eigenbestand der übrigen 5 000 Aktien erfolgte am 3. Januar 2016.

29 Ausserbilanzgeschäfte/Eventualverbindlichkeiten

29 Ausserbilanzgeschäfte/Eventualverbindlichkeiten
  31.12.2015 31.12.2014
  in CHF 1 000 in CHF 1 000
Garantien zugunsten Dritter 126 1 299
Weitere Verpflichtungen mit Eventualcharakter 3 216 2 483
Eventualverbindlichkeiten 3 342 3 782

Bei den Garantien zugunsten Dritter handelt es sich hauptsächlich um Rücknahmegarantien gegenüber Leasinggesellschaften für verkaufte Feinschneidpressen. Bei den weiteren Verpflichtungen mit Eventualcharakter handelt es sich um erhaltene Fördermittel, die an bestimmte Bedingungen geknüpft sind. Bei Verletzung dieser Bedingungen besteht das Risiko, dass die Fördermittel oder ein Teil davon zurückbezahlt werden müssen.

In White Plains, NY (USA) besass eine Feintool Gesellschaft eine Liegenschaft, welche mit Tetrachlorethen (PER) verunreinigt ist. Feintool ist dem staatlich kontrollierten „Brownfield Cleanup Program“ beigetreten. Im Rahmen dieses Programms soll das Grundstück soweit saniert werden. Zur Zeit bilanziert Feintool eine Rückstellung für diese Sanierung in der Höhe von TCHF 482 (Vorjahr TCHF 598). Aufgrund heutiger Beurteilung hat die Sanierung von „White Plains“ keinen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gruppe.

In Huttwil (CH) besitzt eine Feintool Gesellschaft eine Liegenschaft, welche im schweizerischen Verdachtsflächenkataster enthalten ist. Zur Zeit untersucht Feintool, inwieweit eine Verunreinigung vorliegt. Der heutige Wissensstand lässt keine abschliessende Beurteilung zu. Aus heutiger Sicht erwartet Feintool jedoch keinen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gruppe.

In Deutschland haben die Betriebsräte einiger Feintool Gesellschaften einen Konzernbetriebsrat gegründet. Feintool bestreitet die Grundlage für dessen Gründung. Das Arbeitsgericht Weiden (D) hat in erster Instanz Feintools Position vollumfänglich übernommen. Der Betriebsrat einer Gesellschaft hat gegen das Urteil Berufung eingelegt. Nach Auffassung von Feintool wird dieses Verfahren jedoch keinen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gruppe haben.

In den USA hat Feintool einem Kunden fehlerhafte Teile geliefert. Der Kunde fordert von Feintool Ersatz für entstandene Kosten, welche zur Zeit nicht substantiert sind. Feintool ist allerdings der Aufassung, dass die Ursache dieser Fehler nicht oder nur teilweise in seinem Verantwortungsbereich liegt. Zudem wäre ein allfälliger Schaden Dritter durch Versicherungen gedeckt. Aufgrund heutiger Erkenntnisse hat dieser Fall keinen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gruppe.

Zum Berichtszeitpunkt ist Feintool in keine weiteren wesentlichen gerichtlichen Verfahren involviert. Auseinandersetzungen in Bezug auf Produkthaftung, Werbetätigkeit, Arbeitsrecht und missbräuchliche Kündigungen, Kartellrecht, Handel mit Wertschriften, Verkaufs- und Marketingpraktiken, Gesundheit und Sicherheit, Forderungen im Umwelt- und Steuerbereich, zu staatlichen Ermittlungen sowie zum Urheberrecht sind jedoch jederzeit möglich. Infolge solcher Verfahren könnten beträchtliche Ansprüche an Feintool gestellt werden, die möglicherweise nicht durch Versicherungen gedeckt sind. Zur Zeit sind keine Sachverhalte bekannt, welche nach Auffassung von Feintool einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gruppe haben könnten.

30 Eigentumsbeschränkungen für eigene Verpflichtungen

30 Eigentumsbeschränkungen für eigene Verpflichtungen
  31.12.2015 31.12.2014
  in CHF 1 000 in CHF 1 000
Auf Liegenschaften 6 662 4 740
Auf Maschinen und Einrichtungen 26 851 30 315
Eigentumsbeschränkungen für eigene Verpflichtungen 33 513 35 055

Durch die Verpfändung der Aktien der wesentlichen Tochtergesellschaften als Sicherheit für den Syndikatsvertrag sind indirekt die meisten Aktiven der Gruppe verpfändet.

