HALBJAHRESBERICHT 2018

Finanzielle Berichterstattung

per 30. Juni 2018

2018

2017

Die wichtigsten Kennzahlen, 1. Halbjahr

Veränderung zum Vorjahr

01.01.–30.06.18

01.01.–30.06.17

Operative Kennzahlen

in TCHF

Nettoumsatz

13.6 %

337 259

296 805

Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA) 1)

13.4 %

45 398

40 025

Betriebsergebnis (EBIT) 2)

14.4 %

25 706

22 466

Konzernergebnis

20.3 %

16 854

14 012

Erwartete Abrufe Serienteilefertigung

24.0 %

295 926

238 614

Auftragseingang Dritte (Investitionsgüter)

30.1 %

50 943

39 170

Auftragsbestand Dritte per 30.06. (Investitionsgüter)

67.1 %

46 323

27 723

Renditekennzahlen

in %

EBITDA-Marge 1)

0.0 %

13.5

13.5

EBIT-Marge 2)

0.0 %

7.6

7.6

Umsatzrendite

0.3 %

5.0

4.7

Sonstige

Anzahl Mitarbeitende (ohne Lernende)

8.1 %

2 604

2 409

1) Beinhaltet das operative Ergebnis vor Abschreibungen und Amortisationen, Finanzerfolg und Gewinnsteuern.

2) Beinhaltet das operative Ergebnis vor Finanzerfolg und Gewinnsteuern.

GESCHÄFTSTÄTIGKEIT

Allgemein

Dieser Halbjahresbericht gilt für die Feintool International Holding AG und all ihre Tochtergesellschaften. Er umfasst den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2018. Als Vergleichsperiode dient der gleiche Zeitraum des Vorjahres.

Am 13. April 2017 übernahm die Feintool International Holding AG, Lyss, die Schuler (Tianjin) Metal Forming Technology Center Co., Ltd. in Tianjin (China). Die Gesellschaft wurde anschlies-send in Feintool Automotive System Parts (Tianjin) Co., Ltd. umbenannt. Der Umsatz dieses Unternehmens betrug im ersten Quartal 2018 CHF 3.0 Mio. Der Akquisitionseffekt fürs erste Halbjahr beträgt somit ein Prozentpunkt. Das Unternehmen arbeitet noch in der Verlustzone: Der Akquisitionseffekt für die Gewinnkennzahlen ist somit negativ und wird daher nicht explizit ausgewiesen.

Auftragseingang und Auftragsbestand, erwartete Abrufe

Das Teilegeschäft des Segments System Parts ist kurzfristig. Kunden können Abrufe, die sie bereits in die Bestellsysteme eingegeben haben, zeitlich verschieben oder sogar annullieren. Per 30. Juni 2018 erwartet Feintool von den Kunden für die nächsten sechs Monate Abrufe in der Höhe von CHF 295.9 Mio. (Vorjahr CHF 238.6 Mio.). Gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitpunkt entspricht dies einer Zunahme von 24.0 %, währungsbereinigt von 18.7 %. Allerdings gilt es zu beachten, dass dieser Wert lediglich eine Frühindikation darstellt.

29.9 %

höherer Auftragseingang
im Investitionsgütergeschäft
mit Drittkunden

Der Auftragseingang im Segment Fineblanking Technology stieg im Berichtszeitraum um gute 17.4 % auf CHF 57.9 Mio. (Vorjahr CHF 49.3 Mio.). Der Auftragseingang aus internen Geschäften sank in der Berichtsperiode um 31.3 % auf CHF 7.0 Mio. (Vorjahr CHF 10.1 Mio.). Der Auftragseingang des Drittgeschäfts belief sich somit auf CHF 50.9 Mio. (Vorjahr CHF 39.2 Mio.) und stieg währungsbereinigt um 29.9 %.

Per 30. Juni 2018 belief sich der Auftragsbestand des Segments Fineblanking Technology – unverändert gegenüber dem Zeitpunkt vor zwölf Monaten – auf CHF 47.2 Mio.; gegenüber dem 31. Dezember 2017 nahm der Auftragsbestand geringfügig um CHF 1.8 Mio. zu. Der heutige Auftragsbestand beinhaltet lediglich 1.9 % Aufträge von Feintool-Gesellschaften; vor zwölf Monaten betrug dieser Anteil noch 41.3 %. Der vorhandene Auftragsbestand bedeutet eine gesicherte Auslastung im langfristigen Pressengeschäft von rund acht Monaten.