31 Gesamtwirtschaftliche Risiken

Für die Entwicklung der Weltwirtschaft sehen wir insbesondere Risiken in der Veränderung der Energie- und Rohstoffpreise, in wachsendem Protektionismus sowie in anhaltend hohen aussenwirtschaftlichen Ungleichgewichten. Die genannten Faktoren könnten zu stärkeren Wechselkursänderungen, insbesondere einem Fortdauern der Euro-Schwäche, und einer Abschwächung des Weltwirtschaftswachstums führen. Aus den beschriebenen Szenarien könnten sich für Feintool erhebliche Belastungen ergeben.

Management von Finanzrisiken

Das finanzielle Risikomanagement basiert auf den vom Verwaltungsrat und von der Geschäftsleitung bewilligten Richtlinien. Die Grundsätze des Risikomanagements, sowie die angewandten Prozesse werden regelmässig überprüft, um Veränderungen im Marktumfeld sowie in der Tätigkeit von Feintool zu berücksichtigen.

Die Richtlinien beinhalten neben den Vorgaben für das allgemeine finanzielle Risikomanagement auch solche für spezifische Bereiche des Managements von Liquiditäts-, Zins-, Fremdwährungs- und Kreditausfallrisiken, für die Verwendung derivativer Finanzinstrumente, die Kapitalbeschaffung sowie die Anlagepolitik von überschüssiger Liquidität. Die Kapitalbeschaffung für die Gruppe wird zentral gesteuert.

Liquiditätsrisiken

Unter dem Liquiditätsrisiko verstehen wir die Gefahr, dass die Feintool-Gruppe zu irgendeinem Zeitpunkt nicht in der Lage ist, ihren ordnungsmässigen Zahlungsverpflichtungen fristgerecht und in vollem Umfang nachzukommen. Feintool hat sicherzustellen, dass die Zahlungsverpflichtungen der Gruppe jederzeit erfüllt werden können. Dies ist dann der Fall, wenn entweder genügend Mittel aus dem operativen Cashflow erwirtschaftet werden oder aber die fehlenden Finanzmittel an den Finanzmärkten oder bei Bankinstituten aufgenommen werden können. Das Management der Feintool-Gruppe erachtet eine operative Liquiditätsreserve von einem Monatskostenblock der Feintool-Gruppe (ca. CHF 25 Mio.) als adäquat. Diese Liquiditätsreserve kann auch mittels unbenützter Kreditlimiten sichergestellt werden. Das Management erhält periodisch einen Liquiditätsstatus und eine Liquiditätsvorschau auf Gruppenebene, um einen Überblick über die Liquiditätsverhältnisse zu erhalten.

Feintool besitzt mit verschiedenen Banken Kreditverträge. Darin sind marktübliche Covenants enthalten, insbesondere

  • Eigenkapitalquote > 30 %
  • Net Senior Debt / EBITDA < 3.0 x

Per 31. Dezember 2015 verfügt Feintool über TCHF 80 000 (Vorjahr TCHF 80 000) nicht benutzte, bestätigte Banklimiten. Sollten diese Covenants in der Gruppe nicht eingehalten werden, so hätten die Banken das Recht, die Kredite kurzfristig zu künden. Per 31. Dezember 2015 sind alle Covenants eingehalten.

Finanzpassiven – Buchwerte und Geldabflüsse in CHF 1 000 Buchwerte Total inkl. Zins fällig bis zu
1 Jahr
fällig bis zu
3 Jahren
fällig bis zu
5 Jahren
fällig über
5 Jahre
Total
31.12.2015              
Verbindlichkeiten 1) 54 243 54 243 54 243       54 243
Passive Rechnungsabgrenzungen 2) 19 072 19 072 19 072       19 072
Kurzfristige Bankschulden 15 660 15 660 15 660       15 660
Leasingverbindlichkeiten 19 776 20 430 7 415 10 070 2 945 0 20 430
Übrige Bankschulden 7 170 7 508 3 143 3 188 599 578 7 508
Total 115 921 116 913 99 533 13 258 3 544 578 116 913
               