Nettoumsatzentwicklung

Der konsolidierte Gruppenumsatz stieg in der Berichtsperiode um 13.6 % auf CHF 337.3 Mio. (Vorjahr CHF 296.8 Mio.). Währungsverschiebungen beeinflussten den Umsatz mit CHF 9.9 Mio. positiv. In Lokalwährung verzeichnete Feintool somit ein Umsatzwachstum von 10.3 %, wobei in diesem Wert ein Umsatz von CHF 3.0 Mio. einer im Vorjahr akquirierten Gesellschaft enthalten ist. Das Segment System Parts erwirtschaftete 87.3 % des Drittumsatzes, Fineblanking Technology steuerte 12.7 % bei. Das Segment Fineblanking Technology konnte somit seinen Umsatzanteil um 2.3 Prozentpunkte erhöhen. Unter Einbezug des internen Umsatzes beträgt der Umsatzanteil des Investitionsgütergeschäfts 15.3 %.

Das Teilegeschäft des Segments System Parts wuchs im Berichtsjahr um 11.0 % auf CHF 295.2 Mio. (Vorjahr CHF 266.0 Mio.). Die positiven Währungseinflüsse beliefen sich auf CHF 9.9 Mio. In Lokalwährung erreichte das Wachstum somit 7.3 %. Die im Vorjahr getätigte Akquisition des chinesischen Umformwerks beeinflusste das Wachstum mit 1.1 Prozentpunkten. Das europäische Geschäft erwirtschaftete einen Umsatz von CHF 170.7 Mio. Währungsbereinigt entspricht dies einem Wachstum von 6.6 % (in Berichtswährung + 13.6 %). Der Umsatz in den USA stagnierte – trotz stark gestiegener Stahlpreise – bei CHF 91.8 Mio. Unter Berücksichtigung der Währungseffekte wuchs Feintool leicht um 2.2 %. In Asien stieg der Umsatz auf CHF 33.1 Mio., in Lokalwährung bedeutet dies eine Zunahme von 27.1 % (in Berichtswährung + 31.5 %). Der Akquisitionseffekt des neuen Umformwerks in Tianjin betrug CHF 3.0 Mio. oder 9.1 Prozentpunkte. Das organische Wachstum Asiens betrug somit in Lokalwährung 15.2 %. Der Umsatzanteil der europäischen Standorte stieg nochmals leicht auf 57.7 % (Vorjahr 56.3 %). Der Anteil der Standorte in den USA sank andererseits erneut auf jetzt 31.1 % (Vorjahr 34.3 %), wobei auch die unterschiedliche Entwicklung des Wertes von Euro und US-Dollar einen Einfluss hatte. Der in Asien erzeugte Umsatz stieg auf 11.2 % (Vorjahr 9.4 %). Das zugrunde liegende Geschäft entwickelte sich in allen Regionen positiv, wenn auch in unterschiedlichem Ausmass. Die regionale Umsatzverteilung berechnet Feintool aufgrund des Domizils des Kunden. Viele der von Feintool gefertigten Teile werden, nachdem diese in Baugruppen oder ganze Fahrzeuge eingebaut wurden, als Teil dieser Baugruppen bzw. Fahrzeuge in andere Länder/Kontinente exportiert. Dementsprechend dürften die von Feintool gefertigten Teile ungefähr gleichmässig in den drei Regionen Europa, Amerika und Asien genutzt werden.

7.3 %

Umsatzwachstum in Lokalwährung

im Teilegeschäfts des Segments

System Parts

Der Umsatz des Segments Fineblanking Technology stieg um 43.7 % auf CHF 53.3 Mio. (Vorjahr CHF 37.1 Mio.). Die internen Verkäufe stiegen in der Berichtsperiode um 67.2 %. Die Dritt­verkäufe nahmen um 39.0 % auf CHF 42.9 Mio. (Vorjahr: CHF 30.8 Mio.) zu. Primär verursachten höhere Pressenverkäufe diese erfreuliche Umsatzentwicklung. Das Ersatzteil- und Service­geschäft entwickelte sich stabil, das Werkzeuggeschäft konnte die vorhandenen Kapazitäten allerdings nicht immer vollständig auslasten.

Insgesamt erwirtschaftete die Feintool-Gruppe mit CHF 187.0 Mio. 55.5 % des Drittumsatzes in Europa (Vorjahr CHF 158.3 Mio. respektive 53.3 %). Europa gewann somit nochmals leicht an Bedeutung. Mit einem Umsatz von CHF 91.5 Mio., anteilig 27.1 % (Vorjahr CHF 91.1 Mio. respektive 30.7 %) verlor Nordamerika über drei Prozentpunkte bei der geografischen Umsatzverteilung. Der Umsatz in Asien stieg auf CHF 58.7 Mio., der prozentuale Anteil auf 17.4 % (Vorjahr CHF 47.4 Mio. oder 16.0 %). Der Schweizer Markt ist mit einem Umsatz von CHF 4.4 Mio. oder 1.3 % (Vorjahr CHF 3.6 Mio. respektive 1.2 %) für Feintool nur von marginaler Bedeutung.

Bruttomargenentwicklung

Die Bruttomarge sank gegenüber dem Vorjahr um 1.3 Prozentpunkte auf 38.9 %; der Brutto­gewinn betrug somit in der Berichtsperiode CHF 131.3 Mio. Volumenbedingt nahm der Brutto­gewinn um CHF 12.1 Mio. zu. Veränderungen im Produktemix und laufend steigende Stahlpreise sowie einzelne Produktionsstörungen hatten einen negativen Effekt von CHF 4.2 Mio.

Im Segment Fineblanking Technology sank die Bruttomarge deutlich auf 36.1 % (Vorjahr 41.0 %). Ein erhöhter Pressenanteil, Produktmixveränderungen und geografische Verschiebungen verursachten diese Abnahme.

Das Segment System Parts erreichte eine Bruttomarge von 38.8 %, die leicht unter dem Vorjahres­niveau von 39.5 % liegt. Die verbesserte Auslastung einzelner Werke und Kosten­optimierungen an allen Standorten kompensierten die vertraglich vereinbarten Kostennachlässe gegenüber Kunden und teilweise markant höhere Stahlpreise nur ungenügend.

Wesentliche Aufwandpositionen

Die Materialkosten bilden mit CHF 157.0 Mio. die klar grösste Aufwandposition. Im Verhältnis zum Umsatz stiegen diese von 45.0 % auf 46.6 %. Deutlich höhere Stahlpreise und ein höherer Pressenabsatz sind die Gründe dieses Anstiegs. Der Personalaufwand stieg um CHF 9.5 Mio. auf CHF 97.6 Mio. und liegt jetzt bei 28.9 % vom Umsatz (Vorjahr 29.7 %). Bei Fineblanking Technology sank der Personalkostenanteil deutlich auf 26.8 % (Vorjahr 37.9 %). Dies ist einerseits eine Folge der organisatorischen Änderung, dass der Werkzeugbau in Europa – wie in den übrigen Regionen – neu dem Bereich System Parts zugeordnet ist. Der deutlich höhere Umsatz verstärkte den Effekt. Im Bereich System Parts stieg der Anteil leicht auf 26.9 % (Vorjahr 26.3 %). Die höhere Kapazitätsauslastung konnte die Lohnsteigerungen in Deutschland, Zusatzaufwendungen für Produktverlagerungen in Europa sowie den Personalaufbau in den neuen Werken in Most, Oelsnitz und Tianjin (China) nur teilweise kompensieren. Der übrige Nettobetriebsaufwand stieg auf CHF 41.3 Mio., bezogen auf den Umsatz sank die Quote allerdings auf 12.2 %.

13.5 %

EBITDA-Marge

der Feintool-Gruppe

Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA)

Das Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA) stieg in der Berichtsperiode um CHF 5.4 Mio. oder – währungsbereinigt – 9.9 % auf CHF 45.4 Mio. Die EBITDA-Marge verharrte bei 13.5 %. Im kapitalintensiven Teilegeschäft (System Parts) sank die EBITDA-Marge auf 15.3 % (Vorjahr 16.5 %). Deutlich höhere Stahlpreise und vertraglich vereinbarte Preisnachlässe auf einigen grösseren Programmen sowie Vorleistungen zum Aufbau der Kapazitäten in den neuen Werken verursachten diese Entwicklung. Im Investitionsgütergeschäft (Fineblanking Technology) stieg die EBITDA-Marge – vom höheren Umsatz getrieben – deutlich von 1.2 % auf 8.4 %.