Devisentermingeschäfte              
Zahlungsmittelzuflüsse 36 36 36 36
Zahlungsmittelabflüsse 141 141 141 141
               
Zinsswap              
Zahlungsmittelzuflüsse
Zahlungsmittelabflüsse 38 38 38 38
               
31.12.2014              
Verbindlichkeiten 56 379 56 379 56 379       56 379
Passive Rechnungsabgrenzungen 22 684 22 684 22 684       22 684
Kurzfristige Bankschulden 5 977 5 977 5 977       5 977
Leasingverbindlichkeiten 26 449 27 612 9 337 12 887 4 845 543 27 612
Übrige Bankschulden/Anleihe 18 624 18 782 3 105 15 175 502 18 782
Total 130 113 131 434 97 482 28 062 5 347 543 131 434
               
Devisentermingeschäfte              
Zahlungsmittelzuflüsse
Zahlungsmittelabflüsse 195 195 195 0 0 0 195
               
Zinsswap              
Zahlungsmittelzuflüsse
Zahlungsmittelabflüsse 69 69 69 69

1)Ohne Verbindlichkeiten gegenüber Sozialversicherungen, Anzahlungen Dritter und ausstehende Umsatzsteuerverpflichtungen

2)Ohne Abgrenzung Saläre, Bonus und Überzeiten

Zinssatzrisiken

Zinssatzrisiken können infolge steigender Zinsen auf Schulden respektive sinkender Zinsen auf Guthaben einen negativen Einfluss auf die Ertragslage des Konzerns ausüben. Ferner können Zinssatzänderungen einen Einfluss auf die Marktwerte der zugrunde liegenden Finanzinstrumente haben. Je nach erwarteter Entwicklung des Zinsniveaus finanziert sich Feintool mit festen oder variablen Zinssätzen. Zurzeit bestehen die Finanzverbindlichkeiten etwa zur Hälfte aus Leasingverbindlichkeiten mit fixen Zinsen, festen Laufzeiten und laufender Amortisationen. Die andere Hälfte setzt sich zusammen aus Bankkrediten mit fixen Zinsen und Laufzeiten zwischen 3 Monaten und 4 Jahren. Das Zinssatzmanagement erfolgt grundsätzlich zentral, um die Effekte aus Zinssatzänderungen auf das Finanzergebnis zu begrenzen.

Eine Erhöhung des Zinssatzes um 0.5 % würde einen negativen Einfluss auf das Ergebnis vor Steuern von TCHF 114 haben.

Fremdwährungsrisiken

Feintool ist aufgrund ihrer geografischen Diversifikation einem Wechselkursrisiko, insbesondere gegenüber dem EUR, dem USD und dem JPY, ausgesetzt. Die chinesische Währung Yuan (CNY) erhält zunehmende Bedeutung. Wechselkursänderungen können einen Einfluss auf die Marktwerte von bestehenden Finanzinstrumenten haben und insbesondere die erwarteten zukünftigen Cashflows beeinflussen. Die Gruppe ist bemüht, den Einfluss von Wechselkursänderungen soweit als möglich durch natürliches Hedging auszugleichen. Dabei wird versucht, dass die Kosten in der gleichen Währung verursacht werden wie die daraus resultierenden Erträge. Die auf Gruppenstufe resultierenden Überschüsse (insbesondere EUR) und Nachfragen (insbesondere CHF) in den verschiedenen Währungen werden zentral koordiniert. Bei Bedarf wird die Nettoposition der wichtigsten Fremdwährungen über einen Zeitraum von in der Regel einem halben Jahr abgesichert.

In der folgenden Sensitivitätsanalyse wird das Fremdwährungsrisiko der Feintool-Gruppe kalkuliert.

Wäre am 31. Dezember 2015 der Schweizer Franken gegenüber dem Euro 5 % stärker (resp. schwächer) gewesen und wären gleichzeitig alle anderen Variablen unverändert geblieben, wäre das Gesamtergebnis um TCHF 1 053 höher (resp. tiefer) ausgefallen. Gegenüber dem US Dollar wäre das Gesamtergebnis um TCHF 189 höher (resp. tiefer) ausgefallen. Zudem hätte sich das Eigenkapital um TCHF 1 100 erhöht (resp. reduziert).

Wäre am 31. Dezember 2014 der Schweizer Franken gegenüber dem Euro (US Dollar) 5 % stärker gewesen und wären gleichzeitig alle anderen Variablen unverändert geblieben, wäre das Gesamtergebnis um TCHF 1 587 höher (TCHF 51 tiefer) ausgefallen. Zudem hätte sich das Eigenkapital nicht verändert.

Übrige Marktrisiken

Die Marktwerte der Finanzinstrumente können sich aufgrund von Wechselkursen, Zinssätzen oder einer veränderten Bonität verändern und somit einen Einfluss auf die Vermögens- und Ertragslage der Gruppe haben. Feintool ist bestrebt, durch eine ausgewogene Finanzierungs- und Vermögensstruktur den Nettoeinfluss der Marktrisiken zu minimieren.

Derivative Finanzinstrumente

Derivative Finanzinstrumente werden eingesetzt, um bestehende Zinssatz- oder Wechselkursrisiken zu minimieren. Die positiven und negativen Wiederbeschaffungswerte im Anhang weisen die aktuellen Marktwerte aus. Die ebenfalls dargestellten Kontraktvolumen informieren über die Höhe der eingegangenen Derivative.

Kapitalstruktur

Im Rahmen der Kapitalbewirtschaftung ist es das Ziel des Konzerns, die laufenden finanziellen Bedürfnisse zur Unternehmensfortführung sicherzustellen und die notwendigen Mittel zur Erreichung der Ziele der Gruppe bereitzustellen, um damit Mehrwerte für die Aktionäre und andere Interessengruppen zu generieren und eine kostengünstige und risikooptimierte Kapitalstruktur aufrechtzuerhalten. Die Gruppe überwacht die Kapitalstruktur unter anderem mit den Kennzahlen „Eigenkapitalquote“ und „Nettofinanzschulden“. Zusätzlich werden im Rahmen des Bankenkonsortialvertrages die wesentlichen Covenants (Eigenkapitalquote, Senior Net-Debt/EBITDA) überwacht.

Die Eigenkapitalquote berechnet sich aus dem Eigenkapital im Verhältnis zur Bilanzsumme. Die Nettofinanzschulden berechnen sich aus dem kurz- und langfristig verzinslichen Fremdkapital abzüglich der flüssigen Mittel.

Es ist das Ziel der Gruppe, dass die Eigenkapitalquote mindestens 40 % beträgt. Kommentare zu den erwähnten Kennzahlen sind in der finanziellen Berichterstattung ersichtlich. In Bezug auf die Dividendenpolitik verfolgt Feintool das Ziel, ca. 30 % des erwirtschafteten Jahresergebnisses den Aktionären in Form einer Dividende auszuschütten.

Kreditrisiken

Das Kreditrisiko der Feintool-Gruppe entspricht jeweils dem Buchwert der erfassten Finanzaktiven mit Ausnahme der Finanzgarantien. Feintool hat vereinzelt im Rahmen von verkauften Pressen Garantien an Finanzinstitute abgegeben, die sich per 31. Dezember 2015 auf TCHF 126 (Vorjahr TCHF 1 299) beliefen. In diesem Fall entspricht der garantierte Betrag dem Kreditrisiko, wobei Feintool im Falle einer Inanspruchnahme die seinerzeit verkaufte Presse zurückerhalten würde.

Kreditausfallrisiken

Kreditausfallrisiken ergeben sich aus dem Risiko, dass die Gegenpartei ihren Verbindlichkeiten gegenüber den Konzerngesellschaften nicht nachkommen kann. Durch eine Vermeidung von Klumpenrisiken und eine Konzentration der Finanzanlagen auf erstklassige Gegenparteien sollten grössere Kreditausfälle vermieden werden können. Feintool ist schwergewichtig im Automobil-Bereich tätig. Dadurch hat Feintool per Definition ein auf dieses Marktsegment bezogenes Risiko aus ihrer operativen Tätigkeit. Bei den normalen Kundenguthaben erfolgt eine laufende Überwachung der ausstehenden Forderungen im Rahmen der regelmässigen Berichterstattung der Konzerngesellschaften an die Zentrale. Per 31. Dezember 2015 beträgt das gesamte Ausfallrisiko TCHF 108 373 (Vorjahr TCHF 122 422). Feintool erzielt mit einem Kunden 16.4 % (Vorjahr 15.2 %) des Gruppenumsatzes. Der Ertrag fällt in allen Segmenten an. Mit den übrigen Kunden beträgt der Anteil jeweils weniger als 8 % (Vorjahr 9 %).