Abschreibungen

Aufgrund der hohen Investitionen im Bereich System Parts stiegen die Abschreibungen in der Berichtsperiode um CHF 2.1 Mio. auf CHF 19.7 Mio. Diese Tendenz wird sich auch in den kommenden Monaten fortsetzen, da die Investitionen mit CHF 57.2 Mio. auch in der Berichtsperiode die Abschreibungen erneut um ein Vielfaches übersteigen.

Betriebsergebnis (EBIT)

Feintool erwirtschaftete in der Berichtsperiode ein operatives Ergebnis (EBIT) von CHF 25.7 Mio. und eine unveränderte EBIT-Marge von 7.6 %. Dies entspricht einer Steigerung von 10.9 % in lokaler Währung. Die Erholung im Investitionsgütergeschäft kompensierte höhere Vorleistungskosten in einzelnen Werken der Teilefabrikation.

Das Segment Fineblanking Technology erholte sich entscheidend gegenüber dem ungenügenden Vorjahr. Aufgrund des deutlich höheren Umsatzes resultierte letztlich ein Betriebsgewinn (EBIT) in Höhe von CHF 3.8 Mio. (Vorjahr: Verlust CHF 0.5 Mio.). Dabei wurden die Ausgaben für Forschung und Entwicklung – als Investition in die Zukunft – auf hohem Niveau beibehalten.

Das operative Ergebnis des Segments System Parts sank leicht um CHF 1.0 Mio. oder 6.7 % (in Lokalwährung) auf CHF 26.1 Mio. (Vorjahr CHF 27.1 Mio.). Anlaufkosten für neue Produkte sowie Kosten für zwei neue Produktionsstätten lagen dieser Entwicklung zugrunde. Ebenfalls sanken – vertragsgemäss – für verschiedene Produkte die Verkaufspreise. Die EBIT-Marge sank entsprechend auf 8.8 % gegenüber 10.2 % im Vorjahr. Die europäischen Standorte trugen CHF 15.8 Mio. zum Ergebnis bei. Dies entspricht einem Rückgang von 7.2 % gegenüber der Vergleichsperiode, ausgedrückt in lokaler Währung. Vorlaufkosten für die Werke in Oelsnitz und Most waren die Haupttreiber für diese Entwicklung. Die amerikanischen Standorte steuerten einen EBIT von CHF 9.9 Mio. (währungsbereinigt + 3.2 %) zum Ergebnis bei. Asien erwirtschaftete einen EBIT von CHF 0.4 Mio. Das neue chinesische Umformwerk lag erwartungsgemäss noch nicht in der Gewinnzone und musste einen Verlust in Höhe von CHF 1.8 Mio. hinnehmen.

Die Kosten der nicht direkt operativ tätigen Bereiche beliefen sich auf CHF 4.1 Mio. Die Ausgabendisziplin resultierte entsprechend in Einsparungen im Umfang von CHF 0.5 Mio. gegenüber der Vorjahresperiode.

Finanzergebnis

Das Nettofinanzergebnis in Höhe von CHF –1.7 Mio. (Vorjahr CHF –2.1 Mio.) verbesserte sich deutlich. Der Nettozinsaufwand (inklusive Finanzierungskosten) stieg – infolge der deutlich höheren Verschuldung – auf CHF 1.5 Mio. (Vorjahr CHF 1.2 Mio.). Andererseits verzeichnete Feintool in der Berichtsperiode Nettowährungsgewinne in Höhe von CHF 0.3 Mio. (Vorjahr: Währungs­verluste von CHF 0.8 Mio.).

Steuern

Der Steueraufwand der Feintool-Gesellschaften summierte sich in der Berichtsperiode auf CHF 7.2 Mio. Das entspricht einer Steuerquote von 29.9 %. Feintool ist mehrheitlich in Ländern aktiv, welche eine hohe Steuerbelastung kennen.