Die Feintool-Gruppe führt ihre Bankgeschäfte ausschliesslich mit national und international renommierten Banken, die ein Rating BBB oder besser aufweisen. Sie legt die Art der Geschäfte fest, die die Tochtergesellschaften bei den Banken tätigen dürfen.

32 Finanzinstrumente

32 Finanzinstrumente
32.1 Finanzaktiven in CHF 1 000 Flüssige Mittel Aktive Rechnungs- abgrenzungen 1) Forderungen Finanzanlagen Total
Flüssige Mittel 31 550 31 550
Finanzielle Aktiven zu Handelszwecken 36 36
Forderungen und Darlehen 2 249 71 679 2 859 76 787
Buchwerte per 31.12.2015 31 550 2 285 71 679 2 859 108 373
           
Flüssige Mittel 41 722 41 722
Forderungen und Darlehen 2 637 72 320 5 743 80 700
Buchwerte per 31.12.2014 41 722 2 637 72 320 5 743 122 422
32.2 Finanzpassiven in CHF 1 000 Verbindlichkeiten Passive Rechnungs- abgrenzungen 2) Kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten Total
Finanzielle Passiven zu Handelszwecken 179 179
Übrige finanzielle Verbindlichkeiten 54 243 18 893 26 216 16 390 115 742
Buchwerte per 31.12.2015 54 243 19 072 26 216 16 390 115 921
           
Finanzielle Passiven zu Handelszwecken 264 264
Übrige finanzielle Verbindlichkeiten 56 379 22 420 18 270 32 780 129 849
Buchwerte per 31.12.2014 56 379 22 684 18 270 32 780 130 113

Die Buchwerte weichen nicht wesentlich von den Marktwerten ab.

1)Ohne Abgrenzung für Commitment Fees, Pachtvertrag und vorausbezahlte Versicherungsprämien

2)Ohne Abgrenzung Saläre, Bonus und Überzeiten

32.3 Hierarchie der Marktwerte

Feintool hat Finanzinstrumente zum Marktwert bewertet und verwendet folgende Hierarchien für die Bestimmung des Marktwertes:

Stufe 1: Auf aktiven Märkten notierte (nicht angepasste) Preise für identische Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten.

Stufe 2: Für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit entweder direkt (als Preise) oder indirekt (von Preisen abgeleitete) beobachtbare Input-Daten, die keine notierten Preise nach Stufe 1 darstellen.

Stufe 3: Für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeiten herangezogenen Inputdaten, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren (nicht beobachtbare Inputdaten).

Feintool verfügt lediglich über Finanzinstrumente auf Hierarchiestufe 2 in Höhe von netto TCHF -143 (Vorjahr TCHF -264).

32.4 Klassifizierung der Finanzerfolge in CHF 1 000 Flüssige Mittel Held for trading Forderungen und Darlehen Übrige Finanzverbind- lichkeiten Total
Buchwerte per 31.12.2015 31 550 -143 76 787 115 742  
Zinsertrag/-aufwand 193 -2 675 -2 482
Übriger Finanzertrag/-aufwand -34 -1 227 -1 261
Veränderung Wertberichtigung auf Kundenforderungen und Debitorenverluste 372 372
Total Nettogewinn/-verlust 2015 -34 -662 -2 675 -3 371
           
Buchwerte per 31.12.2014 41 722 -264 85 277 130 113  
Zinsertrag/-aufwand 415 -2 712 -2 297
Übriger Finanzertrag/-aufwand -190 -1 950 -2 140
Veränderung Wertberichtigung auf Kundenforderungen und Debitorenverluste -668 -668
Total Nettogewinn/-verlust 2014 -190 -2 203 -2 712 -5 105
    Wiederbeschaffungswerte  
32.5 Offene derivate Finanzinstrumente   positiv negativ Kontraktwerte
Terminkontrakte 36 141 16 171
Devisen 36 141 16 171
       
Zinssatz-Swaps 38 554
Zinsen 38 554
Total Derivate per 31.12.2015 36 179 16 725
       
Terminkontrakte 195 1 731
Devisen 195 1 731
       
Zinssatz-Swaps 69 1 024
Zinsen 69 1 024
Total Derivate per 31.12.2014 264 2 755

Die Währungsinstrumente betreffen hauptsächlich Absicherungen von Fremdwährungsrisiken in Euro. Die Laufzeiten der Devisentermingeschäfte betragen wenige Monate.