Konzernergebnis

Das Konzernergebnis beträgt CHF 16.9 Mio. (Vorjahr CHF 14.0 Mio.) und nahm somit – währungsbereinigt – um 19.8 % zu. Dies entspricht einer Nettoumsatz­rendite von 5.0 % (Vorjahr 4.7 %). Tiefere Finanzkosten verursachten die leicht höhere Nettoumsatzrendite.

KONSOLIDIERTE BILANZ

Die weiterhin sehr hohe Investitionsquote sowie der deutlich höhere Euro-Kurs beeinflussen das Bilanzbild massgeblich. Insgesamt stieg die Bilanzsumme um 6.4 % auf CHF 635.9 Mio. (31. Dezember 2017 CHF 597.4 Mio.).

Das Umlaufvermögen stieg insgesamt um CHF 5.0 Mio. auf CHF 260.3 Mio. Die flüssigen Mittel reduzierten sich um CHF 15.1 Mio. auf CHF 37.3 Mio. Alle anderen wesentlichen Positionen des Umlaufvermögens nahmen – teilweise erheblich – zu. Die Forderungen stiegen um CHF 11.3 Mio. auf CHF 125.3 Mio. Der Bestand der im Rahmen der nicht bilanzierungspflichtigen Factoring-Programme verkauften Forderungen sank auf CHF 10.6 Mio. (31. Dezember 2017 CHF 11.1 Mio.). Die Vorräte und Nettoguthaben aus Vertragsvermögenswerten nahmen um CHF 5.4 Mio. auf CHF 90.0 Mio. zu. Die Zunahme verhält sich somit – trotz des deutlich höheren Anteils an Fertigungsaufträgen, welche über den Zeitraum verrechnet werden – im Verhältnis zum Umsatz unterproportional. Die aktiven Abgrenzungen stiegen auf CHF 7.7 Mio.

Das operative Nettoumlaufvermögen stieg gegenüber dem 31. Dezember 2017 um CHF 7.2 Mio. auf CHF 87.8 Mio. und beträgt somit 13.0 % des hochgerechneten Jahresumsatzes (Vorjahr 13.6 %). Die stärksten negativen Auswirkungen verursachten die Zunahme der Forderungen um CHF 11.3 Mio. und der Vorräte und Nettoguthaben aus Vertragsvermögenswerten um CHF 5.4 Mio. sowie die Abnahme der nicht-verzinslichen Verbindlichkeiten im Umfang von CHF 2.2 Mio. Steigende passive Abgrenzungen (+ CHF 7.1 Mio.) und erhöhte Rückstellungen (+ CHF 3.5 Mio.) wirkten sich positiv auf das Nettoumlaufvermögen aus.

Das Anlagevermögen stieg um CHF 33.5 Mio. auf CHF 375.5 Mio. Die Sachanlagen nahmen um CHF 36.6 Mio. auf CHF 316.5 Mio. zu und verursachten – infolge der hohen Investitionen von CHF 57.2 Mio. (Vorjahr CHF 30.5 Mio.) – die gesamte Erhöhung. Die immateriellen Anlagen sanken um CHF 2.6 Mio. auf CHF 41.1 Mio. Die Position der Finanzanlagen blieb mit CHF 1.4 Mio. nahezu unverändert. Die latenten Steuerforderungen verharrten bei CHF 16.5 Mio. (31. Dezember 2017: CHF 16.7 Mio.).

57.2 

Investitionen (in CHF Mio.)

in Sach- und immaterielle Anlagen

Auf der Passivseite stieg das Fremdkapital insgesamt um CHF 26.8 Mio. auf CHF 368.9 Mio. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die übrigen Verbindlichkeiten sanken um CHF 1.1 Mio. und betragen noch CHF 73.7 Mio. Die passiven Rechnungsabgrenzungen, die kurz- und langfristigen Rückstellungen sowie die latenten Steuerverbindlichkeiten stiegen um CHF 11.0 Mio. auf CHF 74.6 Mio. Die passive Rechnungsabgrenzung ist dabei von dem höheren Bestand der per Stichtag noch ausstehenden Kreditorenrechnungen beeinflusst. Die Verbindlichkeit für die Personalvorsorge (IAS 19) sank in der Berichtsperiode – trotz höherem Personal­bestand in der Schweiz – leicht auf CHF 57.0 Mio. und beträgt jetzt 32.5 % des langfristigen Fremdkapitals.