33 Nahestehende Personen

33.1 Entschädigungen an Verwaltungsrat und Management

Die Entschädigungen an Verwaltungsrat und Geschäftsleitung werden durch das Nomination and Compensation Committee festgelegt und durch den Gesamtverwaltungsrat genehmigt. Die Summe aller Entschädigungen (ohne steuerlich akzeptierte Spesenentschädigungen), namentlich Honorare, Saläre, Gutschriften, Bonifikationen und Sachleistungen, die während des Geschäftsjahres ausgerichtet wurden und direkt oder indirekt den Verwaltungsratsmitgliedern und der Geschäftsleitung zugutekamen, betrug insgesamt TCHF 2 829 (Vorjahr TCHF 3 270).

  2015 2014
  in CHF 1 000 in CHF 1 000
Lohnbezüge (inkl. Cash-Boni), Honorare 1) 1 837 1 812
Vorsorgeleistungen 408 322
Aktienbezogene Vergütungen 2) 584 1 136
Total 2 829 3 270

1)Inkl. Sachleistungen

2)Zuteilung einer vorbestimmten Anzahl Aktien für den Verwaltungsratspräsidenten. Sie haben eine Sperrfrist von 5 Jahren. Die Bewertung entspricht dem Kurswert im Zeitpunkt der Zuteilung. Die Übertragung der Aktien für das Geschäftjahr 2015 erfolgte am 3. Januar 2016. Für die Geschäftsleitung besteht ein fixer Anspruch in Franken. Die Entschädigung erfolgt in Aktien. Die Anzahl bemisst sich nach dem Durchschnittskurs Oktober/November. Sie haben eine gestaffelte Sperrfrist zwischen 1 bis 4 Jahren. Die Auszahlung erfolgt jeweils im Dezember.

  2015 2014
33.2 Übrige nahestehende Personen in CHF 1 000 in CHF 1 000
Bilanz    
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1) 58 22
Kurzfristige Verbindlichkeiten 2) 65 0
Passivdarlehen 2) 9 178 9 559
     
Erfolgsrechnung    
Nettoumsatz 1) 413 288
Personalaufwand 2) 65 0
Zinsaufwand 2) 606 593

1)Transaktionen mit Muhr und Bender KG oder deren Tochtergesellschaften

2)Transaktionen mit Franke Artemis Gruppe

34 Bedeutende Aktionäre

34 Bedeutende Aktionäre
    31.12.2015 31.12.2014
  Datum der Meldung Anzahl Aktien Kapitalanteil Anzahl Aktien Kapitalanteil
Artemis Beteiligungen I AG und Michael Pieper 09/30/2014 2 245 949 50.32 % 2 245 949 50.32 %
Muhr und Bender KG und Dr. Thomas Muhr 1) 11/18/2014 616 500 13.81 % 616 500 13.81 %
Geocent AG 07/15/2013 400 285 8.97 % 400 285 8.97 %

1)Gehalten durch eine Tochtergesellschaft der Muhr und Bender KG und die Dr. Thomas Muhr Beteiligungs AG.

35 Risikobeurteilung

Feintool führt innerhalb der Gruppe jährlich eine umfassende Risikobeurteilung durch. Diese basiert auf folgenden Säulen:

  • Qualitäts- und Krisenmanagement, basierend auf ISO 9001 sowie ISO TS 16949
  • Umweltmanagement, basierend auf ISO 14001
  • Versicherungsmanagement
  • Internes Kontrollsystem
  • Risikomanagement
  • Business Kontinuitätsmanagement

Für jeden Bereich ist schriftlich definiert, wie dieser aufgebaut ist, was die periodischen Abläufe sind und wie diese Abläufe geprüft und berichtet werden. Für jeden Bereich gibt es ein oder mehrere Kontrollorgane. Zudem gibt es auch für jeden Bereich verantwortliche Personen innerhalb der Gruppe.

Das Versicherungsmanagement wird von Feintool zentral geleitet. Es finden jährlich Meetings mit dem Gruppen-Versicherungsbroker statt. Dort werden u.a. für die Risikobereiche Haftpflicht, Sachleistungen und Transport die Versicherungsleistungen mit den versicherbaren Risiken der Gruppe abgestimmt. Bei Veränderungen werden die Versicherungsleistungen angepasst.

Feintool hat in den Jahren 2007 und 2008 weltweit das interne Kontrollsystem (IKS) eingeführt zur Einhaltung von Richtlinien und zur Abwehr von Schäden, die durch das Personal sowie durch böswillige Dritte, verursacht werden können. Folgende Prozesse unterliegen dem IKS:

  • Verkauf / Einkauf
  • Logistik / Lager / Schrott
  • Angefangene Arbeiten und langfristige Fertigungsaufträge (POC)
  • Sachanlagevermögen
  • Löhne und Gehälter
  • Finanzen und Leasing
  • Informationstechnologie
  • Jahresabschluss

Für jeden Prozess gibt es ein Ablaufdiagramm, worin ersichtlich ist, wo welche Schadensrisiken auftreten können. Diese Risiken sind in einem Risiko-Kontrollinventar zusammengefasst und einer oder mehreren manuellen oder automatisierten Kontrollen zugeordnet. Die interne Revision von Feintool prüft periodisch die Wirksamkeit des IKS in den Gruppengesellschaften.

Unter dem Risikomanagement versteht Feintool die periodische Analyse von Risiken, welche den Erfolg der Gruppe respektiv das Erreichen eines Zieles gefährden. Feintool stützt sich dabei weitestgehend am ISO 31000 Prozess ab. Jede Gruppengesellschaft definiert jährlich anhand einer vordefinierten Risikoliste, welche dieser Risiken für die Gesellschaft wesentlich sein könnten. Die einzelnen Risiken werden nach Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenausmass bewertet. Für die Top 5 Risiken werden Risikominimierungsstrategien, die entsprechenden Massnahmen dazu und die verantwortliche Person bestimmt.

Beim Business Kontinuitätsmanagement geht es darum, Ablaufszenarien beim Eintritt eines Schadenfalles zu entwerfen. Ziel ist dabei, die Fortsetzung der Produktion resp. die Lieferung an die (Schlüssel-)Kunden zu gewährleisten. Folgende Bereiche werden behandelt:

  • Verlust wesentlicher Mitarbeiter
  • Arbeits- und Werksicherheit
  • Vorgehen beim Schaden an Waren und Gebäude
  • Verlust von wesentlichen Zulieferer, Maschinen, Werkzeugen und IT Applikationen / Hardware
  • Verlust der Infrastruktur (oder Teilen davon)
  • Wesentliche Kundenreklamationen und Rückrufe

Für all diese Bereiche gibt es in den Gruppengesellschaften entsprechende Dokumentationen, welche mindestens einmal jährlich überarbeitet werden.

Der Risk Manager der Feintool Gruppe erstellt jährlich einen Risikobericht über die Bereiche Versicherungsmanagement, internes Kontrollsystem, Risikomanagement sowie Business Kontinuitätsmanagement zuhanden der Geschäftsleitung und des Verwaltungsrats. Diese treffen die wesentlichen Entscheidungen über durchzuführende risikominimierende Massnahmen. Für die ISO basierten Bereichen gibt es eine separate Berichterstattung.

36 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Es gab keine wesentlichen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag.

37 Antrag des Verwaltungsrats

Der Verwaltungsrat beantragt der Generalversammlung, für das Geschäftsjahr 2015 eine Dividende aus Kapitaleinlagereserven von CHF 1.50 (Vorjahr CHF 1.50) je Namenaktie auszuschütten. Dies entspricht maximal einem Dividendenerfordernis von TCHF 6 694 (Vorjahr TCHF 6 a694). Die Höhe der Dividendenausschüttung ist von der Höhe der dividendenberechtigten Aktien zum Zeitpunkt der Ausschüttung abhängig. Auf eigene Aktien werden keine Dividenden ausgeschüttet.

38 Freigabe der Konzernrechnung

Der Konzernabschluss wurde vom Verwaltungsrat am 7. März 2016 zur Veröffentlichung freigegeben und wird der Generalversammlung vom 19. April 2016 zur Genehmigung vorgelegt.