Das verzinsliche Fremdkapital stieg um CHF 20.6 Mio. auf CHF 154.8 Mio. CHF 103.4 Mio. der verzinslichen Verbindlichkeiten weisen langfristigen Charakter auf.

Die Nettoverschuldung stieg in der Berichtsperiode aufgrund des gestiegenen Nettoumlauf­vermögens und hoher Investitionen auf CHF 117.5 Mio. (31. Dezember 2017 CHF 81.9 Mio.). Feintool verfügt andererseits über CHF 98.4 Mio. an liquiden Mitteln und verfügbaren, unbenutzten Kreditlinien.

Das Eigenkapital betrug am 30. Juni 2018 CHF 266.9 Mio. (31. Dezember 2017 CHF 255.2 Mio.). Die Eigenkapitalquote sank leicht von 42.7 % auf 42.0 %. Der Eigenkapitalnachweis zeigt, dass der Konzerngewinn das Eigenkapital um CHF 16.9 Mio. erhöhte. Die ausgeschüttete Dividende wiederum reduzierte das Eigenkapital um CHF 8.9 Mio. Direkt im Eigenkapital verbuchte Umrechnungsdifferenzen in Höhe von insgesamt CHF 1.4 Mio. sowie versicherungstechnische Gewinne aus der Personalvorsorge (IAS 19) in Höhe von CHF 2.0 Mio. hatten allesamt einen positiven Einfluss. Die anderen Positionen hatten kaum Einfluss.

KONSOLIDIERTE GELDFLUSSRECHNUNG

Der Geldfluss aus Geschäftstätigkeit war mit CHF 24.9 Mio. markant höher als in der Vergleichsperiode (CHF 5.1 Mio.). Dabei fällt insbesondere ins Gewicht, dass im Berichtsjahr das Netto-umlaufvermögen um CHF 15.4 Mio. zunahm, während sich die Zunahme in der Vorjahresperiode auf CHF 29.9 Mio. belief. Der Geldfluss aus Investitionstätigkeit ist mit CHF 50.1 Mio. (Vorjahr CHF 52.5 Mio.) erneut stark negativ, wobei das Vorjahr durch die Akquisition des chinesischen Umformwerks beeinflusst war. Die Investitionen in Sachanlagen nahmen erneut zu und betrugen CHF 52.7 Mio. (Vorjahr CHF 26.3 Mio.). Insgesamt ergab sich somit ein betrieblicher Geldabfluss in Höhe von CHF 25.2 Mio. (Vorjahr CHF 47.4 Mio.) Der Geldabfluss durch die Dividende betrug CHF 8.9 Mio. Die liquiden Mittel der Gruppe sanken um CHF 15.1 Mio. auf CHF 37.3 Mio.

MITARBEITENDE

Die Anzahl der Mitarbeitenden* (ohne Lernende) nahm seit dem 31. Dezember 2017 um 119 auf 2 604 zu. Zusätzlich befinden sich 68 (31. Dezember 2017 81) Jugendliche in unserem Unternehmen in Ausbildung. Das Segment System Parts schuf seit dem 31. Dezember 2017 aufgrund des hohen Wachstums 186 neue Stellen. Zusätzlich übernahm System Parts aus organisatorischen Gründen in Europa den Werkzeugbau. Dadurch traten 62 Mitarbeitende ins Segment System Parts über. Insgesamt arbeiten nun 2 390 Mitarbeitende im Teilegeschäft. In Europa stieg die Anzahl um 128 Personen auf 1 372, wovon 62 aus dem Schwestersegment. In Asien konnten 14 neue Stellen geschaffen werden. In Nordamerika nahm die Mitarbeiteranzahl um 42 auf 654 zu. Das Segment Fineblanking Technology beschäftigte 177 Mitarbeitende (-62): 37 Mitarbeitende sind in den nicht direkt operativen Bereichen beschäftigt. Insgesamt beschäftigt Feintool in Europa 1 553 Mitarbeitende (zuzüglich 63 Auszubildende), davon 439 (zuzüglich 33 Auszubildende) in der Schweiz. In den USA arbeiten 664 Personen (zuzüglich 5 Auszubildende) und in Asien 387 Mitarbeitende.

* berechnet als Vollzeitstellen